Schule: Sichtbarer Beleg erfolgreiche Bildungspolitik der letzten fünf Jahre

23. Juni 2010

Ministerin Barbara Sommer: „Sichtbarer Beleg der erfolgreichen Bildungspolitik der letzten fünf Jahre“ / Nordrhein-Westfalen erstmals bei nationalem Bildungsvergleich im oberen Drittel

Nordrhein-Westfalen hat im nationalen Bildungsvergleich deutlich aufgeholt. Die Neuntklässler erreichten bei Englisch und Hörverstehen Rangplätze im oberen Drittel aller Länder.

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Die Kultusministerkonferenz hat heute in Berlin die Ergebnisse der ersten länderübergreifenden Überprüfung der nationalen Bildungs­standards in den Fächern Deutsch und Englisch vorgestellt. Getestet wurden im Mai 2009 in den 9. Klassen das Lese- und Hörverständnis in beiden Fächern sowie in Deutsch zusätzlich die Rechtschreibung. Nordrhein-Westfalen erreichte in Orthographie sowie Leseverstehen Rang­plätze im Mittelfeld der Länder und im Bereich des Hörverstehens mit Rang 5 ein Ergebnis im oberen Drittel aller 16 Länder. Auch in Englisch erreichten die Schülerinnen und Schüler sowohl im Lese- wie Hörver­stehen Rang 5 und damit ein hervorragendes Ergebnis in diesem zum ersten Mal getesteten Fach.

Schulministerin Barbara Sommer: „Bei PISA 2000 und 2003 gehörte Nordrhein-Westfalen unter der rot-grünen Vorgängerregierung noch zu den Schlusslichtern. Bei Pisa 2006 waren dann bereits deutliche Ver­besserungen festzustellen. Jetzt ist endlich der Durchbruch gelungen. Nordrhein-Westfalen hat nicht nur deutlich aufgeholt, sondern rangiert nun sogar erstmals bei einem nationalen Bildungsvergleich im oberen Drittel aller 16 Länder. Dies ist ein sichtbarer Beleg für die erfolgreiche Bildungspolitik der letzten fünf Jahre.“

Diese Ergebnisse sind nach Ansicht von Ministerin Sommer auch des­halb besonders erfreulich und bemerkenswert, weil Nordrhein-Westfalen – wie gerade der in der vergangenen Woche vorgestellte nationale Bildungsbericht 2010 gezeigt hat – das Flächenland mit dem größten Anteil von Schülerinnen und Schülern aus bildungsfernen und sozial benachteiligten Elternhäusern ist.

Spitzenreiter des Ländervergleichs waren insgesamt – wie bereits bei PISA – die Länder Bayern und Baden-Württemberg. Besonders un­günstig schnitten die Stadtstaaten Bremen, Berlin und Hamburg sowie Brandenburg ab.

Schülerinnen erreichen bundesweit in Deutsch und Englisch bessere Ergebnisse als Schüler. Besonders deutlich ist der Vorsprung der Mädchen in Orthographie (Deutsch). In Nordrhein-Westfalen allerdings sind die Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen nicht so gravie­rend. Die Jungen aus Nordrhein-Westfalen erreichten in Französisch – das nur in wenigen Ländern getestet wurde – sogar die besten Ergeb­nisse aller beteiligten Länder.

Schülerinnen und Schüler aus bildungsfernen Elternhäusern schneiden in Deutschland ungünstiger ab als Jugendliche aus sozial besser ge­stellten Familien. Während bei den ersten Pisa-Untersuchungen 2000 und 2003 die Abhängigkeit des Bildungserfolgs von der sozialen Herkunft in Nordrhein-Westfalen neben Bremen am höchsten war, liegt Nordrhein-Westfalen erfreulicherweise jetzt in dieser Frage im Länder­durchschnitt. Ministerin Sommer: „Ich sehe darin auch eine wichtige Bestätigung der Bildungspoltik der schwarz-gelben Landesregierung. In den letzten fünf Jahren ist das Thema Bildungsgerechtigkeit mit einem Bündel von Maßnahmen wie etwa der Ganztagsoffensive, dem Ausbau der Schulsozialarbeit und der intensivierten Sprachförderung konse­quent angegangen worden.“
Auch Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte erreichten in allen getesteten Bereichen für Nordrhein-Westfalen erfreuliche Ergebnisse mit Punktwerten, die im Bundesdurchschnitt liegen. Für Ministerin Sommer ist dies ebenfalls ein positive Rückmeldung im Hinblick auf die erheblichen integrationspolitischen Anstrengungen der letzten Jahre.

Bezüglich der Gymnasien in Nordrhein-Westfalen zeigt der Länderver­gleich einen weiteren außerordentlichen Befund. Die Schülerinnen und Schüler im Gymnasium in Nordrhein-Westfalen erreichen die erwarteten KMK-Regelstandards für den mittleren Schulabschluss zu weiten Teilen bereits ein Jahr früher in Klasse 9 – in Fach Deutsch sind dies 90 Prozent und mehr. In den anderen Schulformen gibt es einen größeren Anteil an Schülerinnen und Schülern, die noch unter den Erwartungen der KMK-Regelstandards liegen und bis zum Abschluss der Klasse 10 weiterer Förderung bedürfen.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich die von der Landesregierung seit dem Schuljahr 2005/2006 für alle Schulformen vorgenommene deutliche Aufstockung der erteilten Unterrichtsstunden in der Sekundarstufe I, beispielsweise im Gymnasium von 148 Stunden in den Klassen 5 bis 9 auf 163 Stunden, noch nicht positiv auswirken konnte. Nordrhein-West­falen ist eines von vier Ländern, in denen die Umstellung auf das 8-jäh­rige Gymnasium noch nicht den 2009 getesteten 9. Jahrgang betraf. Schulpolitische Maßnahmen benötigen Zeit, bis konkrete Wirkungen bei Leistungsvergleichen messbar sind.
Schulministerin Sommer bedankt sich bei allen Lehrerinnen und Lehrern für ihr Engagement der letzten Jahren, denn ohne deren engagierter Einsatz wäre diese erhebliche Leistungssteigerung im Ländervergleich nicht möglich gewesen.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Schule und Weiterbildung, Telefon 0211 5867-3505 oder -3506.

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