Landesregierung sieht sich durch UN-Sozialbericht bestätigt

6. Juli 2011

Minister Schneider: UN-Kritik ist berechtigt / Landesregierung sieht sich durch UN-Sozialbericht bestätigt

Der jüngste UN-Bericht zur Situation von Menschen mit Migrationshin­tergrund und zur sozialen Lage in Deutschland stützt nach Auffassung von NRW-Sozialminister Guntram Schneider die Bildungs- und Sozialpolitik der Landesregierung. Nachdem das konservative Credo „Privat vor Staat“ politisch beerdigt wurde, vertritt die Landesregierung eine vorbeugende Politik, die Armutsrisiken über mehr und bessere Bildung für Alle minimieren soll. Auch in NRW habe Armut trotz des erfreulichen konjunkturellen Aufschwungs zugenommen. Fast 800.000 nach OECD-Kriterien arme Kinder belegten die sozialpolitische Schieflage.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Der jüngste UN-Bericht zur Situation von Menschen mit Migrationshin­tergrund und zur sozialen Lage in Deutschland stützt nach Auffassung von NRW-Sozialminister Guntram Schneider die Bildungs- und Sozialpolitik der Landesregierung. Nachdem das konservative Credo „Privat vor Staat“ politisch beerdigt wurde, vertritt die Landesregierung eine vorbeugende Politik, die Armutsrisiken über mehr und bessere Bildung für Alle minimieren soll. Auch in NRW habe Armut trotz des erfreulichen konjunkturellen Aufschwungs zugenommen. Fast 800.000 nach OECD-Kriterien arme Kinder belegten die sozialpolitische Schieflage.

Minister Schneider: „Wir werden diese Probleme auch angesichts enger finanzieller Spielräume nicht kurzfristig überwinden können. Dennoch wird sich die Landesregierung nicht von ihrem Weg abbringen lassen, Bildungsarmut zu bekämpfen. Denn Bildung ist der Schlüssel für den Zugang zum ersten Arbeitsmarkt. Nach wie vor ist Arbeitslosigkeit eine entscheidende Ursache für Armut.“

Schneider wies darauf hin, dass auch in NRW die Diskriminierung von Menschen mit Migrationshintergrund tägliche Realität sei. „Die Landes­regierung hat deshalb, als eine ihrer ersten integrationspolitischen Maß­nahmen, die ‚anonymisierte Bewerbung’ im Landesdienst auf den Weg gebracht. Zwischenzeitlich haben sich Großunternehmen und wichtige Einrichtungen, wie die Bundesagentur für Arbeit, ebenfalls der anonymi­sierten Bewerbung geöffnet.“ Über diesen Weg will die Landesregierung ethnische, religiöse oder politische Diskriminierungen bekämpfen und bei Stellenbesetzungen Menschen mit Migrationshintergrund mehr Chancen einräumen.

Der NRW-Sozialminister betrachtet die aktuelle UN-Studie nicht als An­griff auf die bundesdeutsche Sozialpolitik, sondern als Ansporn, die zweifelsohne vorhandenen Defizite auszugleichen.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.