Thoben: Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnik hat große wirtschaftliche Chancen

17. Mai 2010

Ministerin Christa Thoben: „Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnik ist Schlüssel­technologie mit großen wirtschaftlichen Chancen / Brennstoffzelle kann Exportschlager `Made in Nordrhein-Westfalen` werden“

Ministerin Thoben sieht in der Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnik eine Schlüsseltech­nologie mit großen wirtschaftlichen Chancen. Die Brennstoffzelle habe das Potential, „Exportschlager ‚Made in Nordrhein-Westfalen’ zu werden“.

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie teilt mit:

„Die Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnik ist eine Schlüsseltech­nologie, die große wirtschaftliche Chancen hat. Wir sehen in der Vielfalt der Anwendungen der Brennstoffzelle das Potenzial, ein Exportschlager „Made in Nordrhein-Westfalen“ zu werden. Deswegen gehört sie zu einem der Förder- und Entwicklungsschwerpunkte der Landesregierung im Energiebereich. Nordrhein-Westfalen hat jetzt schon in Deutschland eine führende Position in der Wasserstoff- und Brennstoffzellentech­nologie“, sagte Wirtschaftsministerin Christa Thoben heute (17. Mai 2010) anlässlich der Eröffnung der 18. Weltwasserstoffkonferenz (World Hydrogen Energy Conference / WHEC 2010) in Essen.

Zu der Konferenz von Spitzenwissenschaftlern aus aller Welt mit drei­tägiger Messe und Begleitveranstaltungen werden rund 1500 Teil­nehmer aus dem In- und  Ausland erwartet. Ziel der alle zwei Jahre stattfindenden Veranstaltung ist es, den Grundstein für die bevor­stehende Markteinführung des Energieträgers Wasserstoff zu legen. Gleichzeitig soll sie Schaufenster der deutschen Brennstoffzellen- und Wasserstoffaktivitäten unter dem Dach des Nationalen Innovations­programm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) der Bundesregierung werden. Sie ist auch Teil des Programms der euro­päischen Kulturhauptstadt RUHR.2010. Das Land Nordrhein-Westfalen wie auch das Forschungszentrum Jülich unterstützen die WHEC 2010, die Organisation der Konferenz hat die EnergieAgentur.NRW übernom­men.

Die Landesregierung fördert eine Vielzahl an Forschungs-, Ent­wicklungs- und Demonstrationsprojekten der Industrie und der Wissen­schaft. So wurden bisher rund 90 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 165 Millionen Euro durch das Land und die Europäische Union mit 100 Millionen Euro unterstützt. Mit dem Leitprojekt  „NRW Hydrogen HyWay“ werden die zentralen Aktivitäten zum Aufbau einer funktio­nierenden, kostengünstigen Infrastruktur zur Bereitstellung von Wasser­stoff im Land nochmals intensiviert. Der „HyWay“ erstreckt sich vom Aachener Raum über Köln entlang der Wasserstoffpipeline bis ins Rhein-Ruhr-Gebiet und weiter ins Münsterland. Er vereinigt rund 40 geplante und bereits in der Umsetzung befindliche Projekte im Bereich der Brennstoffzellen- und Wasserstoffenergietechnik. Das Wirtschafts­ministerium des Landes Nordrhein-Westfalen und die EU stellten dafür weitere 60 Millionen Euro zur Verfügung.

Hinzu kommt die Verfügbarkeit großer Mengen Industriewasserstoffs im Land. „Dieser Wasserstoff bildet eine gute Startoption. Rund 260.000 PKW oder knapp 6.000 Busse könnten in NRW mit diesem Wasserstoff betrieben werden, ohne das auch nur ein zusätzliches Molekül Wasser­stoff erzeugt werden müsste. Angesichts von rund 10 Millionen PKW ein kleiner, aber ein sehr wichtiger erster Schritt,“ so die Ministerin.

Und die Zeit ist reif für weitere Schritte. Daher wird die EnergieAgentur.NRW als Repräsentant Nordrhein-Westfalens am 1. Juni 2010 der „Clean Energy Partnership“ (CEP) des Bundes im Rahmen des NIP beitreten. Damit sollen vor allem im öffentlichen Nahverkehr landes­übergreifende Projekte geplant und auch mit Fördermitteln des Bundes umgesetzt werden. Ministerin Thoben: „Von einzelnen Komponenten bis zu gesamten Anlagen, vom PKW bis zum öffentlichen Personennah­verkehr wird diese Technik in der EnergieRegion Nr. 1 entwickelt, produziert und welt-weit eingesetzt.“

Erster Tag der WHEC soll markante Signale setzen

Wasserstoff als Energieträger ist insbesondere für eine mobile Zukunft unverzichtbar. „Er passt ideal in die aktuelle Diskussion um Elektro­mobilität und erneuerbare Energien“, so Prof. Dr.-Ing. Detlef Stolten vom Forschungsinstitut Jülich, der als Chairman der 18. Weltwasserstoff­konferenz WHEC 2010 fungiert. „Der sogenannte grüne Wasserstoff, der aus regenerativen Energiequellen hergestellt wird, soll zukünftig entscheidend dabei helfen, klimaschädliche Emissionen stark zu redu­zieren. Denn mit der durch Wasserstoff betriebenen Brennstoffzelle lässt sich umweltverträgliche Mobilität kostengerecht realisieren – so sehen zumindest die viel versprechenden Pläne der Automobilindustrie ab 2015 aus.“

Informationen auch für die interessierte Allgemeinheit

“Die WHEC 2010 wird aber auch den allgemein Interessierten Einblicke in die Energiezukunft mit Wasserstoff-Anwendungen ermöglichen“, so Prof. Stolten. Begleitet wird die umfassende Konferenz, die in englischer Sprache stattfindet, von einer internationalen dreitägigen Fachmesse (17. bis 19. Mai 2010 in Halle 3 der Messe Essen) mit den neuesten Entwicklungen der Wasserstoff-Branche sowie Exkursionen zu Brenn­stoffzellenstandorten in Nordrhein-Westfalen. Den Besuchern in der Messe Essen wird zudem Gelegenheit geboten, mit Brennstoffzellen-Autos Probe zu fahren. Zusätzlich bietet die  Gastgeberstadt Essen als europäische Kulturhauptstadt RUHR.2010  ein umfangreiches Rahmen­programm an.
Internet:   www.energieregion.nrw.de   und   www.whec2010.com

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, Telefon 0211 837-2417.

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