Neue Chance für junge Menschen mit Behinderung

13. Dezember 2010

Minister Schneider: „Neue Chance für junge Menschen mit Behinderungen“ / „Aktion 100“ weiter auf Erfolgskurs – Land stockt Zahl der Ausbildungsplätze für Jugendliche mit Behinderungen auf

Das Land stockt die Aktion „100 zusätzliche Ausbildungsplätze für be­hinderte Jugendliche und junge Erwachsene“ um weitere 50 Plätze auf. Damit stehen jetzt jährlich 150 besonders geförderte Ausbildungsplätze für Menschen mit Behinderungen zur Verfügung. Arbeits- und Sozial­minister Guntram Schneider: „Junge Menschen mit Behinderung haben es oft besonders schwer, einen Ausbildungsplatz zu finden. Wir wollen ihnen helfen, ihre Potentiale zu entwickeln und zu zeigen, was sie können.“

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Das Land stockt die Aktion „100 zusätzliche Ausbildungsplätze für be­hinderte Jugendliche und junge Erwachsene“ um weitere 50 Plätze auf. Damit stehen jetzt jährlich 150 besonders geförderte Ausbildungsplätze für Menschen mit Behinderungen zur Verfügung. Arbeits- und Sozial­minister Guntram Schneider sagte heute (13. Dezember 2010) in Düsseldorf: „Junge Menschen mit Behinderung haben es oft besonders schwer, einen Ausbildungsplatz zu finden. Wir wollen ihnen helfen, ihre Potentiale zu entwickeln und zu zeigen, was sie können.“

Die im Ausbildungsjahr 2006/2007 gemeinsam mit der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit gestartete Initiative hat sich als Erfolgs­modell erwiesen. In bisher vier Durchgängen wurden insgesamt 436 Ausbildungsverträge abgeschlossen. In den bereits beendeten ersten beiden Aktionen haben mehr als 80 Prozent der Auszubildenden die Prüfung bestanden und somit einen Berufsabschluss erworben.

Minister Schneider: „Besonders freut es mich, dass in diesem Jahr ein Teilnehmer der Aktion die Prüfung zum Chemielaborjungwerker vor der IHK zu Köln als einer der Landesbesten bestanden hat. Dafür wird er heute in Berlin im Beisein der Bundesarbeitsministerin geehrt. Wenn man bedenkt, dass dieser Jugendliche ohne die ‚Aktion 100’ überhaupt keinen Ausbildungsplatz gefunden hätte, ist das wie ein Ritterschlag für unsere Aktion.“

Die „Aktion 100“ richtet sich an behinderte Jugendliche und junge Erwachsene, die im ersten Anlauf keine Lehrstelle gefunden haben. Die praktische Ausbildung findet überwiegend in Betrieben des ersten Arbeitsmarktes statt. Damit sollen eine wirtschaftsnahe Ausbildung gewährleistet und Kontakte zu eventuellen späteren Arbeitgebern ermöglicht werden. Berufsbildungswerke und Berufsförderungswerke unterstützen die Auszubildenden durch Förderunterricht und sozial­pädagogische Betreuung. Außerdem kümmern sie sich um den Über­gang in Beschäftigung und beraten die Praxisbetriebe bei Fragen zur behindertengerechten Ausbildung. Die Bildungsträger schließen mit den Auszubildenden auch den Ausbildungsvertrag ab und stellen ihnen einen Coach zur Seite.

Mit der Aufstockung auf 150 Plätze wurde jetzt eine flächendeckende Umsetzung des Konzepts in allen Berufsbildungswerken und Berufs­förderungswerken in Nordrhein-Westfalen erreicht. Das Arbeitsminis­terium stellt für die „Aktion 100“ im laufenden Ausbildungsjahr insgesamt 2,3 Millionen Euro aus Mitteln des Landes und des Europäischen Sozialfonds zur Verfügung, die durch Mittel der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit ergänzt werden.

Interessierte Jugendliche können sich ab sofort bei den Reha-Teams der nordrhein-westfälischen Agenturen für Arbeit für einen der Ausbil­dungsplätze bewerben. Die Ausbildungen starten mit Jahresbeginn 2011, aber auch ein späterer Einstieg ist möglich. Weitere Informationen und Praxisbeispiele auf www.arbeit.nrw.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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