Minister Voigtsberger führt in Japan Gespräche zur künftigen Energiepolitik in beiden Ländern

7. September 2011

Minister Voigtsberger führt in Japan Gespräche zur künftigen Energiepolitik in beiden Ländern

Im Rahmen seiner einwöchigen Japanreise sprach Wirtschaftsminister Voigtsberger auch mit führenden Vertretern des Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI). Die japanischen Gesprächspartner zeigten sich dabei insbesondere an der energiepolitischen Diskussion in Deutschland als Folge des Reaktorunfalls von Fukushima interessiert. Die Entwicklungen im hoch technologisierten Deutschland, das gerade in der Energiepolitik als Vorreiter gelte, beobachtet man in Japan mit Spannung.

Das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr teilt mit:

Im Rahmen seiner einwöchigen Japanreise sprach Wirtschaftsminister Voigtsberger auch mit führenden Vertretern des Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI). Die japanischen Gesprächspartner zeigten sich dabei insbesondere an der energiepolitischen Diskussion in Deutschland als Folge des Reaktorunfalls von Fukushima interessiert. Die Entwicklungen im hoch technologisierten Deutschland, das gerade in der Energiepolitik als Vorreiter gelte, beobachtet man in Japan mit Spannung.

Chancen für einen mittelfristigen Ausstieg Japans aus der Atomkraft sieht man im METI kaum. Grund sei einmal die Insellage, die in Notfäl­len eine Versorgung über die Versorgungsnetze anderer Länder nicht ermögliche. Weiter sei mangels ausreichender heimischer fossiler Energieträger und der für eine extensive Windenergienutzung ungünstigen geographischen Bedingungen ein vollständiger Verzicht auf Atomenergie nicht realisierbar.

Auf den endgültigen Ausstieg Deutschlands angesprochen, verwies Voigtsberger darauf, dass es nach Fukushima in der Gesellschaft einen breiten Konsens gebe, die bisherige Atompolitik nicht fortzusetzen. Die­ser Konsens müsse jetzt in politische Entscheidungen umgesetzt werden.

Der Atomausstieg stelle für Deutschland eine große Herausforderung, aber auch eine enorme Chance dar, so Voigtsberger. Beim Umbau der deutschen Energielandschaft komme es entscheidend darauf an, dass die Stromversorgung sicher und klimafreundlicher organisiert werden und die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie erhalten bleiben müsse. Voigtsberger: „Für uns sind dabei hocheffiziente moderne Kraftwerke auf fossiler Basis als Brückentechnologie unverzichtbar. Wir werden mit Unterstützung der nordrhein-westfälischen Unternehmer und For­schungseinrichtungen zeigen, dass wirtschaftlicher Erfolg in einer in­dustriell geprägten und dicht besiedelten Region und eine zukunftsorientierte Energie- und Klimaschutzpolitik nicht im Widerspruch zuein­ander stehen.“

Voigtsberger betonte die Gemeinsamkeiten beider Länder hinsichtlich des Industrialisierungsgrades und Besiedlungsdichte. „Unsere Gespräche können mit Blick auf die Anforderungen an die Energieversorgung der Zukunft für beide Seiten wertvolle Impulse liefern“, so der Minister.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums  für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr, Telefon 0211 3843-1015.

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