Schneider: Menschen mit Handicap – ein Gewinn für Unternehmen

6. September 2011

Minister Schneider: Menschen mit Handicap – ein Gewinn für Unternehmen / Zwischenbilanz der Aktion „100 zusätzliche Ausbildungsplätze für behinderte Jugendliche“: Mehr als 400 abgeschlossene Ausbildungsverträge, mehr als 100 bestandene Prüfungen

Arbeits- und Sozialminister Guntram Schneider hat eine Zwischenbilanz der Aktion „100 zusätzliche Ausbildungsplätze für behinderte Jugendliche’’ gezogen. Danach haben in den letzten vier Jahren (2007 bis 2010) mehr als 400 Jugendliche mit Handicap einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen; davon haben bereits mehr als 100 ihre Abschlussprü­fung bestanden.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Arbeits- und Sozialminister Guntram Schneider hat eine Zwischenbilanz der Aktion „100 zusätzliche Ausbildungsplätze für behinderte Jugendliche’’ gezogen. Danach haben in den letzten vier Jahren (2007 bis 2010) mehr als 400 Jugendliche mit Handicap einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen; davon haben bereits mehr als 100 ihre Abschlussprü­fung bestanden.

„Die ‚Aktion 100’ zeigt, dass junge Menschen mit Handicap ein Gewinn für die Unternehmen sein können, wenn sie nur die passende Unterstützung finden“, sagte Minister Schneider in Düsseldorf. Ihre teilweise so­gar exzellenten Prüfungsergebnisse hätten bewiesen, dass Menschen mit Behinderungen oft besonders motiviert und ebenso leistungsfähig sind wie Menschen ohne Behinderung.

89 Prozent derjenigen, die bislang eine Abschlussprüfung angetreten haben (116), haben diese auch bestanden (103). Mehr als die Hälfte (53 Prozent) haben ein Jahr nach der Prüfung den Übergang in eine sozial­versicherungspflichtige Beschäftigung geschafft und elf Prozent befanden sich noch in einer weiterführenden Ausbildung.
Mit der Aktion „100 zusätzliche Ausbildungsplätze für behinderte Ju­gendliche und junge Erwachsene in Nordrhein-Westfalen’’ bieten Land und Bundesagentur für Arbeit jedes Jahr 100 Ausbildungsplätze für Ju­gendliche mit Behinderungen an, die bei der Suche nach einem regulä­ren Ausbildungsplatz leer ausgegangen sind.

Der praktische Teil der Ausbildung findet überwiegend in ganz normalen Unternehmen statt, wo die Jugendlichen betriebliche Realität erleben und Kontakte zu möglichen späteren Arbeitgebern knüpfen. Träger der Ausbildung sind Berufsbildungs- und Berufsförderungswerke. Dort er­halten die Jugendlichen Stütz- und Förderunterricht sowie eine sozial­pädagogische Begleitung. Die theoretische Ausbildung findet wie bei allen anderen Auszubildenden in den Berufskollegs statt.

Derzeit läuft die „Aktion 100“ mit wiederum mehr als 100 Teilnehmerin­nen und Teilnehmern in ihrem fünften Jahr und wird auch in den kom­menden Jahren fortgesetzt. Weitere Informationen zur „Aktion 100“ so­wie eine Reihe von Erfolgsbeispielen bietet die neue Broschüre „Unter­stützte betriebliche Ausbildung. „Aktion 100“ zusätzliche Ausbildungs­plätze für behinderte Jugendliche’“. Diese Broschüre kann kostenlos beim Arbeitsministerium bestellt werden und steht auf der Internetseite des Ministeriums auch zum Download zur Verfügung: www.mais.nrw.de

Zwei Fallbeispiele:
Linda P. musste nach Bandscheibenvorfällen ihre Ausbildung zur Kran­kenpflegerin an einem Unnaer Krankenhaus abbrechen. Im Rahmen der „Aktion 100“ schloss sie dann mit dem Berufsförderungswerk Dortmund einen Ausbildungsvertrag mit dem Berufsziel Veranstaltungskauffrau ab. Die praktische Ausbildung absolvierte sie bei der Westfalenhallen GmbH in Dortmund. Heute ist sie „Counter-Chefin“ bei der Cosmo Bow­ling GmbH in Münster und dort zuständig für das Personal, für die Schichtführung und die abendlichen Abrechnungen. Linda P.: „Die Aus­bildung zur Veranstaltungskauffrau im Rahmen der ‚Aktion 100’ war ein Glücksfall für mich.“

Volker M. hatte eine Förderschule für Menschen mit einer Sprachbe­hinderung besucht und danach keinen Ausbildungsplatz gefunden. Im Rahmen der „Aktion 100“ konnte er mit dem Berufsförderungswerk Köln einen Ausbildungsvertrag mit dem Berufsziel Landschaftsgärtner abschließen. Die praktische Ausbildung fand bei der Firma Nagelschmitz Garten- und Landschaftsbau GmbH in Erftstadt-Liblar statt, wo er einen verständnisvollen Ausbilder fand, der ihm half, trotz seiner Sprachfin­dungsprobleme und Lese-Rechtschreibschwäche die Anforderungen der Ausbildung zu bewältigen. Heute ist Volker M. – direkt nach erfolg­reich bestandener Prüfung – fest bei dem Unternehmen angestellt. Fir­menchef Franz-Josef Nagelschmitz: „Wir sind jedenfalls froh, über die ‚Aktion 100’ eine gut ausgebildete Fachkraft gefunden zu haben.“
Weitere Fallbeispiele zur „Aktion 100“ in der Broschüre „Unterstützte betriebliche Ausbildung“ und im Internet: www.arbeit.nrw.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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