Integrationsminister stellt NRW-Zuwanderungsstatistik vor

1. Juni 2012

Minister Schneider: Kleinere Städte tragen viel zur Integration bei / Integrationsminister stellt NRW-Zuwanderungsstatistik vor

Bei der Vorstellung der neuesten NRW-Zuwanderungsstatistik brachte NRW-Integrationsminister Guntram Schneider unerwartete Zahlen zu Tage: „Besonders interessant ist, dass der ländliche Raum und insbe­sondere auch die kleineren Städte viel mehr zur Integration beitragen, als viele annehmen“, sagte Schneider in Düsseldorf.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Bei der Vorstellung der neuesten NRW-Zuwanderungsstatistik brachte NRW-Integrationsminister Guntram Schneider unerwartete Zahlen zu Tage: „Besonders interessant ist, dass der ländliche Raum und insbe­sondere auch die kleineren Städte viel mehr zur Integration beitragen, als viele annehmen“, sagte Schneider in Düsseldorf.

So habe Hagen bei den kreisfreien Städten „mit 35,5 Prozent den höchsten Anteil von Migrantinnen und Migranten an der Bevölkerung“, gefolgt von Wuppertal (33,2 Prozent), Leverkusen (33,0 Prozent) und Remscheid (32,5 Prozent). Köln folgt mit 31,5 Prozent erst auf dem fünften Platz. Weitere Spitzenreiter sind Düsseldorf und Solingen (je­weils 30,9 Prozent). „Den geringsten Migrantenanteil hat Münster (20,9 Prozent)“, so Schneider.

Bei den Kreisen liegt der Märkische Kreis mit einem Migrantenanteil von 29,0 Prozent vorne, gefolgt vom Oberbergischen Kreis (27,9 Prozent) und dem Kreis Paderborn (26,2 Prozent). Den niedrigsten Anteil hat der Kreis Coesfeld (7,7 Prozent). „Auch bei den Regierungsbezirken ergibt sich ein für viele sicher unerwartetes Bild: Den höchsten Migrantenanteil hat der Regierungsbezirk Arnsberg (25,1 Prozent)“, erläuterte der Integ­rationsminister. Es folgen die Regierungsbezirke Köln (24,2 Prozent), Düsseldorf (23,9 Prozent), Detmold (23,6 Prozent) und Münster (17,8 Prozent).

Weitere interessante Ergebnisse der NRW-Zuwanderungsstatistik:

•  Die 548.661 Türkinnen und Türken sind mit Abstand die größte nicht-deutsche Zuwanderergruppe in NRW (Anteil an den Auslän­der/innen: 30,6 Prozent). Danach folgen die Italienerinnen und Italie­ner (121.509 Personen) und die Polinnen und Polen (119.171 Per­sonen).

•  81,7 Prozent der Ausländerinnen und Ausländer stammen aus dem europäischen Ausland (einschließlich Türkei). Unter den Nichteuro­päern sind die Asiatinnen und Asiaten mit 190.609 Personen die größte Gruppe (ihr Anteil an der ausländischen Bevölkerung beträgt 10,6 Prozent).

• Nordrhein-Westfalen hat von 1989 bis 2009 647.380 Spätaussiedlerin­nen und -aussiedler aufgenommen, die vorwiegend aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion gekommen sind. Ihre Zahl ist seit Jahren rückläufig, 2010 kamen noch 502 von ihnen nach NRW.

„Von den 4,2 Millionen Menschen in NRW mit einem Migrationshin­tergrund waren im Jahr 2010 mehr als die Hälfte (2,3 Millionen) deut­sche Staatsbürger“, so Guntram Schneider. Insgesamt haben 23,3 Pro­zent der nordrhein-westfälischen Bevölkerung einen Migrationshin­tergrund. Dies sind laut Definition Menschen mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit, Menschen, die seit 1950 nach Deutschland zuge­wandert sind, und Menschen mit mindestens einem seit 1960 zugewan­derten oder ausländischen Elternteil.

Die nach Kreisen und kreisfreien Städten trennscharf aufbereitete NRW-Zuwanderungsstatistik enthält eine Fülle von Daten zur Bevölkerungs­bewegung und insbesondere zur Situation von Ausländerinnen und Ausländern am Arbeitsmarkt und im Bildungswesen. Soweit verfügbar sind auch Zahlen über Menschen mit und ohne Migrationshintergrund enthalten. Stand der Daten ist in den meisten Fällen der 31.12.2010.

Die NRW-Zuwanderungsstatistik im Internet: www.mais.nrw.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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