NRW macht sich bei der EU gegen ausbeuterische Kinderarbeit stark

11. Juni 2013

Minister Schneider: NRW macht sich bei der EU gegen ausbeuterische Kinderarbeit stark / Am 12. Juni ist Internationaler Tag gegen Kinderarbeit

Die Landesregierung macht sich gegen Kinderarbeit stark. Auf Initiative Nordrhein-Westfalens hat der Bundesrat die EU-Kommission aufgefordert, die Einfuhr von Produkten aus schlimmster Kinderarbeit zu verhindern. „Wir können es nicht hinnehmen, dass Kinder unter ausbeuterischen und oft gefährlichen und gesundheitsschädlichen Bedingungen arbeiten müssen“, sagte Arbeits- und Sozialminister Guntram Schneider in Düsseldorf zum Internationalen Tag gegen Kinderarbeit. „NRW setzt sich ein für faire Arbeit“, so der Minister weiter. „Und faire Arbeitsbedingungen dürfen nicht an Ländergrenzen Halt machen. Gerade die jüngsten Vorfälle in Textilfabriken in Bangladesh haben gezeigt, wohin die Konkurrenz um immer billigere Produkte führen kann.“ NRW hat die EU-Kommission und die Bundesregierung aufgefordert, beim Abschluss von Handelsabkommen sicherzustellen, dass arbeitsrechtliche Mindestnormen verbindlich und sanktionierbar festgeschrieben werden.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Die Landesregierung macht sich gegen Kinderarbeit stark. Auf Initiative Nordrhein-Westfalens hat der Bundesrat die EU-Kommission aufgefordert, die Einfuhr von Produkten aus schlimmster Kinderarbeit zu verhindern. „Wir können es nicht hinnehmen, dass Kinder unter ausbeuterischen und oft gefährlichen und gesundheitsschädlichen Bedingungen arbeiten müssen“, sagte Arbeits- und Sozialminister Guntram Schneider in Düsseldorf zum Internationalen Tag gegen Kinderarbeit.

„NRW setzt sich ein für faire Arbeit“, so der Minister weiter. „Und faire Arbeitsbedingungen dürfen nicht an Ländergrenzen Halt machen. Gerade die jüngsten Vorfälle in Textilfabriken in Bangladesh haben gezeigt, wohin die Konkurrenz um immer billigere Produkte führen kann.“

NRW hat die EU-Kommission und die Bundesregierung aufgefordert, beim Abschluss von Handelsabkommen sicherzustellen, dass arbeitsrechtliche Mindestnormen verbindlich und sanktionierbar festgeschrieben werden. Im Mittelpunkt dabei: Die Konvention Nr. 182 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) über das Verbot und unverzügliche Maßnahmen zur Beseitigung der schlimmsten Formen der Kinderarbeit.

Minister Schneider betonte, dass Maßnahmen gegen Kinderarbeit alleine nicht ausreichen: „Nur wenn Erwachsene angemessen entlohnt werden, können Familien in den von Kinderarbeit besonders betroffenen Ländern ihre Kinder zur Schule schicken. Fairer Handel ist also ein Schlüssel zur erfolgreichen Bekämpfung von Kinderarbeit.“ Schneider ermunterte die Kommunen, den Weg zur „Fairtrade-Stadt“ zu gehen. Mit diesem Titel werden Städte ausgezeichnet, die beispielsweise eine Fairtrade-Steuerungsgruppe eingerichtet haben, in denen Geschäfte und Restaurants Produkte aus fairem Handel anbieten und in deren Medien regelmäßig über das Thema berichtet wird.

NRW setzt sich schon länger gegen die schlimmsten Formen der Kinderarbeit ein: Mit dem Tariftreue- und Vergabegesetz hat die Landesregierung festgelegt, dass öffentliche Aufträge nur an Unternehmen vergeben werden, die nachweislich keine Produkte aus Kinderarbeit einsetzen. Eine Wanderausstellung zum Thema Kinderarbeit macht seit dem Frühjahr in verschiedenen Städten des Landes Station. Und Informationen und Bewusstseinsbildung gibt es auch im Ministerium selbst: Am 18. Juni werden Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Aktion „Dein Tag für Afrika“ einen Tag lang im Sozialministerium recherchieren, wie sehr sich ihr Lebensalltag von dem der Kinder in weniger entwickelten Ländern unterscheidet.

Nach Schätzung der ILO müssen weltweit mehr als 100 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren unter ausbeuterischen Bedingungen arbeiten.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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