Deutsch-türkische Faltblätter zur Chemikaliensicherheit

9. Oktober 2011

Minister Schneider: Verbraucher über Rechte und Händler über ihre Pflichten informieren / Deutsch-türkische Faltblätter zur Chemikaliensicherheit

Mit zweisprachigen deutsch-türkischen Faltblättern für Handel und Verbraucher informiert das nordrhein-westfälische Arbeitsministerium über gefährliche Haushaltschemikalien.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Mit zweisprachigen deutsch-türkischen Faltblättern für Handel und Verbraucher informiert das nordrhein-westfälische Arbeitsministerium über gefährliche Haushaltschemikalien. „In NRW leben mehr als 800.000 Menschen mit türkischem Migrationshintergrund, unter ihnen sind etwa 9.000 Einzelhändler. Als erstes Bundesland wollen wir auf diesem Wege Verbraucherinnen und Verbraucher auf ihre Rechte und die Geschäftsinhaber auf ihre Pflichten hinweisen“, sagte Arbeitsminister Guntram Schneider in Düsseldorf zur Vorstellung der neuen Faltblätter.

Nach der europäischen Verordnung REACH haben Verbraucherinnen und Verbraucher das Recht zu erfahren, ob in Kleidungsstücken, Fußbodenbelägen, Kinderspielzeug oder anderen Alltagsprodukten gefährliche Chemikalien enthalten sind, die beispielsweise Krebs erzeugen oder das Erbgut schädigen können. Minister Schneider: „Auch unter den Migrantinnen und Migranten wollen immer mehr Menschen wissen, welche chemischen Stoffe sie sich ins Haus holen und welche Gefahren damit unter Umständen verbunden sind. Mit den neuen Faltblättern wollen wir die Verbraucher stärken und den Handel und die Hersteller sensibilisieren.“

Die europäische Chemikalienverordnung REACH (Registrierung, Bewertung und Zulassung von Chemikalien) regelt erstmals die Informationsrechte im Zusammenhang mit Stoffen, deren Verwendung in Alltagsprodukten zwar nicht verboten, aber dennoch unter Umständen mit Risiken behaftet ist. Das Auskunftsrecht gilt beispielsweise für Produkte wie Textilien, Schuhe, Möbel, Büromaterial und Spielzeug.

Ein weiteres der neuen deutsch-türkischen Faltblätter wendet sich an Groß- und Einzelhändler, die mit Produkten wie Schädlingsbekämpfungsmitteln, Desinfektionsmitteln oder Farben und Lacken handeln. Um Verbraucher und Umwelt zu schützen, müssen Verkäufer solcher Chemikalien über spezielles Fachwissen verfügen. Das Faltblatt stellt hierzu die wichtigsten Regelungen der Chemikalienverbots-Verordnung des Bundes dar.

Die Faltblätter werden über die zuständigen Behörden, Kammern und verschiedenen Verbände den jeweiligen Adressaten zur Verfügung gestellt. Sie können auch über die Internetseite des Ministeriums bestellt werden und stehen dort zum Download zur Verfügung: www.mais.nrw.de

Die vollständigen Titel der Flyer:

  • „Gefährliche Chemikalien in Produkten – Nein Danke! Verbraucher haben ein Recht darauf, zu erfahren, ob Artikel mit Schadstoffen belastet sind.“
  • „REACH: Informationspflicht über besonders besorgniserregende Stoffe. Verbraucher haben ein Informationsrecht – Hinweise für den Handel.“
  • „Was beim Verkauf/Handel von bzw. mit Chemikalien zu beachten ist. Informationen für Groß- und Einzelhändler zu Erlaubnis und Sachkunde.“

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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