Industriepolitischer Dialog mit Vertretern der Bauwirtschaft

3. April 2009

Ministerin Christa Thoben und Minister Lutz Lienenkämper führen industriepolitische Dialoge fort: Gespräch mit Vertretern der Bauwirtschaft

Wirtschaftsministerin Christa Thoben und Bauminister Lutz Lienenkämper haben sich mit Spitzenvertretern der Bauwirtschaft in Nordrhein-Westfalen zum sechsten industriepolitischen Dialog getroffen und stellten fest:. „Im Vergleich zu anderen Branchen, z. B. Maschinenbau- oder Automobilindustrie, steht die Bauwirtschaft aktuell noch relativ gut da."

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie und das Ministerium für Bauen und Verkehr teilen mit:

Wirtschaftsministerin Christa Thoben und Bauminister Lutz Lienenkämper haben sich gestern (2. April 2009) in der Düsseldorfer Staatskanzlei mit Spitzenvertretern der Bauwirtschaft in Nordrhein-Westfalen zum sechsten industriepolitischen Dialog getroffen. Das Gespräch diente dem gegenseitigen Informationsaustausch über die Lage der Unternehmen der Bauwirtschaft, die gegenwärtige Wirtschafts- und Finanzkrise sowie die Entwicklungsperspektiven.

Nach rund 10-jähriger Strukturkrise in der Bauwirtschaft, in der etwa die Hälfte der Arbeitsplätze weggefallen ist, hat sich die Lage in der Bau­wirtschaft seit 2006 entspannt. In den schwierigen wirtschaftlichen Zeiten haben sich viele Bauunternehmen weitere Standbeine geschaffen, etwa im Dienstleistungsbereich rund um den Bau oder im Energiebereich. Die deutsche und nordrhein-westfälische Bauwirtschaft hat sich nach zwei Aufschwungjahren 2008 behauptet: Umsatzsteigerung in 2008 verglichen mit 2007 von 7,4 Prozent (Bund 6,1 Prozent). Trotz dieser insgesamt noch positiven Bilanz für das Jahr 2008 werden die Ka­pitalmarktkrise und die fortschreitende gesamtwirtschaftliche Rezession auch die deutsche Bauwirtschaft erreichen. Die Auftragseingänge in Nordrhein-Westfalen sind im 4. Quartal 2008 gegenüber dem 4. Quartal 2007 um 17,6 Prozent geschrumpft (Betrieb mit 20 und mehr Beschäf­tigten).

Für 2009 wird mit einer leichten Abnahme des realen Produktionsniveaus im Bauhauptgewerbe gerechnet. Erwartet werden eine weitere Verschlechterung beim Wohnungsneubau und ein Einbruch beim Wirtschaftsbau. Der durch die Konjunkturpakete verstärkte öffentliche Hoch- und Tiefbau wird einen Teil der Ausfälle in den anderen Sparten kom­pensieren.

Wirtschaftsministerin Christa Thoben und Bauminister Lutz Lienen­kämper: „Im Vergleich zu anderen Branchen, z. B. Maschinenbau- oder Automobilindustrie, steht die Bauwirtschaft aktuell noch relativ gut da. Die durch Bund und Länder im Rahmen der Konjunkturpakete bereit­gestellten Mittel für Maßnahmen im Bereich Gebäude und Infrastruktur und die Aufstockung der Mittel im Landesstraßenbau werden für zu­sätzliche Nachfrage in der Bauwirtschaft sorgen. Allerdings müssen wir darauf drängen, dass die Konjunkturpakete zügig umgesetzt werden, damit die zu erwartende Negativentwicklung zumindest teilweise kom­pensiert wird.“

Seit Beginn des Jahres führt Ministerpräsident Rüttgers branchenbezo­gene Industriedialoge. Das Treffen mit den Vertretern der Bauwirtschaft war bereits das sechste im Rahmen der Gesprächsreihe. Zuvor hatte sich der Ministerpräsident zusammen mit den jeweiligen Fachministern bereits mit Vertretern der Automobil-, der Chemie- und Pharmabranche, der Banken und Versicherungen, der energieintensiven Industrien sowie des Maschinen- und Anlagenbaus getroffen.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.