Stellvertretender türkischer Ministerpräsident Arinc besucht NRW

4. Februar 2011

Minister Schneider und Staatssekretärin Zülfiye Kaykin: „Die Türkei muss im Prozess eines EU-Beitritts eine faire Chance erhalten“ / Der stellvertretende türkische Ministerpräsident Bülent Arinc besucht Nordrhein-Westfalen

Integrationsminister Guntram Schneider und die für Integration zuständige Staatssekretärin Zülfiye Kaykin haben die Bedeutung der Türkei für Europa betont. „Die Türkei muss in dem Prozess eines EU-Beitritts eine faire Chance erhalten. Denn das Land hat starke Verbindungen mit Europa“, sagten sie während eines Empfangs für den stellvertretenden Ministerpräsidenten der Türkei, Bülent Arinc.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Nordrhein-Westfalens Integrationsminister Guntram Schneider und die für Integration zuständige Staatssekretärin Zülfiye Kaykin haben die Bedeutung der Türkei für Europa betont. „Die Türkei muss in dem Prozess eines EU-Beitritts eine faire Chance erhalten. Denn das Land hat starke Verbindungen mit Europa“, sagten sie heute (4. Februar 2011) in Düsseldorf während eines Empfangs für den stellvertretenden Ministerpräsidenten der Türkei, Bülent Arinc.

Schneider verwies auf den intensiven Handelsaustausch Nordrhein-Westfalens mit der Türkei: „Das Land zählt heute zu den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften. Die Dynamik der türkischen Wirtschaft findet weltweit Beachtung – und auch Nordrhein-Westfalen profitiert davon." So habe der Außenhandel zwischen der Türkei und Nordrhein-Westfalen im Jahr 2007 rund 6,5 Milliarden Euro betragen – und sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. Staatssekretärin Zülfiye Kaykin betonte die engen menschlichen Bindungen zwischen beiden Ländern. „800.000 Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen haben Wurzeln in der Türkei. Diese Menschen haben unser Land vielfältiger und lebendiger gemacht", sagte sie.

Minister Schneider ging auch auf das deutsch-türkische Anwerbe­abkommen vom 31. Oktober 1961 ein. Damals vereinbarten beide Länder die Zuwanderung von Arbeitskräften. „Die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen war angewiesen auf die türkischen Arbeitnehmer. Sie haben nicht nur einen ganz wichtigen Beitrag für den wirtschaft­lichen Aufschwung bei uns geleistet – inzwischen sind türkeistämmige Bürgerinnen und Bürger aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzu­denken", erklärte der Minister. Zum 50. Jahrestag des Abkommens wird es in vielen Kommunen Nordrhein-Westfalens zahlreiche Aktivitäten geben.

Zahlen in Kürze:

  • In NRW leben (2009) laut Mikrozensus 790.000 türkeistämmige Menschen.
    Davon sind 596.000 türkische Staatsbürger und 194.000 einge­bürgerte ehemalige Türken.
  • Die türkeistämmige Bevölkerung (türkische Staatsbürger und Eingebürgerte) ist jung; nur 6,45 Prozent sind 65 Jahre und älter, bei den Deutschen sind es 21,9 Prozent.
  • Die Selbständigenquote der Türkeistämmigen liegt bei 7,8 Prozent, die der Deutschen bei 9,8 Prozent.
  • Seit 2004 berät die Türkisch-Deutsche Industrie- und Handels­kammer in Köln Unternehmen aus beiden Ländern über die jeweiligen Märkte.
  • Nordrhein-Westfalen gehört zu den zehn wichtigsten Außen­handelspartnern der Türkei. Nordrhein-westfälische Unternehmen haben seit 2003 jährlich rund eine Milliarde Euro in der Türkei in­vestiert. Türkische Direktinvestitionen nach Nordrhein-Westfalen haben mit jährlich rund 30 Millionen Euro noch deutliche Entwick­lungspotenziale.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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