Junge Frauen und Migrantinnen und Migranten besonders im Fokus

23. März 2012

Minister Schneider: Junge Frauen und Migrantinnen und Migranten besonders im Fokus / NRW stellt bundesweit einmalige Wohnungslosenstatistik vor

NRW hat als erstes Bundesland eine aussagefähige Wohnungslosenstatistik vorgelegt. Danach waren im Jahr 2011 rund 16.000 Menschen beispielsweise in Obdachlosenunterkünften untergebracht oder vorübergehend in anderen Einrichtungen oder auch bei Bekannten untergekommen. Mindestens 470 Menschen lebten ohne jegliche Unterkunft auf der Straße.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

NRW hat als erstes Bundesland eine aussagefähige Wohnungslosenstatistik vorgelegt. Danach waren im Jahr 2011 rund 16.000 Menschen beispielsweise in Obdachlosenunterkünften untergebracht oder vorübergehend in anderen Einrichtungen oder auch bei Bekannten untergekommen. Mindestens 470 Menschen lebten ohne jegliche Unterkunft auf der Straße.

Sozialminister Guntram Schneider sagte zur Vorstellung der neuen Statistik: „Damit können wir erstmals sehr viel konkretere Aussagen über Art und Umfang der Wohnungslosigkeit machen. Bemerkenswert sind beispielsweise der überraschend hohe Anteil junger Frauen an den Wohnungslosen und die Tatsache, dass mindestens ein Viertel aller Wohnungslosen Migrantinnen oder Migranten sind.“

Bis zum Jahr 2009 - so der Minister - habe NRW immerhin eine Statistik gehabt, mit der Wohnungslose erfasst wurden, die von den Behörden beispielsweise in kommunalen Notunterkünften untergebracht waren. Die neue Statistik sei deutlich umfassender, denn sie berücksichtige auch Wohnungslose, die in Einrichtungen der freien Träger Unterkunft gefunden haben oder aber auf der Straße leben und diese Einrichtungen aufsuchen, um Beratung und Unterstützung zu erhalten. Wohnungslose, die auf der Straße leben und keinerlei Unterstützung suchen, können statistisch nicht erfasst werden.

Von den insgesamt 16.448 wohnungslosen Personen in NRW waren 10.132 von den kommunalen Behörden untergebracht, 6.316 wurden von den freien Trägern der Wohnungslosenhilfe betreut.

Weitere NRW-Zahlen:

• Etwa 80 Prozent der Wohnungslosen sind Männer.

• Bei den unter 25-Jährigen beträgt der Frauenanteil mehr als ein Drittel. Bei den unter 18-jährigen Wohnungslosen ist die absolute Zahl der Frauen (465) sogar etwas höher als die der Männer (461).

• 85 Prozent der von den Ordnungsbehörden untergebrachten Personen leben in Obdachlosenunterkünften, etwa 40 Prozent von ihnen länger als zwei Jahre. Die übrigen Personen sind in Normalwohnungen untergebracht.

• Mehr als ein Drittel der von den freien Trägern erfassten Wohnungslosen sind bei Bekannten untergekommen (34 Prozent); bei den Frauen beträgt der Anteil sogar 45 Prozent.

Die Wohnungslosenstatistik soll künftig jährlich aktualisiert werden. Sie ist Teil des Aktionsprogramms „Obdachlosigkeit verhindern“. Damit unterstützt das Land die für die Unterbringung wohnungsloser Menschen zuständigen Kommunen sowie freie Träger der Wohnungslosenhilfe. Hierfür stehen jährlich 1,12 Millionen Euro zur Verfügung, beispielsweise für Modellvorhaben, die sich an neue Betroffenengruppen wenden. Darüber hinaus hat das Sozialministerium eine Studie über wohnungslose Menschen mit Migrationshintergrund sowie eine Untersuchung über junge Wohnungslose in Auftrag gegeben.

Die NRW-Wohnungslosenstatistik im Internet: www.mais.nrw.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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