Konferenz: Europäische Kommunen gegen Kinderarmut

28. Oktober 2010

Minister Schneider: „Kampf gegen Kinderarmut ist zentrales sozialpolitisches Anliegen der Landesregierung“ / Europäische Konferenz zur Kinderarmut

„Der Kampf gegen Kinderarmut ist ein zentrales sozialpolitisches Anliegen der Landesregierung. Wir wollen nicht länger hinnehmen, dass in Nordrhein-Westfalen mittlerweile jedes vierte Kind von Armut bedroht ist“, sagte Sozialminister Guntram Schneider heute in Düsseldorf zum Auftakt der internationalen Konferenz „Europäische Kommunen gegen Kinderarmut“.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

„Der Kampf gegen Kinderarmut ist ein zentrales sozialpolitisches Anliegen der Landesregierung. Wir wollen nicht länger hinnehmen, dass in Nordrhein-Westfalen mittlerweile jedes vierte Kind von Armut bedroht ist“, sagte Sozialminister Guntram Schneider heute in Düsseldorf zum Auftakt der internationalen Konferenz „Europäische Kommunen gegen Kinderarmut“.

Trotz der guten wirtschaftlichen Entwicklung gehe in Nordrhein-West­falen die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander. Darunter litten insbesondere Kinder, die massive Einschränkungen in der Schule, im Wohnumfeld und bei der Freizeitgestaltung erleiden müssten.

„In unseren Städten und Gemeinden driftet unsere Gesellschaft immer weiter auseinander. Deshalb wollen wir das Problem Kinderarmut ge­meinsam mit den Kommunen angehen. Mit einem Handlungsprogramm über alle Politikbereiche hinweg wird die Landesregierung dazu bei­tragen, dass soziale Benachteiligungen ausgeglichen und die Chancen aller Kinder und Jugendlichen verbessert werden“, erklärte Schneider. So prüfe das Sozialministerium, wie in den Kommunen der Aufbau von Netzwerken unterstützt werden könne, in denen Kindertageseinrichtun­gen, Schulen, Jugendhilfe, Familienbildung und Jobcenter zum Wohl der Kinder zusammenarbeiten. Der Minister kündigte an, den Runden Tisch gegen Kinderarmut auf Landesebene konzeptionell neu zu gestalten und durch die Landes-Sozialberichterstattung sowie themen­bezogene Arbeitsgruppen zu flankieren.

Marc-Jan Eumann, Staatssekretär für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, bekräftigte, dass nachhaltige Armutsbekämpfung bei der „Vererbbarkeit“ von Armut ansetzen müsse. „Der Teufelskreis, arme Eltern, arme Kinder, kann durchbrochen werden. Dazu muss Armuts­bekämpfung im sozialen Umfeld der Kinder ansetzen. Sie muss Kinder in Sprache und Bildung fördern und ihren Familien müssen Beratung und Betreuung angeboten werden.“

„Kinder sind arm, weil ihre Eltern arm sind. Hauptursache von Armut sind vor allem Arbeitslosigkeit und unsichere Beschäftigungsverhält­nisse. An erster Stelle muss deshalb die Bekämpfung der Arbeitslosig­keit stehen, ergänzt durch eine gerechte Entlohnung“, betonte Minister Schneider. Dabei hätten gerade Alleinerziehende zu geringe Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Die Landesregierung werde deshalb die Ange­bote für Kinderbetreuungseinrichtungen und Ganztagsschulen aus­weiten.

Sozialminister Schneider kritisierte in diesem Zusammenhang auch die von der Bundesregierung vorgelegten Entwürfe für die Neuregelung der Hartz IV-Sätze und das Sparpaket: „Das von der Regierungskoalition in Berlin vorgelegte Bildungspaket ist völlig unzureichend und ermöglicht den bedürftigen Kindern keine angemessene Chance auf eine gute Bildung. Dazu werden die Mittel für den Arbeitsmarkt zusammen­gestrichen. So werden die Möglichkeiten der Eltern weiter eingeschränkt auf einen regulären Arbeitsplatz vermittelt zu werden. Hier muss die Bundesregierung dringend umsteuern – auch und gerade im Interesse der Kinder.“

Veranstalter der Konferenz aus Anlass des Europäischen Jahres zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung sind das nordrhein-westfälische Sozialministerium und die Ministerin für Bundesangelegen­heiten, Europa und Medien, Dr. Angelica Schwall-Düren. Auf der Tagung werden Erfahrungen aus verschiedenen europäischen Kom­munen vorgestellt und diskutiert.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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