Ministerin Steffens vergibt 17 Millionen Euro an 25 Siegerprojekte im Wettbewerb "IuK & Gender Med.NRW"

18. Juli 2011

Ministerin Barbara Steffens vergibt 17 Millionen Euro an 25 Siegerprojekte im Wettbewerb "IuK & Gender Med.NRW": Hohe Resonanz unterstreicht das große Potential der Gesundheitswirtschaft in Nordrhein-Westfalen

Landesgesundheitsministerin Barbara Steffens hat die Siegerprojekte im Wettbewerb IuK & Gender Med.NRW bekannt gegeben. 25 Projekte aus den Themenfeldern „Informations- und Kommunikationstechnologien im Gesundheitswesen" und "geschlechtergerechtes Gesundheitswesen" wurden von einer unabhängi­gen Jury aus 105 Bewerbungen mit über 340 Projektpartnerinnen und -partnern ausgewählt. Damit gehört dieser Wettbewerb zu den erfolg­reichsten im Rahmen der Clusterpolitik der Landesregierung.

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Landesgesundheitsministerin Barbara Steffens hat heute (18.7.2011) in Düsseldorf die Siegerprojekte im Wettbewerb IuK & Gender Med.NRW bekannt gegeben. 25 Projekte aus den Themenfeldern „Informations- und Kommunikationstechnologien im Gesundheitswesen" und "geschlechtergerechtes Gesundheitswesen" wurden von einer unabhängi­gen Jury aus 105 Bewerbungen mit über 340 Projektpartnerinnen und -partnern ausgewählt. Damit gehört dieser Wettbewerb zu den erfolg­reichsten im Rahmen der Clusterpolitik der Landesregierung.

„Es ist beispielhaft, wie Unternehmen und Einrichtungen des Gesund­heitswesens sowie Wissenschaft und Forschung in zahlreichen Ver­bundprojekten kooperieren und Produkte entwickeln, die nicht nur gute Aussichten haben, im Markt zu bestehen, sondern auch zu einer quali­tativ besseren medizinischen Versorgung im Interesse der Menschen in Nordrhein-Westfalen beitragen können", sagte Ministerin Steffens. "Die hohe Resonanz auf den Wettbewerb unterstreicht das große Potenzial, das in der  Gesundheitswirtschaft in Nordrhein-Westfalen steckt, die schon jetzt jährlich über 57 Milliarden Euro umsetzt und mehr als eine Million Menschen beschäftigt", betonte Steffens.

Die im Rahmen des Wettbewerbs "IuK & Gender Med.NRW" ausge­wählten Projekte konzentrieren sich auf vier Themenfelder:

  • Telemedizin
  • Telematik-Anwendungen
  • Geschlechtergerechte Personal- und Organisationsentwicklung in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen der Gesundheitswirt­schaft.
  • Geschlechtergerechte Diagnostik, Therapie und Prävention.

„Telemedizin und Telematik-Anwendungen müssen über praxisnahe Projekte aufgebaut werden, um sie dann in die Fläche zu bringen. Entscheidend ist für mich, dass sich die Technik an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten orientiert. Denn nicht alles, was technisch machbar ist, nutzt auch den Menschen", sagte die Ministerin.
Als Beispiele für ausgewählte Telemedizin- und Telematik-Anwendun­gen, die bundesweit richtungsweisend sind, nannte Ministerin Steffens:

  • Telemedizin-Projekte in der Gesundheitsregion Aachen, in der Gesundheitsmetropole Ruhr und der Modellregion Ostwestfalen Lippe, wie beispielsweise der Einsatz in der Intensivmedizin, in der onkologischen Versorgung und zur Bilddatendokumentation,
  • Projekte zur Einführung der elektronischen Fallakte bei Krebserkran­kungen, rheumatischen Krankheitsbildern und in der Palliativmedizin,
  • die elektronische Pflegedokumentation und den elektronischen Pflegebericht,
  • die elektronische Arzneimitteltherapiesicherheitsprüfung.

„Wir haben erheblichen Nachholbedarf in der geschlechtergerechten Gesundheitsversorgung, denn Krankheitssymptome und -verläufe bei Frauen und Männern sind häufig völlig unterschiedlich", so Ministerin Steffens. Ebenso müsse stärker als bisher beim Personalmanagement und der Organisation auf geschlechtersensible Ansätze geachtet wer­den.

Projekte für ein geschlechtergerechtes Gesundheitswesen, die jetzt ge­fördert werden, sind:

  • geschlechtergerechte Versorgung bei spezifischen Krankheitsbil­dern, z. B. Herzerkrankungen,
  • familienfreundliche Arbeitszeiten und Organisationsmodelle im Krankenhaus,
  • Versorgung von Patientinnen und Patienten nach Gewalterfah­rung,
  • Vereinbarkeit von Beruf und Pflege.

„Mit der Genderausrichtung betritt der Wettbewerb Neuland und ist eu­ropaweit vorbildlich", hob die Ministerin hervor.

Der Wettbewerb ist zentraler Bestandteil der Förderung der Gesund­heitswirtschaft in Nordrhein-Westfalen. Über 50 Millionen Euro für innovative Projekte in der Gesundheitswirtschaft stehen nunmehr insgesamt aus Landesmitteln und Mitteln der EU zur Verfügung.

Die Gewinnerinnen und Gewinner stammen aus allen Gesundheitsregi­onen Nordrhein-Westfalens, namentlich aus den Städten Aachen, Ahlen, Bad Lippspringe, Bochum, Bonn, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Haan, Hagen, Hattingen, Jülich, Kamp-Lintfort, Köln, Krefeld, Meerbusch, Mettmann, Mülheim an der Ruhr, Münster, Reck­linghausen, Rheine, Sendenhorst, Siegen, Solingen, Steinfurt, Witten, Wuppertal und Würselen. Die Siegerprojekte werden in die regionale Vernetzung eingebunden und durch das Strategiezentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen unterstützt.

Eingegangen waren 105 Projektskizzen mit insgesamt 341 Projektbetei­ligten. Ausgewählt wurden 25 Bewerbungen mit insgesamt 104 Projekt­beteiligten. Sie lösen Investitionen in einem Gesamtvolumen von rund 26 Millionen Euro aus, von denen rund 17 Millionen durch Land und EU getragen werden (12 Mio. € EU/5 Mio. € Land).
Eine Liste mit allen Siegerprojekten finden Sie im Internet unter www.mgepa.nrw.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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