Regionale Konzepte zur Fachkräftesicherung

12. Oktober 2011

Minister Schneider und Minister Voigtsberger starten landesweite Fachkräfteinitiative: Regionale Konzepte zur Fachkräftesicherung

Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Guntram Schneider und Wirt­schaftsminister Harry K. Voigtsberger haben die landesweite Initiative zur Sicherung von Fachkräften offiziell gestartet. In der gemeinsamen Initiative der Landesregierung mit Arbeitgebern, Hochschulen, Kam­mern und Arbeitsverwaltungen werden in den 16 Arbeitsmarktregionen des Landes Strategien und Konzepte regional entwickelt, um den Fach­kräftebedarf der Zukunft zu sichern.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales und das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr teilen mit:

Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Guntram Schneider und Wirt­schaftsminister Harry K. Voigtsberger haben die landesweite Initiative zur Sicherung von Fachkräften offiziell gestartet. In der gemeinsamen Initiative der Landesregierung mit Arbeitgebern, Hochschulen, Kam­mern, Arbeitsverwaltungen und Arbeitnehmervertretungen werden in den 16 Arbeitsmarktregionen des Landes Strategien und Konzepte regional entwickelt, um den Fach­kräftebedarf der Zukunft zu sichern.

„Der Fachkräftemangel besteht nicht generell, sondern ist regional und branchenspezifisch unterschiedlich“, erklärte Arbeitsminister Schneider. „Deshalb setzen wir bei der Fachkräfteinitiative auf Regionalisierung“, ergänzte Wirtschaftsminister Voigtsberger. „Wir treffen bei unserer Fachkräfteinitiative daher ganz bewusst mit den Praktikerinnen und Praktikern vor Ort regionale Verabredungen“, sagten beide Minister.

„Alle Welt redet von Fachkräftemangel und viele fordern die Anwerbung im Ausland. Dabei haben wir ein enormes, nicht ausgeschöpftes Poten­tial im eigenen Land, das wir endlich nutzen müssen“ erklärte Minister Schneider. Zu den Potentialen gehörten:

  • Jugendliche in Warteschleifen ohne berufliche Ausbildung
  • hier lebende Migranten, die unter ihren Möglichkeiten beschäftigt sind
  • ältere Beschäftigte, deren Wissen und Erfahrungen wenig gefragt sind
  • Frauen, für die Konzepte zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf fehlen
  • ausländische Studenten, die an deutschen Hochschulen studieren
  • Fachkräfte, deren Abschlüsse aus dem Ausland nicht anerkannt wer­den

Weitere wichtige Eckpfeiler der landesweiten Initiative seien eine ver­besserte duale Berufsausbildung, eine Verringerung der bis zu 30-pro­zentigen Abbrecherquoten bei beruflicher Ausbildung und Studium so­wie eine intensivere berufliche Weiterbildung. Hochschulen, Industrie, Handwerk und Arbeitsagenturen müssen noch gezielter auf den Fach­kräftebedarf der jeweiligen Region hin qualifizieren. „Mit unserer Initia­tive wollen wir einerseits eine Facharbeiterlücke verhindern und ande­rerseits den Nachwuchs an Akademikern sichern“, betonte Schneider.

„Wir wollen im Rahmen der Fachkräfte-Initiative Best-Practice-Modelle vorstellen, die Unternehmen für eigene Maßnahmen nutzen können. Gemeinsam mit Verbänden und unternehmensnahen Institutionen soll außerdem eine Aufklärungskampagne auf den Weg gebracht werden“, erklärte Wirtschaftsminister Voigtsberger.

Nach Berechnungen des Prognos-Instituts fehlen in Nordrhein-Westfa­len bis 2020 rund 630.000 Fachkräfte, wenn nicht gegengesteuert wird. Gerade für kleinere und mittlere Unternehmen steht die Wettbewerbsfä­higkeit auf dem Spiel. Ihnen zu helfen, sei nun Aufgabe in den 16 Ar­beitsmarktregionen. Noch in diesem Monat stellen diese ihre Hand­lungspläne der Landesregierung vor. Die ersten Projekte sollen noch vor Weihnachten umgesetzt werden. Für die Umsetzung der Konzepte ste­hen bis zu 50 Millionen Euro bis 2015 bereit.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118 oder an die Pressestelle des Ministeriums  für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr, Telefon 0211 3843-1015.

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