Initiative zur interkulturellen Öffnung der Landes­verwaltung

21. Dezember 2010

Minister Schneider: Nordrhein-Westfalen macht Ernst – Pilotphase ‚Anonymisierte Bewerbung’ für den Landesdienst beginnt im Januar 2011 / Start einer Initiative zur interkulturellen Öffnung der Landes­verwaltung

Nordrhein-Westfalen startet eine Initiative zur Interkulturellen Öffnung der Landesverwaltung. Das beschloss die Landesregierung auf ihrer Kabinettsitzung. „Wir brauchen mehr Menschen mit Migrationshintergrund im öffentlichen Dienst. Möglichen Diskriminierungen bei der Besetzung ausgeschriebener Stellen wirken wir entgegen“, erklärte Integrationsminister Guntram Schneider.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Nordrhein-Westfalen startet eine Initiative zur Interkulturellen Öffnung der Landesverwaltung. Das beschloss die Landesregierung auf ihrer heutigen Kabinettsitzung (21. Dezember 2010). „Wir brauchen mehr Menschen mit Migrationshintergrund im öffentlichen Dienst. Möglichen Diskriminierungen bei der Besetzung ausgeschriebener Stellen wirken wir entgegen“, erklärte Nordrhein-Westfalens Integrationsminister Guntram Schneider.
Kernstück der Initiative ist bei Einstellungsverfahren das Instrument der „Anonymisierten Bewerbung“. „Das ist ein großer Schritt für mehr Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt. Wir wollen damit vermeiden, dass Bewerberinnen und Bewerber von vornherein aufgrund ihres Namens oder ihrer Herkunft diskriminiert werden. Allein die Qualifikation soll entscheiden“, betonte Schneider. Bereits im Januar 2011 beginnt die Pilotphase „Anonymisierte Bewerbung“. Ende 2011 soll es einen ersten Erfahrungsbericht geben.

Die Ziele einer interkulturellen Öffnung der Landesverwaltung sollen durch weitere aufeinander abgestimmte Instrumente und Maßnahmen erreicht werden. „Wir werden bis zum Frühjahr 2011 mit allen Ressorts ein Gesamt­konzept der Interkulturellen Öffnung mit konkreten Maßnahmen erarbeiten und im Kabinett beraten. Im Vordergrund stehen hier ver­schiedene Ansätze nicht nur bei Einstellungsverfahren, sondern auch im Dienstrecht und bei der Aus- und Fortbildung der Landesbediensteten“, so Minister Schneider. Zudem werden die Erfahrungen ausgewertet, die mit der direkten Werbung von Menschen mit Migrationshintergrund gemacht worden sind, wie zum Beispiel bei der Polizei.

„Nordrhein-Westfalen ist ein Einwanderungsland. Das muss sich auch in der personellen Zusammensetzung unserer Verwaltungen widerspie­geln. Hier besteht erheblicher Nachholbedarf. Wir werden verschiedene Instrumente und Maßnahmen testen und die weiterentwickeln, die am besten geeignet sind, vorbildliche Integrationspolitik zu praktizieren. Nach und nach sollen weitere Partner für die Initiative gewonnen werden. Deshalb werden wir mit Kommunen und auch einzelnen Unter­nehmen sprechen,“ betonte Minister Schneider.

Rund ein Viertel der Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen hat eine Zuwanderungsgeschichte. Der Anteil von Menschen mit Migrations­hintergrund im Landesdienst beträgt derzeit schätzungsweise nur zwei bis drei Prozent.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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