Minister Voigtsberger zeichnet 16 „Ab in die Mitte!“-Kommunen aus

21. Dezember 2011

Minister Voigtsberger zeichnet 16 „Ab in die Mitte!“-Kommunen aus – Initiative fördert Gewinner 2012 bei der Nutzung von lokalem „freiRAUM“

Das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen hat die 34 Kommunen, die sich am Landeswettbewerb „Ab in die Mitte! – Die City-Offensive NRW“ beteiligt haben, über den Ausgang der Juryentscheidung informiert.

Das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr teilt mit:

Das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen hat die 34 Kommunen, die sich am Landeswettbewerb „Ab in die Mitte! – Die City-Offensive NRW“ beteiligt haben, über den Ausgang der Juryentscheidung informiert.

16 Städte und Gemeinden in NRW hat das Ministerium ausgewählt: Bad Laasphe, Bocholt, Bochum, Hamm, Ibbenbüren, Kleve, Krefeld, Lügde, Münster, Radevormwald, Schöppingen, Stadtlohn, Steinfurt, Wesel, Wetter und Winterberg. Das Land unterstützt die Initiative im kommenden Jahr mit einer Fördersumme von 540.000 Euro.

Darüber hinaus hat die Jury der Stadt Hagen eine besondere Aner­kennung für ihren Projektantrag ausgesprochen und dem Ministerium empfohlen, diesen aus Mitteln des Bundesprogramms „Soziale Stadt“ zu fördern.

Zum dreizehnten Mal waren die Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen aufgerufen, sich an dem Landeswettbewerb zu beteiligen. Das zentrale Motto im kommenden Jahr lautet „freiRAUM“. Minister Voigtsberger betont die Herausforderung, die dieses Motto an die Bewerber stellt: „Freie Räume in der Innenstadt sind für die Stadtent­wicklung Herausforderung und Chance zugleich. Sie können Vieles sein: Grünflächen, Baulücken, Brachflächen, Ladenleerstände. Die Städte waren aufgefordert, ihre Freiräume auszuloten und mit Leben zu füllen.“ Die besten Wettbewerbsbeiträge werden am 1. März 2012 in Solingen geehrt.

Kurzübersicht der siegreichen Projekte:

