Elternrecht auf Wahl des sonderpädagogischen Förderortes

28. Oktober 2009

Ministerin Barbara Sommer: Ziel ist ein ‚Elternrecht auf die Wahl des sonderpädagogischen Förderortes

Eine zentrale Frage der von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers einge­setzten Zukunftskommission im Bereich Schule dreht sich um die Wei­terentwicklung der schulischen Förderung von Kindern und Jugend­lichen mit Behinderungen. Schulministerin Sommer wirbt für ein Elternrecht auf Wahl des Förderortes für ihr Kind.

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Eine zentrale Frage der von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers einge­setzten Zukunftskommission im Bereich Schule dreht sich um die Wei­terentwicklung der schulischen Förderung von Kindern und Jugend­lichen mit Behinderungen. Auf Einladung von Schulministerin Barbara Sommer kamen heute Fachleute, Beteiligte von Schulen, Eltern und Ini­tiativen, die Interessen von Kindern mit Behinderungen vertreten, zu­sammen. Mehr als 130 Teilnehmer diskutierten bei der Veranstaltung „Neue Wege in der sonderpädagogischen Förderung“ in Köln mit der Ministerin. Barbara Sommer: „Wir müssen grundsätzlich dazu kommen, ein Elternrecht auf Wahl des Förderortes für ihr Kind zu etablieren – entweder eine Förderschule oder eine allgemeine Schule in zumutbarer Entfernung. Damit stehen wir in Nordrhein-Westfalen vor einem Para­digmenwechsel.“ Die Ministerin betonte gleichzeitig: „Ich setze mich für die Inklusion an allgemeinen Schulen und für die Beibehaltung der För­derschulen ein. Nur so können wir den äußerst heterogenen Förderbe­dürfnissen der Kinder mit Behinderungen gerecht werden. Für mich ist allein das Kindeswohl entscheidend. Deshalb darf es hier kein Entwe­der-Oder geben, sondern nur ein Sowohl-als-auch!“

Im vergangenen Schuljahr 2008/09 besuchten fast 15 Prozent (14,6 Prozent) der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf statt einer Förderschule eine allgemeine Schule. Damit ist die Integrationsquote gegenüber dem Schuljahr 2004/2005 (10,7 Prozent) um rund vier Pro­zentpunkte gestiegen. Entsprechend nahm die Zahl der Lehrerstellen für sonderpädagogische Förderung im gemeinsamen Unterricht von 959 Stellen auf 1.606 Stellen zu.

Es ist das Ziel der Landesregierung, das gemeinsame Lernen von Kin­dern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf weiter auszu­bauen. Erste Erfolge wurden bereits erzielt: Kinder mit sonderpädagogi­schem Förderbedarf werden zunehmend in den Alltag allgemeiner Schulen integriert. Dies belegen Zahlen, die das Schulministerium für die Große Anfrage zur Situation der sonderpädagogischen Förderung in Nordrhein-Westfalen erhoben hat:

..

2008

2004

2000

S + S mit sonderpädagogischem Förderbedarf insgesamt

126.257

122.989

108.119

S + S mit sonderpädagogischem im Gemeinsamen Unterricht

18.486

(14,6 %)

13.198

(10,7%)

9.565

(8,8%)

S + S mit sonderpädagogischem Förderbedarf an Förderschulen

107.771

(85,4%)

109.791

(89,3%)

98.554

(91,2%)

Ministerin Sommer: „Ein wichtiger Baustein in der sonderpädagogischen Förderung ist die Einrichtung der Kompetenzzentren. Dieses Konzept soll vor Ort neue Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen. Hierzu zählt vor allem eine wohnortnähere und präventive Förderung in den allgemeinen Schulen. Wir wollen mit den Kompetenzzentren neue Spielräume vor Ort öffnen. Wir geben den Kompetenzzentren einen großen pädagogi­schen Gestaltungsraum. Und ich bin überzeugt: Mit regionalen Gesamt­konzepten von sonderpädagogischer Förderung werden wir mehr Kin­der in allgemeinen Schulen rechtzeitig fördern.“

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Schule und Weiterbildung, Telefon 0211 5867-3505 oder -3506.

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