Ministerin Gebauer: Der 9. November ist Schicksalstag der Deutschen – Jahrestage bewusst begehen und auf die Stärke der Demokratie besinnen

8. November 2017

Ministerin Gebauer: Der 9. November ist Schicksalstag der Deutschen – Jahrestage bewusst begehen und auf die Stärke der Demokratie besinnen

Schulministerin Yvonne Gebauer würdigt den morgigen 9. November als Schicksalstag der deutschen Geschichte.

 
Das Ministerium für Schule und Bildung teilt mit:

Schulministerin Yvonne Gebauer würdigt den morgigen 9. November als Schicksalstag der deutschen Geschichte. „Lehrkräfte sollten diesen Tag zum Anlass nehmen, mit ihren Schülerinnen und Schülern über den Fachunterricht hinaus die deutsche Geschichte wachzuhalten“, so Gebauer. Die Ministerin betonte, dass die Vermittlung historisch-politischer Bildung und das aktive Erinnern fortdauernde Aufgabe seien. „Einzelne Jahrestage sind gleichwohl wichtig, um sich gemeinsam auf den Wert einer starken Demokratie zu besinnen. Jahrestage machen uns die Errungenschaften der Gegenwart bewusst. Der 9. November ist ein Tag der Freude über das wiedervereinigte Deutschland, und gleichzeitig ein Symbol der finstersten Stunden Deutschlands. Heute können wir aktiv ein Zeichen setzen gegen Geschichtsvergessenheit: Indem wir im Stillen gedenken oder öffentlich erinnern. Wir alle haben die historische Verpflichtung, für Respekt und die Achtung der Menschenwürde einzutreten.“
 
Ministerin Gebauer wird am 9. November die ehemaligen Synagoge Petershagen besuchen und dort gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des örtlichen Gymnasiums an die Pogromnacht am 9. November 1938 gedenken. Gebauer: „Erinnerung ist nicht nur ein Ritual, sondern ist konkret und kann mit Leben gefüllt werden. Gerade der Besuch lokaler Gedenkstätten eröffnet die Möglichkeit, Geschichte vor der eigenen Haustür zu erleben.“
Die Ministerin lobt Bildungspartnerschaften zwischen Gedenkstätten und Schulen, die es jungen Menschen ermöglichen, in ihrem eigenen Lebensumfeld historische Spuren zu verfolgen: „Durch individuelle Schicksale können Biographien von Menschen und damit die Geschichte des eigenen Wohnortes rekonstruiert werden. Das eröffnet auch rund 80 Jahre nach den Gräueltaten der Nazi-Diktatur zahlreiche Anknüpfungspunkte an unsere heutige Zeit“, betonte Gebauer.
 
Als außerschulischer Lernort kooperiert die Gedenkstätte Petershagen mit Schulen der Umgebung, darunter dem Städtischen Gymnasium Petershagen. In Zukunft wird diese Zusammenarbeit auch durch die landesweite Initiative „Bildungspartner NRW – Gedenkstätte und Schule“ unterstützt und weiter entwickelt. Im Beisein von Ministerin Gebauer wird das Gymnasium Petershagen morgen dazu eine entsprechende Kooperationsvereinbarung mit der Gedenkstätte Alte Synagoge abschließen.
 
Am 9. November jähren sich der Tag des Mauerfalls von 1989, die Pogromnacht von 1938, der Hitler-Ludendorff-Putsch von 1923 sowie die Novemberrevolution mit der Ausrufung einer deutschen Republik von 1918.
 
Weitere Informationen zu „Bildungspartner NRW“ unter:
http://www.bildungspartner.schulministerium.nrw.de/Bildungspartner/index.html
 

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