Ministerin Kampmann besucht Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus

Christina Kampmann sitzend
19. Januar 2017

Ministerin Kampmann besucht Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus: Prävention ist wichtiger denn je

Ministerin Christina Kampmann hat sich heute in der Kölner Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus und Rassismus über deren Arbeit informiert.

 
Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport teilt mit:

Ministerin Christina Kampmann hat sich heute in der Kölner Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus und Rassismus über deren Arbeit informiert. „Die Zahl rechtsmotivierter Taten hat gerade im letzten Jahr massiv zugenommen. Umso wichtiger ist es, das Engagement der Zivilgesellschaft in der Prävention gegen Rechtsextremismus und Rassismus zu unterstützen. Die Menschen brauchen Unterstützung, wenn sie bedroht werden oder sich in Bündnissen gegen Rechts organisieren wollen“, erklärte Ministerin Kampmann. Die Mobile Beratung des Regierungsbezirks Köln ist eine von fünf Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen. Sie haben die Aufgabe, Einzelpersonen, aber auch Vereine, Verbände und Institutionen im Umgang mit rechtsextremen Erscheinungsformen zu beraten. Gleichzeitig bieten sie ihre Expertise zum Thema sowie umfangreiche Recherche und Analyse an.

Aktuell beraten die Kölner unter anderem das Bündnis „Bunter Rhein-Sieg-Kreis“, das sich Anfang 2016 in der Region gebildet hat. Im Rhein-Sieg-Kreis sind die NPD, kleinere Neonazi-Gruppen, die AfD sowie die Identitäre Aktion aktiv. Aus der rechten Szene heraus hat es bereits Bedrohungen gegen Politikerinnen und Politiker gegeben. Das Bündnis „Bunter Rhein-Sieg-Kreis“ ist breit aufgestellt, seine Mitglieder gehören parteiübergreifend CDU, SPD, Grüne, FDP, Piraten an. Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Arbeiterwohlfahrt engagieren sich darin.

Die Mobilen Beratungen sind Teil des von der nordrhein-westfälischen Landesregierung aufgestellten Handlungskonzeptes gegen Rechtsextremismus und Rassismus, das 2012 unter dem Eindruck der Morde der rechtsextremen Terrorzelle NSU initiiert worden war. Schwerpunkte des Konzepts sind die Prävention vor Ort und die Beratung von Betroffenen. Das Land fördert die Mobilen Beratungen in Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr mit 450.000 Euro.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.mfkjks.nrw und www.mobile-beratung-nrw.de.

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