Minister Schneider: Land konzentriert Mittel auf benachteiligte Stadtteile

31. Oktober 2014

Minister Schneider: Land konzentriert Mittel auf benachteiligte Stadtteile

Die Landesregierung unterstützt die Kommunen und Kreise bei ihrem Kampf gegen die Armut im Quartier. „Deshalb werden wir in den kommenden Jahren unsere Mittel auf benachteiligte Stadtteile und besonders von Armut Betroffene wie Alleinerziehende, Langzeitarbeitslose und Menschen mit Migrationshintergrund konzentrieren“, sagte Sozialminister Schneider in Köln auf einer Tagung zur Armutsbekämpfung im Quartier. In der neuen Förderphase der EU-Strukturfonds (bis 2020) wird das Land den Kommunen hierfür erhebliche Mittel zur Verfügung stellen. Allein aus dem Europäischen Sozialfonds werden ab Anfang 2015 insgesamt bis zu 180 Millionen Euro bereit stehen, hinzu kommen Mittel aus den Fonds für regionale Entwicklung und Entwicklung ländlicher Räume. Außerdem richtet das Land eine Fachstelle ein, die die Kommunen bei Sozialplanungsprozessen und der Armutsbekämpfung beraten wird.

Armutsbekämpfung im Quartier / Auftaktveranstaltung in Köln

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Die Landesregierung unterstützt die Kommunen und Kreise bei ihrem Kampf gegen die Armut im Quartier. „Deshalb werden wir in den kommenden Jahren unsere Mittel auf benachteiligte Stadtteile und besonders von Armut Betroffene wie Alleinerziehende, Langzeitarbeitslose und Menschen mit Migrationshintergrund konzentrieren“, sagte Sozialminister Schneider in Köln auf einer Tagung zur Armutsbekämpfung im Quartier.

In der neuen Förderphase der EU-Strukturfonds (bis 2020) wird das Land den Kommunen hierfür erhebliche Mittel zur Verfügung stellen. Allein aus dem Europäischen Sozialfonds werden ab Anfang 2015 insgesamt bis zu 180 Millionen Euro bereit stehen, hinzu kommen Mittel aus den Fonds für regionale Entwicklung und Entwicklung ländlicher Räume. Außerdem richtet das Land eine Fachstelle ein, die die Kommunen bei Sozialplanungsprozessen und der Armutsbekämpfung beraten wird.

„Den Kommunen kommt bei der Armutsbekämpfung im Quartier eine zentrale Rolle zu, denn sie wissen am besten, wo die Probleme vor Ort liegen“, so Minister Schneider. Die vom Sozialministerium gemeinsam mit der Stadt Köln und dem Caritasverband für das Erzbistum Köln veranstaltete Expertentagung steht unter der Überschrift „Starke Quartiere = Starke Menschen – Armutsbekämpfung im Quartier“. Neben allgemeinen Fragen der kommunalen Sozialplanung werden hier auch bereits vorhandene Best-Practice-Beispiele diskutiert. „Sie sollen anregen und zeigen, was nötig und möglich ist und was wir gemeinsam vor Ort erreichen können“, so Schneider.

Christian Baack vom Veedel e.V. stellte die Arbeit eines „Quartiermanagers“ vor: In einem von Armut und Arbeitslosigkeit geprägten Stadtteil wurde ein Netzwerk als Hilfe zur Selbsthilfe aufgebaut: Mit Babysitting in Nachbarschaftshilfe, Hausaufgabenhilfe, Mütterfrühstück, Ferienspielaktionen, Erziehungskompetenztrainings und Kochkursen für gesunde, preiswerte Ernährung werden die Familien angesprochen und zur Selbsthilfe befähigt. Auch stadtweite Angebote wie Schuldnerberatung, Jobbörse und Sprachförderkurse sind in das Netzwerk eingebunden.

Das Stadtteilmütterprojekt der Christlichen Sozialhilfe Köln stellte Senzena El-Djouini vor: Ziel des Projektes war es, Kommunikations- und Handlungsstrukturen aufzubauen und so Familien mit Migrationshintergrund auf allen Ebenen ihres Alltags zu erreichen. So sollen die soziale und berufliche Integration der Familien und die Bildungschancen der Kinder verbessert werden.

Henriette Reker, Dezernentin für Soziales, Integration und Umwelt der Stadt Köln: „Nachhaltige Maßnahmen zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung benötigen eine funktionierende, bedarfsgerechte soziale und wirtschaftliche Infrastruktur in den Quartieren. Dazu bedarf es eines sozialräumlich- und zielgruppenorientierten Ansatzes. Hierzu können punktuell eingesetzte Mittel aus EU- oder Landesförderung die breiten, in die Fläche gehenden Angebote der Kommunen unterstützen.“

Michaela Hofmann, Referentin beim Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln, erläuterte, warum die Caritas die Tagung unterstützt: „Die Arbeit mit Menschen in schwierigen Lebenssituationen ist Uraufgabe der Caritas. Durch Sozialraumarbeit, gezielte Vernetzung und Kooperationen kann es gelingen, die Lebenssituationen von Bewohnerinnen und Bewohnern zu verbessern und Armut und soziale Ausgrenzung zu stoppen. Eine gezielte und mit allen Beteiligten durchzuführende Sozialraumplanung ist hierfür die Grundlage.“

Nach dem Auftakt in Köln werden weitere regionale Veranstaltungen zur Armutsbekämpfung im Sozialraum folgen. Der nächste Termin ist in Dortmund am 21. November 2014. Informationen zum Handlungskonzept der Landesregierung gegen Armut und soziale Ausgrenzung unter: www.nrw-hält-zusammen.nrw.de.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon: 0211 855-3118.

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