5. Kulturkonferenz Ruhr

23. September 2016

Ministerin Kampmann eröffnet fünfte Kulturkonferenz Ruhr

Kulturministerin Christina Kampmann hat im Schauspielhaus Bochum die fünfte Kulturkonferenz Ruhr eröffnet. Referentinnen und Referenten aus der Kulturszene diskutierten unter der Leitfrage „Stirbt alle Kunst in so viel Gunst?“ wohin sich die Kulturförderung von Land, Kommunen und Stiftungen entwickelt.

 
Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport teilt mit:

Kulturministerin Christina Kampmann hat im Schauspielhaus Bochum die fünfte Kulturkonferenz Ruhr eröffnet. Referentinnen und Referenten aus der Kulturszene diskutierten unter der Leitfrage „Stirbt alle Kunst in so viel Gunst?“ wohin sich die Kulturförderung von Land, Kommunen und Stiftungen entwickelt. Mit mehr als 250 Teilnehmern gehört die Kulturkonferenz Ruhr mittlerweile zu den größten Diskussionsforen der Kunst- und Kulturszene der Region. Veranstaltet wird die Kulturkonferenz Ruhr im Rahmen der Nachhaltigkeitsvereinbarung von RUHR.2010 des Regionalverbands Ruhr (RVR) und des Kulturministeriums.
 
Der Titel der Konferenz „Stirbt alle Kunst in so viel Gunst?" stammt von Thomas Oberender, Intendant der Berliner Festspiele, der in einem kultur-politischen Magazin beklagt hatte, dass staatliche Kulturförderungen den Künstlerinnen und Künstlern durch Förderanträge und -richtlinien zunehmend inhaltliche Vorgaben machen. Oberender fürchtet dadurch um die Einschränkung der künstlerischen Freiheit.
 
„Kultur und Politik sind im Ruhrgebiet traditionell eng miteinander verbunden: Die starken Arbeiterbewegungen im Ruhrgebiet gingen einher mit einer großen Wertschätzung für die Kunst und dem Kampf um kulturelle Teilhabe“, erklärte die Ministerin. Kampmann betonte darüber hinaus, dass Kunst nicht „verzweckt“ und der Mensch nicht ökonomisiert werden dürfe. „Es ist Aufgabe von Politik und Gesellschaft, der Kunst genau die Freiheitsspielräume zu ermöglichen, die sie braucht, um sich zu entfalten. Deshalb haben wir die Künstlerinnen und Künstler noch stärker in den Mittelpunkt der Landeskulturpolitik gestellt. Die Landesinitiative Individuelle Künstlerförderung (IKF) ist einer von drei Planschwerpunkten des neuen Kulturförderplans“, erklärte Kampmann.
 
 
Die Kulturkonferenz Ruhr ist ein zentraler Baustein der gemeinsamen Nachhaltigkeitsvereinbarung des nordrhein-westfälischen Kulturministeriums und des Regionalverbands Ruhr, um die im Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 entwickelten neuen Netzwerke, regionalen Partnerschaften und Kooperationen zu fördern und weiter zu entwickeln. Das Kulturministerium und der Regionalverband Ruhr stellen dafür jährlich jeweils 2,4 Millionen Euro zur Verfügung.
 
Die Kulturkonferenz findet nach der erfolgreichen Premiere 2012 in Essen jährlich in einer anderen Stadt des Ruhrgebietes statt.
 
Weitere Informationen: www.metropoleruhr.de/regionalverband-ruhr/kultur-sportfoerderung/kulturkonferenz-ruhr.html

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