Programm für Obdachlose wird weiterentwickelt

10. Dezember 2010

Minister Schneider: Wir werden das Programm für Obdachlose weiterentwickeln / Sozialminister eröffnet Benefiz-Ausstellung von „Fiftyfifty“

Sozialminister Guntram Schneider will das Landesprogramm gegen Obdachlosigkeit weiterentwickeln, es stärker für Obdachlose mit Zuwanderungsgeschichte öffnen und vor allem die statistische Erfassung von Wohnungslosigkeit verbessern. Das sagte er anlässlich einer Ausstellungs­eröffnung der Obdachlosenhilfe „Fiftyfifty“.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Sozialminister Guntram Schneider will das Landesprogramm gegen Obdachlosigkeit weiterentwickeln, es stärker für Obdachlose mit Zuwanderungsgeschichte öffnen und insbesondere die statistische Erfassung von Wohnungslosigkeit verbessern.

„Obwohl das ‚Aktionsprogramm Obdachlosigkeit verhindern’ seit 1996 läuft, wissen wir bis heute zu wenig über die tatsächlichen Zahlen und Fakten in diesem Bereich. Und wir wissen auch kaum etwas über das Schicksal von Obdachlosen mit Zuwanderungsgeschichte“, sagte Minister Schneider heute in Düsseldorf anlässlich einer Ausstellungseröffnung der Obdachlosenhilfe „Fiftyfifty“.

Deshalb, so der Minister weiter, stehe das Landesprogramm „Obdach­losigkeit verhindern“ mit seinen Modellprojekten auf dem Prüfstand, um die Wirksamkeit der einzelnen Projekte zu ermitteln. Außerdem solle noch in diesem Jahr eine Grundsatzstudie zu den Lebenslagen von Obdachlosen mit Migrationshintergrund vergeben werden.

Zudem werde mit Unterstützung der Kommunalen Spitzenverbände und der Freien Wohlfahrtspflege die Wohnungsnotfallberichterstattung neu aufgelegt. Minister Schneider: „Voraussichtlich im Herbst 2011 werden uns konkrete Zahlen über Ausmaß und Gestalt der Obdachlosigkeit in unserem Land vorliegen.“

Mit der Benefiz-Aktion zum 15-jährigen Bestehen von „Fiftyfifty“ sollen 30 Arbeiten des weltbekannten Künstlers Gerhard Richter zugunsten der Obdachlosenhilfe „Fiftyfifty“ verkauft werden. Minister Schneider: „Diese noble Geste von Gerhard Richter ist eine Auszeichnung der be­sonderen Art. Sie freut mich ganz besonders, weil Richters Bilder Rekordpreise erzielen.“

Die gemeinnützige Organisation „Fiftyfifty“ wird von der Ordensgemein­schaft der Armen-Brüder des hl. Franziskus in Düsseldorf getragen und unter anderem von verschiedenen Unternehmen, der Stadt Düsseldorf und dem Land NRW unterstützt. Mit einer Vielzahl von Projekten hat „Fiftyfifty“ die Lebenssituation von Wohnungslosen verbessern können. So wurden 3.000 Obdachlose in Wohnungen untergebracht, 300 in Arbeit vermittelt und täglich erhalten 200 arme Menschen und Obdach­lose im Speisezimmer am Franziskanerkloster eine warme Mahlzeit. Die Straßenzeitung „Fiftyfifty“ (Auflage: 60.000 Exemplare) informiert über das Schicksal von Wohnungslosen und gibt ihnen gleichzeitig Beschäf­tigung und Verdienstmöglichkeiten.

In Nordrhein-Westfalen gab es im Jahr 2009 rund 11.800 Menschen, die als Obdachlose von den kommunalen Behörden beispielsweise in Not­unterkünften untergebracht worden sind (Stand Juni 2009, neuere Zahlen liegen nicht vor). Wie viele Menschen obdachlos auf der Straße leben, wird von der Statistik nicht erfasst.

Informationen zu „Fiftyfifty“ unter www.fiftyfifty-galerie.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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