Offizielle Übergabe und Einweihung des „Solarthermischen Versuchskraftwerks Jülich“

20. August 2009

Ministerin Christa Thoben: „Das solar­thermische Versuchskraftwerk in Jülich ist ein weltweit zukunfts- und energiepolitisch weg­weisendes Beispiel“ / Offizielle Übergabe und Einweihung des „Solarthermischen Versuchskraftwerks Jülich“

Das Solarturmkraftwerk in Jülich geht jetzt in Betrieb. In Anwesenheit von Wirtschafts- und Energieministerin Christa Thoben und Bundes­umweltminister Sigmar Gabriel erfolgte heute die feierliche Übergabe des in seiner Art weltweit einzigartigen solarther­mischen Versuchs- und Demonstrationskraftwerks.

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie teilt mit:

Das Solarturmkraftwerk in Jülich geht jetzt in Betrieb. In Anwesenheit von Wirtschafts- und Energieministerin Christa Thoben und Bundes­umweltminister Sigmar Gabriel erfolgte heute (20. August 2009) die feierliche Übergabe des in seiner Art weltweit einzigartigen solarther­mischen Versuchs- und Demonstrationskraftwerks. Betreiber der Anlage, die eine elektrische Leistung von 1,5 Megawatt hat, sind die Stadtwerke Jülich.

"Insbesondere auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien, einem welt-weit boomendem Markt, können exportstarke Unternehmen partizi­pieren; das schafft Wachstum und Arbeitsplätze. Das Solarthermische Kraftwerk Jülich zielt genau in diese Richtung: Effiziente Techniken hier entwickeln, Wertschöpfung hier bei uns, aber Nutzung der Technologie vorwiegend in sonnenreicheren Regionen der Welt“, unterstrich Wirt­schaftsministerin Christa Thoben die industriepolitische Bedeutung des Projektes für Nordrhein-Westfalen.

Die insgesamt 23,2 Millionen Euro teure Anlage wurde von den Stadt­werken Jülich als zukünftigem Betreiber zusammen mit dem Solar-Institut Jülich (SIJ) der Fachhochschule Aachen, der Stadt Jülich, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) in Köln und den Kraftanlagen München (KAM) geplant.

Das nordrhein-westfälische Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, das Bundesumweltministerium und das Bayerische Wirt­schaftsministerium fördern das Projekt mit insgesamt 11,6 Millionen Euro. Knapp die Hälfte davon kommt mit 5 Millionen Euro aus dem Etat des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministeriums. Der restliche Betrag wird von den beteiligten Projektpartnern getragen.

Bei dem weltweit einzigartigen Solarturmkraftwerk auf dem Gelände der Stadt Jülich handelt es sich um ein konventionelles Dampfkraftwerk mit „solarer Feuerung“. Die bislang mit Öl, Gas oder Kohle befeuerte her­kömmliche Brennkammer wird durch eine solare Brennkammer ersetzt. Das Kraftwerk verfügt über eine Spiegelfläche von insgesamt etwa 18.000 . Durch die circa 2000 Spiegel wird die Luft zur Erzeugung von Wasserdampf auf 680°C erhitzt, um mit dem Wasserdampf Strom zu erzeugen und in das öffentliche Netz einzuspeisen. Solarthermische Kraftwerke im Mega-Watt-Maßstab könnten zukünftig einen erheb­lichen Teil des weltweiten Strombedarfs kostengünstig decken.

Schwankungen im Leistungsangebot der Sonneneinstrahlung sollen mittels eines neuartigen Speichers ausgeglichen werden. Dadurch kann die Stromerzeugung im Kraftwerk unabhängiger von der Sonnenein­strahlung und damit verbrauchsorientierter erfolgen. Diese innovativen Komponenten des Kraftwerks sind beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. in Köln entwickelt und patentiert worden und wurden bereits in Almeria in Spanien erfolgreich erprobt. In Jülich wird nun erstmals das Gesamtsystem aus den Solarkomponenten und den herkömmlichen Kraftwerksteilen entwickelt und getestet. In Zukunft könnte das Kraftwerk bei fehlender Sonneneinstrahlung auch konven­tionell mit Biomasse betrieben werden. Langfristig ließe sich mit Hilfe der Turmtechnologie sogar Wasserstoff durch Sonnenenergie erzeugen.

Weitere Informationen:
Professor Dr. Bernhard Hoffschmidt
Leiter des Solar-Instituts Jülich der Fachhochschule Aachen
Telefon (02461) 993 529
E-Mail: hoffschmidt@sij.fh-aachen.de
und zum Thema Kraftwerkstechnik NRW unter www.kraftwerkstechnik.nrw.de

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