Erstmalig: Bildungsgrundsätze für Kinder von null bis zehn Jahren

22. April 2010

Ministerin Barbara Sommer und Minister Armin Laschet legen erstmals Bildungsgrundsätze für Kinder von null bis zehn Jahren vor: „Brücken bauen für den Übergang von der KiTa in die Grundschule“

„Wir wollen der Bildungsförderung für Kinder eine langfristige Perspektive geben und die unterschiedlichen Aufträge von Kindertageseinrichtungen und Grundschulen eng verbinden. Denn Bildung ist der Schlüssel zum Aufstieg", sagten Schulministerin Sommer und Jugendminister Laschet anlässlich des Kabinettbeschlusses, eine Erprobungsphase für die Bildungsgrundsätze für Kinder bis zu zehn Jahren zu beginnen.

Das Ministerium für Schule und Weitebildung und das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration teilen mit:

„Wir wollen der Bildungsförderung für Kinder eine langfristige Perspektive geben und die unterschiedlichen Aufträge von Kindertageseinrichtungen und Grundschulen eng verbinden. Denn Bildung ist der Schlüssel zum Aufstieg. Und wir wollen jedem einzelnen Kind die Chance zum Aufstieg ermöglichen", sagten Schulministerin Barbara Sommer und Jugendminister Armin Laschet in Düsseldorf anlässlich des Kabinettbeschlusses, eine Erprobungsphase für die Bildungsgrundsätze "Mehr Chancen durch Bildung von Anfang an - Grundsätze zur Bildungsförderung für Kinder von null bis zehn Jahren in Kindertageseinrichtungen und Schulen im Primarbereich in Nordrhein-Westfalen" zu beginnen.

Die Bildungsgrundsätze für Kinder von null bis zehn Jahren, die in Nordrhein-Westfalen zum ersten Mal vorgelegt werden, sind in einem eineinhalbjährigen Dialogprozess und im Konsens mit den sechs Wohlfahrtsverbänden, den Kirchen, den kommunalen Spitzenverbänden sowie mit Experten aus Praxis und Wissenschaft erarbeitet worden. „Wir lösen damit ein, was im KiBiz verankert ist. Und wir zeigen einmal mehr, dass wir die Experten der Praxis ernst nehmen“, sagte Laschet, der das partnerschaftliche Miteinander des Landes und der Träger hervorhob. Im Einvernehmen mit den Trägern werden die Bildungsgrundsätze bis Ende 2011 in der Praxis erprobt. Die Erprobung der Bildungsgrundsätze fördert die Landesregierung mit 180.000 Euro.

„Zwei zentrale Anliegen unserer erfolgreichen Bildungspolitik werden hier miteinander verbunden: Wir setzen auf individuelle Förderung, die ein zentrales Anliegen der Landesregierung ist und für die Lehrkräfte wie Erzieherinnen tagtäglich kämpfen. Wir kümmern uns um jedes einzelne Kind. Und es geht auch um eine kontinuierliche Bildungsbiografie, die niemanden zurücklässt. Kein Kind darf verloren gehen!“, so die Minister.

Im Zentrum der Bildungsgrundsätze steht die Frage, wie es bereits in den frühen Lebensjahren gelingen kann, Kinder so zu fördern, dass ihnen der Zugang zu Bildung offen steht – unabhängig von der Herkunft und dem Bildungsniveau der Eltern. „Wir wollen, dass in unserem Land kein Kind aufgrund seiner sozialen Herkunft benachteiligt wird. Wir brauchen also noch mehr Brücken und nicht Brüche beim Übergang vom Kindergarten in die Grundschule“, so die beiden Minister.
Die Grundsätze sollen dazu beitragen, ein gemeinsames Bildungs- und Erziehungsverständnis im Elementar- und Primarbereich zu entwickeln und die Zusammenarbeit der Beschäftigten in diesen Bereichen im Sinne einer kontinuierlichen Bildungsbiografie zu verbessern. „Das Spezifische beider Bildungseinrichtungen bleibt erhalten. Schule bleibt Schule und KiTa bleibt KiTa“, hob Ministerin Sommer hervor.

Anhand von zehn Bildungsbereichen wird konkret aufgezeigt, welche Perspektiven für die Praxis es gibt. Mit Blick auf die zunehmende Zahl von übergewichtigen Kindern kommt zum Beispiel dem Bildungsbereich „Körper, Gesundheit und Ernährung“ große Bedeutung zu. Damit Kinder früh lernen, sich gesund zu ernähren, werden unter anderem Kochkurse für Eltern und Kinder vorgeschlagen, Besuche beim örtlichen Bäcker oder auf dem Markt sowie der Anbau von Gemüse, Obst oder Kräutern in den Einrichtungen.

Ein weiteres Beispiel ist der Bereich der religiösen Bildung. Minister Laschet: „Kinder wachsen heute in einer zunehmend kulturell und religiös vielfältigen Gesellschaft auf. Umso wichtiger ist es, dass sie die Möglichkeit erhalten, sich von Anfang an mit religiösen und ethischen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Daher haben wir auch 'Religion und Ethik' als Bildungsbereich berücksichtigt." Die religiöse Vielfalt der Gesellschaft könne dadurch erfahrbar werden, dass religiöse Feste im Alltag der Kindertagesstätte oder Schule thematisiert werden oder Kinder religiöse Gegenstände, die Zuhause genutzt werden, mitbringen und erklären.
Nach den Sommerferien sollen alle Kindertageseinrichtungen und Schulen die Möglichkeit erhalten, die Bildungsgrundsätze in der Praxis zu erproben. In rund 60 Grundschulen und 120 Kindertageseinrichtungen soll dies verbindlich geschehen. Die Erprobungsphase wird wissenschaftlich begleitet und bis Ende 2011 dauern. Unterstützt wird der Prozess durch einen Beirat, in dem neben der Praxis und den Trägern beider Systeme auch Vertretungen der Eltern beteiligt sind.

Weitere Informationen zu den Bildungsgrundsätzen erhalten Sie unter www.mgffi.nrw.de oder www.schulministerium.nrw.de.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Schule und Weiterbildung, Telefon 0211 5867 3505 oder -3506 oder an die Pressestelle des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration, Telefon 0211 8618 4338.

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