Langzeitarbeitslosen eine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt geben

26. Februar 2012

Minister Schneider: Langzeitarbeitslosen eine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt geben / Arbeits- und Sozialminister hält „Kanzelrede“ in Duisburg

Arbeits- und Sozialminister Guntram Schneider will Langzeitarbeitslose, die keinen regulären Job finden können, besser in den ersten Arbeitsmarkt integrieren. „Auch Menschen mit besonderen Vermittlungshemmnissen müssen die Möglichkeit haben, am Arbeitsleben teilzunehmen. Denn Arbeit bedeutet nicht nur Einkommen, sondern auch Teilhabe an unserer Gesellschaft“, sagte der Minister in der Duisburger Salvatorkirche.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Arbeits- und Sozialminister Guntram Schneider will Langzeitarbeitslose, die keinen regulären Job finden können, besser in den ersten Arbeitsmarkt integrieren. „Auch Menschen mit besonderen Vermittlungshemmnissen müssen die Möglichkeit haben, am Arbeitsleben teilzunehmen. Denn Arbeit bedeutet nicht nur Einkommen, sondern auch Teilhabe an unserer Gesellschaft“, sagte der Minister in der Duisburger Salvatorkirche.

Die Landesregierung werde noch in diesem Jahr Modelle für eine öffentlich geförderte Beschäftigung auf den Weg bringen. Schwer vermittelbare Langzeitarbeitslose sollen über Lohnkostenzuschüsse in Unternehmen des ersten Arbeitsmarktes beschäftigt werden. Diese Arbeit müsse sozialversicherungspflichtig sein und tariflich oder ortsüblich entlohnt werden.

Schneider kritisierte in seiner Kanzelrede, die Bundesregierung habe trotz einer sich verfestigenden Langzeitarbeitslosigkeit die Mittel für die aktive Arbeitsmarktpolitik drastisch reduziert. Der Bund habe damit die Chance vertan, etwas für diejenigen zu tun, die trotz anziehender Konjunktur keine Aussicht auf Beschäftigung hätten. Es sei unverständlich, dass der Bund das erfolgreiche Programm „JobPerspektive“ „eingestampft“ habe – immerhin haben darüber seit 2007 allein in NRW über 12.000 langzeitarbeitslose Menschen wieder einen Zugang zum Arbeitsmarkt erhalten.

Gerade eine Stadt wie Duisburg mit einer Arbeitslosenquote von 13,2 Prozent zeige, wie eng Arbeitslosigkeit und Armut zusammenhängen, betonte Schneider: „Beinahe jeder zweite Arbeitslose in Duisburg ist länger als ein Jahr arbeitslos. Die Arbeitslosigkeit ist Armutsverursacher Nummer eins!“

Der Paritätische Wohlfahrtsverband hatte im Dezember in seinem Armutsbericht die Lage in Duisburg beleuchtet: Im Jahr 2005 lag die Armutsgefährdungsquote in Duisburg bei 17 Prozent, im Jahr 2010 war sie um rund ein Viertel auf 21,5 Prozent angewachsen. Das heißt, mehr als jeder Fünfte hat in Duisburg ein regelmäßiges Einkommen an oder unterhalb der Armutsgrenze. Der bundesweite Durchschnittswert lag 2010 bei 14,5 Prozent.

Die „Kanzelrede“ ist eine Veranstaltung der Kampagne „Ich will arbeiten“ der Diakonie des Ev. Kirchenkreises Duisburg.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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