Im Dialog mit Umweltverbänden und Gewerkschaftern

10. November 2009

Ministerin Christa Thoben spricht mit Umweltverbänden und Gewerkschaftern: Klimaschutz ohne Alternative / Stilllegung von Altanlagen im Kraftwerkspark nächstes Thema

Wirtschaftsministerin Christa Thoben hat ein erstes Gespräch mit Spitzenvertretern von Umweltverbänden und der Gewerkschaften IGBCE und DGB geführt. Dabei war man sich generell einig, dass gemeinsame Gespräche über die Ziele des Klimaschutzes, aber auch eine gute Zukunft für den Industriestandort Nordrhein-Westfalen ohne Alternative sind.

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie teilt mit:

Wirtschaftsministerin Christa Thoben hat heute, 10. November 2009, ein erstes Gespräch mit den Spitzen der anerkannten nordrhein-westfälischen Umweltverbände sowie der IGBCE und des DGB geführt. Dabei war man sich generell einig, dass gemeinsame Gespräche über die Ziele des Klimaschutzes, aber auch eine gute Zukunft für den Industriestandort Nordrhein-Westfalen ohne Alternative sind. Klar ist nach Auffassung der Gewerkschaften und der Landesregierung, dass Klima- und Umweltschutz sowie die Weiterentwicklung der sogenannten Überlebenstechnologien erhebliche Chancen für zukunftsfähige Arbeitsplätze in Nordrhein-Westfalen bieten.

„Selbstverständlich haben wir heute nicht alle Fragen klären können, zu denen die Beteiligten verständlicherweise unterschiedliche Auffassungen haben. Dazu werden weitere Gespräche, auch mit Vertretern der Industrie, erforderlich sein. Es ist aber gelungen, vorurteilsfrei aufeinander zuzugehen und das Verständnis für die Positionen der Partner zu stärken, das wollen wir fortsetzen“, so Wirtschaftsministerin Christa Thoben heute in Düsseldorf.

Der Neubau klimaschonender, hocheffizienter fossiler Kraftwerke ist nach Auffassung der Gewerkschaften und der Landesregierung die Voraussetzung für die dringend erforderliche Stilllegung von Altanlagen im nordrhein-westfälischen Kraftwerkspark. Hierfür neben den rechtlichen Rahmenbedingungen auch Akzeptanz in wesentlichen Teilen der Bevölkerung zu erreichen, ist ein schwieriger, aber notwendiger Prozess.

Die Landesregierung will in sehr überschaubarer Zeit ein industrielles Leitbild für Nordrhein-Westfalen zusammen mit allen entscheidenden Partnern entwickeln. Dadurch soll deutlich stärker noch als bisher die Bedeutung industrieller Produktion für die Lösung der globalen Probleme unseres Jahrhunderts, seien es die Ernährung der Weltbevölkerung, die Bekämpfung von Seuchen und Krankheiten oder der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen, herausgearbeitet werden. „Hier bieten sich ungeheure Chancen für Wachstum und Beschäftigung. Es wäre naiv zu glauben, dass die weltweiten Probleme beim Klima- und Umweltschutz ohne technologische Lösungen zu bewältigen sind“, so noch einmal die Wirtschaftsministerin. Hier können sich nach ihrer Auffassung durchaus gemeinsame Positionen von Gewerkschaften, Umweltverbänden und Politik entwickeln lassen.

Denn Umwelt- und Klimaschutz können zum Jobmotor in Nordrhein-Westfalen werden, sie sind nach Auffassung der Landesregierung eine industriepolitische Chance für technologische Innovationen, mit denen den Exportchancen der Wirtschaft in Zeiten des weltweiten Kampfes gegen den Klimawandel zusätzlicher Schub gegeben werden kann. Fachleute erwarten allein im Bereich der regenerativen Energiewirtschaft von heute 4,5 auf 15 Milliarden Euro im Jahre 2020, zeitgleich wird voraussichtlich die Zahl der Beschäftigten in diesem Sektor von derzeit 22.400 auf 40.000 im Jahre 2020 steigen.

Teilnehmer des Gesprächs bei Wirtschaftsministerin Christa Thoben:

Michael Vassiliadis, Bundesvorsitzender IGBCE

Guntram Schneider, DGB-Bezirksvorsitzender NRW

Paul Kröfges, Vorsitzender des BUND NRW

Dr. Thomas Krämerkämper, Projektbeauftragter „Kraftwerk Datteln“ beim BUND NRW

Dirk Jansen, Geschäftsführer des BUND NRW

Marie-Luise Fasse MdL, Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband NRW

Josef Tumbrinck, NABU-Landesvorsitzender NRW

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, Telefon 0211 837 2417.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.