Windenergie-Repowering: Große Chancen für den Klimaschutz

24. Juni 2010

Ministerin Christa Thoben: Windenergie-Repowering bietet große Chancen für den Klimaschutz in der EnergieRegion Nordrhein-Westfalen / Zweiter Branchentag Windenergie NRW in Oberhausen

Wirtschaftsministerin Thoben sieht im sogenannten Repowering von Windenergieanlagen große Chancen für den Klimaschutz in Nordrhein-Westfalen. Beim Repowering werden ältere Windräder durch leistungsfähigere ersetzt. Derzeit gibt es in Nordrhein-Westfalen rund 2.800 Windkraftanlagen. Sie produzieren mit 2.800 Megawatt rund 46 Prozent des regenerativ erzeugten Stroms.

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie teilt mit:

„Die Windenergiebranche ist für Nordrhein-Westfalen industriepolitisch und klimapolitisch von besonders hoher Bedeutung. Zudem ist die Windenergie  der bedeutendste regenerative Energieträger in der EnergieRegion Nordrhein-Westfalen. Rund 2.800 Windkraftanlagen produzieren mittlerweile mit 2.800 Megawatt rund 46 Prozent des regenerativ erzeugten Stroms in Nordrhein-Westfalen, dicht gefolgt von der Bioenergie“, sagte Wirtschaftsministerin Christa Thoben heute (24. Juni 2010) zur Eröffnung des 2. Branchentages Windenergie NRW in Oberhausen.

Im Vergleich der Bundesländer nehme Nordrhein-Westfalen bei der installierten Leistung den fünften Rang nach Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein ein. Es sei dabei zu berücksichtigen, dass wegen der großen Bevölkerungsdichte in Nordrhein-Westfalen und den erforderlichen Abständen zu Wohngebäuden mit deutlich weniger Fläche als in anderen Bundesländern ausgekommen werden muss. Aus diesem Grund werde auch das Repowering von Windkraftanlagen in Nordrhein-Westfalen zukünftig eine große Rolle spielen, so die Ministerin.

Ministerin Thoben: „Wir brauchen das Repowering von Windenergieanlagen – also den Ersatz bestehender Anlagen durch weniger, aber leistungsfähigere Anlagen – um das Potential der Windenergie in Nordrhein-Westfalen weiter auszuschöpfen und damit einen noch größeren aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.“

Während die installierte Leistung der Windenergieanlagen in Nordrhein-Westfalen im Durchschnitt rund ein Megawatt beträgt, liegt die Leistung bei den im vergangenen Jahr errichteten Anlagen durchschnittlich schon bei knapp 1,6 Megawatt. Da die meisten Windenergieanlagen in Nordrhein-Westfalen bisher eine Betriebszeit von weniger als zehn Jahren aufweisen, sind sie für ein Repowering noch zu jung. Aber ab 2014/2015 ist hier ein regelrechter „Boom“ zu erwarten.

Mit dem Landesentwicklungsplan (LEP), der in der zweiten Jahreshälfte 2010 vom Landtag beschlossen werden soll, sollen die notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden, um den von der Politik vorgesehenen Vorrang für erneuerbare Energien umzusetzen. Das gilt auch für die Windkraft. Häufig sind vorhandene Windkraftbereiche oder Konzentrationszonen zu klein für ein Repowering. Dabei sollen Repoweringmaßnahmen einen Beitrag zur Immissionsreduzierung leisten. Durch inter-kommunale Abstimmung und Planung sollen in allen Landesteilen Repoweringmaßnahmen vorangetrieben werden. In Konzentrationszonen sollen z. B. auch planerische Höhenbegrenzungen überprüft werden. Dazu können z. B. die Möglichkeiten der Aufstellung eines "Bebauungsplans für das Repowering" oder die Kombination von Flächennutzungsplanung mit städtebaulichen Verträgen genutzt werden.

„Wir wollen die Kommunen bei Schaffung der planerischen Voraussetzungen für das Repowering unterstützen und werden darüber hinaus in Nordrhein-Westfalen im Rahmen eines Wettbewerbs kommunale Repo-wering-Konzepte prämieren. Neue Anlagen lassen sich nicht nur wirtschaftlicher betreiben, sondern sie sind für Kommunen zudem mit höheren Einnahmen verbunden“, sagte die Ministerin. In Nordrhein-Westfalen hat sich die Wirtschaft rund um die Windenergie zu einer bedeutenden Branche entwickelt. Jedes zweite weltweit in einer Windkraftanlage eingesetzte Getriebe wurde in Nordrhein-Westfalen produziert. „Wir brauchen das Repowering daher auch, um unsere Technologie hier vor Ort demonstrieren zu können“, so Thoben.

Nach einer aktuellen Veröffentlichung des Bundesverbandes Windenergie verdienen allein mit dem Bau von Windkrafttechnik heute rund 10.000 Menschen an Rhein und Ruhr ihr Geld, bundesweit arbeiten rund 100.000 Menschen in der Windenergiebranche. Nach Schätzungen des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) erhöhte sich der Umsatz der Kern-Unternehmen des Windenergiesektors in Nordrhein-Westfalen von 1,5 Milliarden Euro im Jahr 2007 um fast ein Drittel auf knapp zwei Milliarden in 2008. Darüber hinaus hat sich die Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien nach einer aktuellen Untersuchung von Prognos im Auftrag des Klimarates NRW seit 2002 verdreifacht und weist ein stärkeres Wachstum als im Bundesdurchschnitt auf.

Internet: www.energieregion.nrw.de  und www.nrw-windenergie.com

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, Telefon 0211 837 2417.

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