NRW vergibt keine Aufträge an Betriebe, die sich Kinderarbeit bedienen

11. Juni 2012

Minister Schneider: NRW vergibt keine Aufträge an Betriebe, die sich Kinderarbeit bedienen – EU-Kommission soll Einführung von Produkten aus schlimmster Kinderarbeit verhindern / Am 12. Juni ist Internationaler Tag gegen Kinderarbeit

Arbeits- und Sozialminister Guntram Schneider appelliert an die Europäische Kommission: Sie solle ein Verfahren entwickeln, „damit Waren, die unter schlimmsten Formen der Kinderarbeit produziert worden sind, nicht in die EU eingeführt werden. Nur so können wir einen wirksamen Beitrag gegen die Ausbeutung von Kindern in vielen Teilen der Welt leisten“, sagte der Minister in Düsseldorf anlässlich des Welttags gegen Kinderarbeit.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Der nordrhein-westfälische Arbeits- und Sozialminister Guntram Schneider appelliert an die Europäische Kommission: Sie solle ein Verfahren entwickeln, „damit Waren, die unter schlimmsten Formen der Kinderarbeit produziert worden sind, nicht in die EU eingeführt werden. Nur so können wir einen wirksamen Beitrag gegen die Ausbeutung von Kindern in vielen Teilen der Welt leisten“, sagte der Minister in Düsseldorf anlässlich des morgigen Welttags gegen Kinderarbeit.

„Die Landesregierung“, so Minister Schneider weiter, „hat mit dem kürzlich in Kraft getretenen Tariftreuegesetz festgelegt, dass öffentliche Aufträge nur an Unternehmen vergeben werden, die nachweislich keine Produkte aus Kinderarbeit einsetzen.“

Verbraucherinnen und Verbraucher hätten es dagegen schwer, wenn sie durch bewussten Konsum ein Zeichen gegen Kinderarbeit setzen wollen. „Gütesiegel helfen zwar, aber bei der Vielzahl nicht gekennzeichneter Produkte ist eben nicht zu erkennen, ob sie unter Ausbeutung von Kindern hergestellt wurden“, sagte Schneider.

In Nordrhein-Westfalen gibt es eine Reihe von Initiativen, die sich für ein aktives Vorgehen gegen Kinderarbeit und verantwortungsvolles Verbraucherverhalten einsetzen. Viele dieser beispielhaften Aktivitäten zeigt die Dokumentation des NRW-Sozialministeriums zur Aktionswoche gegen schlimmste Formen von Kinderarbeit. „Diesen Initiativen möchte ich für ihr Engagement sehr herzlich danken“, sagte Minister Schneider.

Nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) müssen weltweit etwa 215 Millionen Kinder und Jugendliche im Alter zwischen fünf und siebzehn Jahren arbeiten. 115 Millionen davon in den schlimmsten Formen der Kinderarbeit, also unter ausbeuterischen und oft gesundheitsschädlichen und gefährlichen Bedingungen. Zahlreiche Kinderarbeiterinnen und Kinderarbeiter sind in Betrieben beschäftigt, die Waren für den Exportmarkt produzieren. Die ILO hat den Internationalen Tag gegen Kinderarbeit im Jahr 2002 ausgerufen, um ein kritisches Bewusstsein für die weltweite Ausbeutung von Kindern zu schaffen.

Die Dokumentation zur Aktionswoche gegen schlimmste Formen der Kinderarbeit im Internet: www.mais.nrw.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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