Junge Migranten bei erfolgreicher Ausbildung unterstützen

24. Februar 2012

Minister Schneider: Junge Migrantinnen und Migranten bei einer erfolgreichen Ausbildung unterstützen / Regionen-Tour zur Fachkräfteinitiative / Arbeitsminister besucht Projekt in Bielefeld / 100.000 Euro für berufliche Qualifizierung

Arbeitsminister Guntram Schneider hat im Zuge seiner Regionen-Tour zur Fachkräfteinitiative in Bielefeld ein Projekt besucht, mit dem die Landesregierung die berufliche Qualifizierung insbesondere junger Migrantinnen und Migranten aus dem Kreis Gütersloh fördert. Mit rund 100.000 Euro aus EU-Mitteln sollen förderbedürftige Schülerinnen und Schüler für eine Ausbildung in den Metallberufen fit gemacht werden.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Arbeitsminister Guntram Schneider hat im Zuge seiner Regionen-Tour zur Fachkräfteinitiative in Bielefeld ein Projekt besucht, mit dem die Landesregierung die berufliche Qualifizierung insbesondere junger Migrantinnen und Migranten aus dem Kreis Gütersloh fördert. Mit rund 100.000 Euro aus EU-Mitteln sollen förderbedürftige Schülerinnen und Schüler für eine Ausbildung in den Metallberufen fit gemacht werden.

„Ostwestfalen-Lippe ist der zweitstärkste Wirtschaftsraum des Maschinenbaus in Deutschland. Die Fachkräfteversorgung zu sichern ist für die Branche ein existenzielles Thema“, sagte Schneider. Gleichzeitig helfe das Projekt, Jugendarbeitslosigkeit zu vermeiden.

Das Projekt „Starte durch – Dein Job im Maschinenbau“ wurde von der Nachwuchsstiftung des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken entwickelt. Es richtet sich an etwa 30 Schülerinnen und Schüler, ins­besondere solche mit Zuwanderungsgeschichte, die ohne zusätzliche Unterstützung nicht den Übergang in eine Berufsausbildung schaffen würden. Ein halbes Jahr vor ihrem Schulabschluss werden sie durch schulische und betriebliche Maßnahmen wie beispielsweise Praktika ausbildungsreif gemacht und anschließend in 25 Maschinenbaubetriebe in Bielefeld und im Kreis Gütersloh vermittelt. Dabei werden ihnen an Nachmittagen und Wochenenden fachliche, methodische, soziale und persönliche Basiskompetenzen vermittelt. Die Jugendlichen werden weitere 18 Monate während ihrer betrieblichen Ausbildung begleitet, um einen erfolgreichen Abschluss zu erreichen.

Das in Bielefeld vorgestellte Projekt – so der Minister weiter – sei ein gutes Beispiel für den regionalen Ansatz der Landes-Fachkräfte­initiative: „Zusammen mit den Regionen wollen wir die Potenziale zur Fachkräftesicherung mobilisieren. Derzeit bricht fast jeder vierte Jugendliche die Berufsausbildung ab. Dem wollen wir mit unserem Projekt vorbeugen“, sagte Schneider.

Im Oktober vergangenen Jahres war die Landesinitiative zur Fach­kräftesicherung gemeinsam mit Arbeitgebern, Hochschulen, Kammern, Arbeitsverwaltungen und Arbeitnehmervertretungen gestartet worden, um einen Beitrag zu leisten, die bis 2020 drohende Lücke von 630.000 Fachkräften in Nordrhein-Westfalen zu reduzieren. Genutzt werden sollen dabei insbesondere die Potentiale von Jugendlichen ohne beruf­liche Ausbildung; von hier lebenden Migrantinnen und Migranten, die unter ihren Möglichkeiten beschäftigt sind oder deren Abschlüsse aus dem Ausland hier nicht anerkannt werden; von älteren Beschäftigten mit ihrer Erfahrung und von Frauen, für die Konzepte zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf fehlen. Für die Umsetzung der Initiative stehen bis 2015 bis zu 50 Millionen Euro bereit.

Weitere Informationen zur Fachkräfteinitiative unter www.mais.nrw.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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