NRW: Die ersten 40 Behindertenlotsen sind im Einsatz

5. Dezember 2010

Minister Schneider: „Lotsen im Dschungel der Sozialsysteme“ / Die ersten 40 Behindertenlotsen im Einsatz

Sozialminister Guntram Schneider hat rund 40 ehrenamtlichen Beraterinnen und Beratern ihre Ernennungsurkunden überreicht. „Die Lotsen sollen Menschen mit Behinderungen dabei helfen, sich im Dschungel der Sozialsysteme mit seinen Gesetzen, Regeln und Institutionen zurechtzufinden. Das ist Solidarität, wie ich sie mir wünsche“, sagte der Minister bei der Übergabe der ersten Zertifikate an die frischgebackenen Behindertenlotsen.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Die ersten Behindertenlotsen in Nordrhein-Westfalen sind jetzt im Einsatz. Sozialminister Guntram Schneider hat heute rund 40 ehrenamtlichen Beraterinnen und Beratern ihre Ernennungsurkunden überreicht.

„Die Lotsen sollen Menschen mit Behinderungen dabei helfen, sich im Dschungel der Sozialsysteme mit seinen Gesetzen, Regeln und Institutionen zurechtzufinden. Das ist Solidarität, wie ich sie mir wünsche“, sagte Sozialminister Guntram Schneider am Sonntag (5. Dezember 2010) in Königswinter bei der Übergabe der ersten Zertifikate an die frischgebackenen Behindertenlotsen.

Die Behindertenlotsen seien erste Anlaufstelle, wenn man selbst oder als Angehöriger von einer Behinderung betroffen sei, sagte Minister Schneider weiter: „Sie wissen, welche Hilfen es bei welchen Institutionen gibt und wohin man sich mit seinen Fragen und Problemen wenden kann. Eben wie der Lotse, der im Hafen an Bord geht und das fremde Schiff sicher an seinen Bestimmungsort leitet.“

Mit finanzieller Unterstützung des Landes sind seit Jahresbeginn 40 Ehrenamtliche aus Selbsthilfegruppen behinderter Menschen zu Behindertenlotsen qualifiziert worden. Inhalte der Schulungen sind fachliches Wissen und juristisches Know-How rund um die komplexen Fragen des deutschen Sozialrechts. Genauso wichtig sind aber persönliche Kompetenzen und Einfühlungsvermögen, um die Menschen in einer oft schwierigen Lebenssituation angemessen beraten zu können.

Die Qualifizierung fand in Form von Tages- und Wochenendseminaren an zwei Standorten (Dortmund und Köln/Königswinter) statt. Das Schulungsprogramm ist im Auftrag des NRW-Sozialministeriums am Zentrum für Selbstbestimmtes Leben in Köln entwickelt worden.

Die Nachfrage nach den Qualifizierungsangeboten war so groß, dass Wartelisten angelegt werden mussten. Das Sozialministerium hat jetzt Mittel zur Verfügung gestellt, damit die Qualifizierungen zum Behindertenlotsen zunächst bis Mitte kommenden Jahres fortgesetzt werden können. Wenn die haushaltsrechtlichen Voraussetzungen vorliegen, sollen die Schulungen auch darüber hinaus weitergeführt werden.

Auskünfte zur Schulung zum Behindertenlotsen gibt es bei:

MOBILE – Selbstbestimmtes Leben Behinderter e.V., Dortmund
Christiane Rischer oder Holger Mangold
Telefon: 0231 / 912 83 75

Zentrum für selbstbestimmtes Leben, Köln
Sarah Nücken oder Christiane Schneider
Telefon: 0221 / 277 17 03

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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