  • Im Fokus des Projektes „Bad Laasphe legt los! Neue Sicht auf alte Plätze“ steht das Schaffen eines neuen Bewusstseins der lokalen Akteure für die eigenen Potenziale und die Entfaltung breiter Koope­rationen. Das Projekt verfolgt drei Handlungsansätze: Stärkung bürgerschaftlichen Engagements, Bad Laasphe als Gesundheits­standort sowie Kunst und Kultur im öffentlichen Raum.
  • Bocholt konzentriert sich mit dem Projekt „Wir sind Bocholt!“ auf die Themen Ladenleerstand und Verkaufsflächenmanagement. Das Konzept will aufmerksam machen und für Aufbruchsstimmung in der Stadt sorgen.
  • Bochum setzt mit dem Wettbewerbsantrag „LEER“ auf einen Perspektivwechsel. Mit acht unterschiedlichen Projektbausteinen verfolgt die Veranstaltungsreihe das Ziel, mit Hilfe von Inszenie­rungen und temporären Interventionen neue Sichtweisen auf die Bochumer Innenstadt zu ermöglichen.
  • Im Mittelpunkt des Projektes „kunstvollerleben“ in Hamm steht das dortige Martin-Luther-Viertel. Dabei soll Kunst im öffentlichen Raum als attraktives und erlebbares Element den Einzelhandel stärken. Langfristig soll durch die geplanten Aktionen die Hammer Innenstadt mit allen ansässigen Unternehmen profitieren.
  • Im Zuge des Projekts „Ibbenbüren öffnet Türen: Wir bauen uns eine Mall“ wollen Innenstadtkaufleute einen Teil der City temporär zur Mall machen. Neben der Veränderung des äußeren Erscheinungs­bildes und eines kulturellen Programms, das reale und virtuelle Freiräume nutzt, ist das Ziel eine gemeinsame Vereinbarung zu mehr Leistungsfähigkeit und Qualität.
  • Das Projekt „Licht aus! Spot an!“ zeigt „Kleve ganz hell(e)!“ Für die Klever Innenstadt sollen neue LIGHTlinien entstehen, die städte­bauliche, inhaltliche und organisatorische Perspektiven zum Thema Licht aufzeigen und visualisieren.
  • Krefeld stärkt mit dem Projekt „Qualitätskultur(en) – Krefeld3“ drei Innenstadtquartiere als Gemeinschaft von Händlern, Eigentümern, Bewohnern und Künstlern. Neben der Schaffung von Nutzungs­perspektiven für Leerstände und „Unorte“ soll so eine neue Gesprächskultur entstehen.
  • „Stadt, Land, Fluss“ heißt der Untertitel des Projektes „Lügder Lebens(t)räume“. In diesem Zuge soll der Freiraum Emmerauenpark mit nachhaltigen Impulsen für Erlebnis- und Aufenthaltsqualität ausgestattet werden. Mittels Planungswerkstätten und einem in Zusammenarbeit mit Handel und Gastronomie entwickelten Baustellenmarketing werden begonnene Beteiligungsprozesse weiterentwickelt.
  • Im Mittelpunkt des Projekts „1Aa – Münster im Fluss“ steht die münstersche Aa, ein kleiner, kaum wahrgenommener Fluss. Das Projekt entdeckt Freiräume im Sinne von Entschleunigungszonen in der Innenstadt, zeigt aber auch auf ungewollte Freiräume. So soll präventiv gehandelt werden, bevor Leerstände entstehen.
  • Die Freiräume der Innenstadt von Radevormwald rücken durch die „Rader LokalZeit“ in den Blickpunkt. Die Innenstadt wird zur Bühne, zum Atelier, zum Drehort, zum Treffpunkt, zum Kulturzentrum, zur Galerie, zur Kaffeetafel, zum Sportplatz und zum Markt. So werden gemeinsam neue Räume für alle Generationen in der City geschaffen.
  • Das Projekt „freiRaum – Gründerzeit“ in Schöppingen interpretiert Freiräume nicht allein als Leerstand oder Brachland, sondern auch als phantasievollen Möglichkeitsraum. Die Bürgerinnen und Bürger sollen Schöppingen mit den Entwicklungsmöglichkeiten auch als Raum wahrnehmen, der zum Leben, Arbeiten, Wohnen und für die Freizeit auch in Zukunft gerüstet ist.
  • Stadtlohn platziert sich – Mein Platz! Mein Zuhause!“ stellt die Gestaltung, Nutzung und identifikatorische Bedeutung der inner­städtischen Platzangebote und speziell des Marktplatzes in den Vordergrund. Ziele sind u. a die Kommunikation der anstehenden städtebaulichen Veränderungen, die Aktivierung des Marktplatzes als „gute Stube“ Stadtlohns sowie die Entwicklung neuer Bespielungsformate.
  • Im „Kaufhaus Wissenschaft“ in Steinfurt vermitteln Kulturakteure, Wissenschaftler und Künstler in leer stehenden Geschäftsräumen Kunst, machen Steinfurter Wissenschaftstradition erlebbar und ver­binden Wissenschaft und Kunst miteinander. So sollen Investoren auf Leerstände aufmerksam gemacht und geworben werden.
  • Mit den „Weseler Seitensprüngen“ fokussiert Wesel auf den „Kreativ.Raum.Stadt“. Der Umbau der Fußgängerzone wird dabei genutzt, um auf verborgene Raumpotenziale aufmerksam zu machen und neue Perspektiven für innerstädtisches Wohnen zu entwickeln.
  •  Wetter schafft „freiRäume für die Sinne“ – und zielt dabei vor allem auf die Umgestaltung des Bahnhofsquartiers, einer Industriebrache und einem 2010 beschlossenen Umbaugebiet. Das Projekt greift die derzeitige Situation mit ihren benannten Schwächen auf und eröffnet Freiraum für neue Gestaltungsideen im öffentlichen Raum.
  • Im Projekt „Promenadenmischung – Die Mischung macht’s!“ in Winterberg rücken Hinterhöfe und Plätze in der Innenstadt in den Fokus der Betrachtung. Durch Ruheräume, Skulpturen und Hundetreffplätze in Hinterhöfen sollen die Ziele der Aktivitäten, das Entdecken, die Bewusstmachung und das Erleben „freier“ Stadt­räume auf zum Teil ungewöhnliche Weise erreicht werden. Die Erkenntnisse von „Ab in die Mitte!“ fließen in die längerfristige Aufwertung der Innenstadt-Nebenlagen ein.
  • Darüber hinaus beabsichtigt Hagen mit dem Projekt „Garten.Reich! – Wehringhausen wächst zusammen“, einen mobilen Nachbarschafts­garten als Instrument einer integrierten Stadtentwicklung umzu­setzen.

Das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr finanziert die Public-Private-Partnership-Initiative „Ab in die Mitte!“ gemeinsam mit der GALERIA Kaufhof GmbH und der Multi Development GmbH. Darüber hinaus unterstützen der Handelsverband NRW, der Städtetag NRW, der Städte- und Gemeindebund NRW, McDonald’s Deutschland Inc., die Ströer Deutsche Städte Medien GmbH, das handelsjournal und die WELT am Sonntag die Initiative. Insgesamt beläuft sich die Fördersumme durch Geld oder geldwerte Leistungen auf mehr als 1,1 Millionen Euro.

Weitere Informationen gibt es auf www.abindiemitte-nrw.de. Hier finden sich auch Informationen zu den Initiatoren und Sponsoren.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr, Cornelia Franken, Telefon 0211 3843-1019, E-Mail: cornelia.franken@mwebwv.nrw.de.

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