Minister Voigtsberger wirbt für Einsatz moderner Notbremssysteme

7. Dezember 2011

Minister Voigtsberger wirbt für Einsatz moderner Notbremssysteme - Viele LKW-Unfälle ließen sich vermeiden

Die verpflichtende Einführung moderner Bremsassistenzsysteme im Jahr 2015 kommt nach Ansicht von Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger zu spät. „Viele Unfälle an Stauenden ließen sich ver­meiden, wenn LKW bereits heute mit automatischen Bremssystemen ausgerüstet wären“, sagte Voigtsberger beim Test eines solchen Systems.

Das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr teilt mit:

Die verpflichtende Einführung moderner Bremsassistenzsysteme im Jahr 2015 kommt nach Ansicht von Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger zu spät. „Viele Unfälle an Stauenden ließen sich ver­meiden, wenn LKW bereits heute mit automatischen Bremssystemen ausgerüstet wären“, sagte Voigtsberger beim Test eines solchen Systems am Mittwoch. „Ich ermuntere Hersteller, Versicherer und die Spediteure, alles zu tun, damit die aktiven Sicherheitssysteme schneller kommen als die Rechtslage verlangt.“

Auf dem Gelände des Flughafens Köln-Bonn hatte sich Minister Voigtsberger zusammen mit dem TÜV Rheinland das neueste Not­bremssystem „Active Brake Assist 2“ des LKW–Herstellers Mercedes-Benz vorführen lassen. Bei 70 km/h bremste der Test-LKW ohne Zutun des Fahrers automatisch vor einem Hindernis ab. Minister Voigtsberger ließ es sich nicht nehmen, selbst an Bord des LKW zu steigen, um den Test hautnah mitzuerleben.

Voigtsberger forderte einen Paradigmenwechsel: „Wir müssen Unfälle vermeiden, nicht nur Unfallfolgen mildern“, verlangte der Verkehrs­minister. „Passive Sicherheit, Airbags und Verformungszonen haben sich überall durchgesetzt. Jetzt muss die Entwicklung zur aktiven Unfall­vermeidung gehen. Spur- und Bremsassistenz, automatischer Abstandswarner, Totwinkel-Überwachung, Verkehrzeichenerkennung, all das ist technisch machbar und muss Standard werden“, forderte Voigtsberger.

Von den über 10 Millionen in NRW zugelassenen Kraftfahrzeugen sind rund 700.000 LKW und Sattelzüge. Im Jahr 2010 wurden hier über 50.000 LKW neu zugelassen.

Der TÜV Rheinland überwacht im Auftrag des Ministeriums die Einsatz­reife elektronischer Fahrassistenzsysteme und erteilt die Betriebs­erlaubnis. Prof. Dr.-Ing. Jürgen Brauckmann, Vorstand Mobilität TÜV Rheinland, stellte fest: „Die Technik ist wesentlich weiter als die heutige Gesetzeslage. Eine Anpassung an das heute vielfach Erprobte ist wünschenswert. Die Nichtabschaltbarkeit der Assistenzsysteme ist eine weitere wesentliche Verbesserung im Sinne der Verkehrsicherheit.“

Die EU hat für neu zugelassene Lkw den Einbau eines Notbrems­systems und eines Spurhalte-Warnsystems ab 1. November 2015 vor­geschrieben. Verkehrsminister Voigtsberger will erreichen, dass neue LKW freiwillig bereits jetzt mit Bremsassistenten ausgerüstet werden.

Voigtsberger appellierte an die Hersteller, günstige Sicherheitspakete anzubieten, an die Versicherungswirtschaft, Kaufanreize durch bessere Prämien zu schaffen, und an die Speditionsunternehmen, bereits jetzt in mehr Sicherheit für Fahrer und Fahrzeuge zu investieren.

Pressekontakt:

Bernhard Meier, Telefon 0211 3843-1013, E-Mail: bernhard.meier@mwebwv.nrw.de

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