Integration: Tag der türkischen Wirtschaft

2. Oktober 2010

Minister Schneider: „Selbständige mit Migrationshintergrund schaffen Arbeitsplätze und leisten einen wichtigen Beitrag zur Integration“ / Tag der türkischen Wirtschaft in Deutschland 2010

Integrationsminister Guntram Schneider hat die große Bedeutung der Unternehmer mit Migrationshintergrund sowohl für die Wirtschaftskraft als auch die Integration betont.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Nordrhein-Westfalens Integrationsminister Guntram Schneider hat die große Bedeutung der Unternehmer mit Migrationshintergrund sowohl für die Wirtschaftskraft als auch die Integration betont. „Existenzgründungen und die Selbständigkeit Zugewanderter stärken die Wirtschaftskraft in einer Region, verbessern den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft und bieten eine gute Ausgangsbasis für den sozialen Aufstieg der dort arbeitenden Menschen mit Migrationshintergrund", erklärte Minister Schneider heute in Düsseldorf auf dem "Tag der Türkischen Wirtschaft in Deutschland 2010".

„Wirtschaft und Integration sind untrennbar miteinander verbunden“, sagte Schneider. Der Wirtschaftskraft von Unternehmerinnen und Unternehmern mit Zuwanderungsgeschichte komme eine immer höhere Bedeutung zu. Von den 765.000 Selbständigen in Nordrhein-Westfalen habe inzwischen jeder Fünfte (146.000) eine Zuwanderungsgeschichte. „In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Zahl der türkeistämmigen Selbständigen mehr als verdreifacht – sie führen inzwischen rund 24.000 Firmen“, erläuterte der Minister. Die Beschäftigtenzahl liege bei 120.000. Das Investitionsvolumen betrage rund 2,7 Milliarden Euro. „Das sind Fakten, die für sich sprechen“, betonte Schneider.

„Ethnische Ökonomien bieten aber nicht nur Arbeitsplätze und Aufstiegschancen. Sie schaffen auch Übergänge in andere Bereiche des Arbeitsmarktes, sind ein Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe und für Chancengleichheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", ergänzte der Minister.

Gleichzeitig appellierte Schneider an die Unternehmer mit Migrationshintergrund, mehr Ausbildungsstellen zur Verfügung zu stellen. Insgesamt seien diese Betriebe an der betrieblichen Ausbildung - je nach Nationalität - nur mit Quoten zwischen sechs Prozent bis 15 Prozent beteiligt, während die Quote der deutschen Unternehmen 26,5 Prozent beträgt. „Gemeinsam mit den Partnern im Ausbildungskonsens NRW wollen wir erreichen, allen Jugendlichen einen qualifizierten Start ins Berufsleben zu ermöglichen. Wir brauchen die Kompetenzen aller jungen Menschen für die Zukunft unseres Landes", unterstrich der Minister.

 #Ein Baustein der Landesregierung zur beruflichen Förderung von türkeistämmigen Jugendlichen ist der Aktionsplan „Zukunft durch Ausbildung" in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Schule und Weiterbildung, der Bundesagentur für Arbeit und dem Verband türkischer Unternehmer und Industrieller in Europa e.V. (ATIAD). Angeboten werden beispielsweise Beratungstage mit Beratern der Bundesagentur für Arbeit; Eltern fungieren als Vermittler. „Jugendliche mit Migrationshintergrund haben besonders große Probleme, einen Ausbildungsplatz zu bekommen – gerade auch diese jungen Menschen fördern wir“, betonte Minister Schneider.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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