Schneider legt NRW-Zahlen vor: Prekäre Arbeitsverhältnisse sorgen für Auseinanderdriften zwischen Arm und Reich

7. Dezember 2011

Minister Schneider legt NRW-Zahlen vor: Prekäre Arbeitsverhältnisse sorgen für Auseinanderdriften zwischen Arm und Reich - NRW startet Bundesratsinitiative / Nach der OECD-Studie über die wachsende Schere zwischen Arm und Reich

Nach der jüngsten Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusam­menarbeit (OECD) über die wachsende Einkommensungleichheit in Deutschland legt Arbeits- und Sozialminister Guntram Schneider aktuelle Zahlen zur Situation in Nordrhein-Westfalen vor: „Unsere Erkenntnisse untermauern die Zahlen der OECD und zei­gen deutlich auf: Prekäre Arbeitsverhältnisse schaffen prekäre Lebensverhältnisse“, so Schneider bei der Vorstellung der Zahlen des Sozial­ministeriums in Düsseldorf.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Nach der jüngsten Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusam­menarbeit (OECD) über die wachsende Einkommensungleichheit in Deutschland legt Arbeits- und Sozialminister Guntram Schneider aktuelle Zahlen zur Situation in Nordrhein-Westfalen vor: „Unsere Erkenntnisse untermauern die Zahlen der OECD und zei­gen deutlich auf: Prekäre Arbeitsverhältnisse schaffen prekäre Lebensverhältnisse“, so Schneider bei der Vorstellung der Zahlen des Sozial­ministeriums in Düsseldorf.

Auch im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen wächst demnach die Kluft zwischen Arm und Reich, bestätigte Schneider anhand aktueller Zahlen, die im Kontext der nordrhein-west­fälischen Sozialberichterstattung zusammengestellt wurden. So lag der Anteil der sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten, die einen Niedriglohn von weniger als 1.890 Euro im Monat beziehen, 2010 bei 20,4 Prozent. Im Jahr 2000 war die Niedriglohnquote mit 16,3 Prozent noch deutlich niedriger. 10 Prozent der Haushalte am unteren Ende der Einkommensskala stehen monatlich 815 Euro zur Verfügung; bei den oberen 10 Prozent sind es rund 7.381 Euro. „Eine dramatische Entwicklung“, stellte Minister Schneider fest.
Vergleicht man die Einnahme- und Ausgabeseite der privaten Haus­halte, so zeigt sich, dass bei den unteren 30 Prozent die Ausgaben höher sind, als das Einkommen. „Am problematischsten sieht es bei den unteren 10 Prozent aus, hier werden im Durchschnitt rund 200 Euro monatlich mehr ausgegeben als eingenommen“, so Schneider weiter. Bei den oberen 10 Prozent der Haushalte blieb am Ende des Monats rund 1.534 Euro von den Einnahmen übrig.

Diese Zahlen wirken sich auch auf die Überschuldung aus: So ist die Zahl der überschuldeten Personen von 2009 bis 2010 um rund 5 Pro­zent auf 1,61 Millionen gestiegen. Die Schuldnerquote beträgt demnach in NRW 10,9 Prozent (2009: 10,4 Prozent) und liegt damit über dem bundesdeutschen Durchschnitt von 9,5 Prozent.

„Die Zahlen sprechen für sich. Wir müssen alles tun, um diese Entwick­lung zu stoppen. Die nordrhein-westfälische Landesregierung setzt sich daher in der kommenden Woche im Bundesrat für einen flächende­ckenden Mindestlohn ein und für eine Neu-Regulierung der Minijobs, bei denen immer höhere Arbeitsstundenzahlen bei gleichem Geld für immer niedrigere Stundenlöhne sorgen. Das wollen wir ändern. Es muss end­lich auch bei den unteren Einkommen draufgesattelt werden. Das Aus­einanderdriften unserer Gesellschaft in immer ärmere und immer rei­chere Menschen muss endlich gestoppt werden“, so Schneider.

Weiteres differenziertes Zahlen- und Datenmaterial wird derzeit für den NRW-Sozialbericht 2012 ausgewertet. Der komplette Bericht wird der Öffentlichkeit im Juni kommenden Jahres vorgestellt.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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