Minister Schneider: Tariflöhne deutlich weniger gestiegen als die Arbeitsproduktivität / Neueste Zahlen des Tarifregisters NRW

20. Februar 2014

Minister Schneider: Tariflöhne deutlich weniger gestiegen als die Arbeitsproduktivität / Neueste Zahlen des Tarifregisters NRW

In Nordrhein-Westfalen sind die inflationsbereinigten Tariflöhne im Jahr 2013 um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. „Das zeigt, wie wichtig Tarifbindung und faire Arbeitsverhältnisse sind, denn bundesweit sind dagegen die Reallöhne – also alle Löhne einschließlich der nicht tarifgebundenen – im selben Zeitraum nur um 0,2 Prozent gestiegen“, sagte Arbeitsminister Guntram Schneider heute zur neuesten Auswertung des Tarifregisters NRW.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

In Nordrhein-Westfalen sind die inflationsbereinigten Tariflöhne im Jahr 2013 um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. „Das zeigt, wie wichtig Tarifbindung und faire Arbeitsverhältnisse sind, denn bundesweit sind dagegen die Reallöhne – also alle Löhne einschließlich der nicht tarifgebundenen – im selben Zeitraum nur um 0,2 Prozent gestiegen“, sagte Arbeitsminister Guntram Schneider heute zur neuesten Auswertung des Tarifregisters NRW.

Von 2000 bis 2013 sind die Netto-Tariflöhne insgesamt um sechs Prozent gestiegen, was einer jährlichen Steigerungsrate von weniger als 0,5 Prozent entspricht. Minister Schneider: „Hier hätte es in den vergangenen Jahren durchaus Spielraum für höhere Lohnsteigerungen gegeben, denn die Tariflöhne sind nicht einmal halb so stark gestiegen wie die Produktivität der Beschäftigten.“ Die gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität je Erwerbstätigenstunde hat im Zeitraum 2000 bis 2013 um 14,6 Prozent zugenommen.

Nur wenige Branchen weisen nennenswerte Steigerungen bei der Netto-Tarifentwicklung aus. Spitzenreiter ist die Metall- und Elektroindustrie mit einem realen Plus von 22,2 Prozent in 13 Jahren (plus 1,7 Prozent im Jahr). Der Grundlohn nach der Ausbildung beträgt hier 16,39 Euro. Ebenfalls relativ hohe Zuwachsraten mit vergleichsweise hohen Grundlöhnen weisen die Nährmittelindustrie mit plus 15,4 Prozent in 13 Jahren (Anstieg 1,2 Prozent im Jahr; Grundlohn 16,48 Euro) und die chemische Industrie mit plus 11,7 Prozent auf (plus 0,9 Prozent im Jahr; Grundlohn 16,40 Euro). Minister Schneider: „Insbesondere die Metall- und Elektroindustrie und die chemische Industrie sind nicht nur durch eine hohe Wertschöpfung gekennzeichnet, sondern auch durch überdurchschnittliche Tarifbindungsgrade sowie einen relativ hohen gewerkschaftlichen Organisationsgrad.“

Branchen mit niedrigen Grundlöhnen und einer negativen Reallohnentwicklung von 2000 bis 2013 sind unter anderem die Systemgastronomie (10,74 Euro und minus 1,6 Prozent), die Reisebüros (10,66 Euro und minus 4,3 Prozent) sowie das Augenoptikerhandwerk (8,64 Euro und minus 12,9 Prozent). Im Augenoptikerhandwerk liegen die letzten Tarifabschlüsse schon länger zurück.

Das Tarifregister beim Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW hat die Tarif-Lohnentwicklung in 50 unterschiedlichen Wirtschaftszweigen ausgewertet und Daten für jeden Wirtschaftszweig zusammengestellt. Für die vorliegende Auswertung wurden die Tabellengrundentgelte (Stand: 31.12.2013) ohne sonstige Vergütungen wie Urlaubsgeld, Jahressonderzahlung und andere Zuschläge berücksichtigt. In einzelnen Tarifbereichen hat es in der Vergangenheit Veränderungen in der Entgeltstruktur gegeben, so dass die Werte nicht immer bzw. nur bedingt miteinander vergleichbar sind. Entscheidend sind die Trends.
Die gesamte Auswertung auf www.tarifregister.nrw.de.


Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon: 0211 855-3118.

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