Interkulturelle Arbeit: „Kulturmittler“ bei Thyssen-Krupp Steel AG

14. Januar 2011

Minister Schneider: „Interkulturelle Arbeit der ‚Kulturmittler’ fördert offene Firmenkultur unter Beschäftigten aus unterschiedlichen Ländern. Das ist gut für betriebliche Innovationen“ / Zertifikate für „Kuturmittler“ bei Thyssen-Krupp Steel AG

Arbeits- und Integrationsminister Guntram Schneider hat „Kulturmittler“ bei der ThyssenKrupp Steel AG in Duisburg ausgezeichnet. Sie sollen die Zusammenarbeit von Mitarbei­tern mit unterschiedlichen Nationalitäten verbessern.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Nordrhein-Westfalens Arbeits- und Integrationsminister Guntram Schneider hat heute „Kulturmittler“ bei der ThyssenKrupp Steel AG in Duisburg ausgezeichnet. Sie sollen die Zusammenarbeit von Mitarbei­tern mit unterschiedlichen Nationalitäten verbessern. „Sprachprobleme und Vorurteile können zur gegenseitigen Ausgrenzung führen. Deshalb brauchen wir in Betrieben interkulturelle Arbeit, um Konflikte zu ent­schärfen“, sagte Schneider heute bei der Ehrung der ersten 15 Kultur­mittler in dem Konzern. Weitere 16 sollen folgen.

In dem Duisburger Konzern werden die „Kulturmittler“ im Rahmen des Projektes „Interkulturelles Handeln und Konfliktmanagement in den neuen Arbeitsstrukturen der Stahlindustrie“ ausgebildet. Mittler zwischen unterschiedlichen Kulturen gibt es auch in anderen Unternehmen der Stahlindustrie sowie in den Zuliefer- und Dienstleistungsbetrieben. Da­bei soll es nicht bleiben. „’Kulturmittler’ werden selbstverständlich auch in anderen Branchen sowie kleineren und mittleren Unternehmen ge­braucht“, betonte Minister Schneider.

Bei ThyssenKrupp in Duisburg sensibilisieren die ‚Kulturmittler’ auch Führungskräfte, damit sie helfen, Konflikte zwischen den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen mit unterschiedlicher Herkunft und Kultur zu ver­meiden“, betonte Minister Schneider. Unternehmen, in denen Beschäf­tigte mit Zuwanderungsgeschichte den betrieblichen Alltag durch ihre Erfahrungen ergänzen, gehörten zu den Gewinnern im Wettbewerb.

„Uns ist es wichtig, dass die ‚Kulturmittler’ das Handwerkszeug für ihre Aufgabe erlernen und ihre interkulturellen Kompetenzen weiter entwi­ckeln können. Dafür wollen wir Beschäftigte gewinnen und qualifizieren, um gegenseitigen Respekt zu fördern und bei Konflikten sehr früh zu vermitteln, bevor sich die Fronten verhärten“, erklärte Rolf Plake, Be­gleiter des Projekts bei ThyssenKrupp und Geschäftsführer der Wert.Arbeit GmbH. Annegret Finke vom Kulturmittlerverein e.V. Duis­burg, sagte: „Wir freuen uns, dass die ‚Kulturmittler’ mit hohem Engage­ment und Motivation bei der Sache sind.“

Weitere Informationen stehen unter www.integration.nrw.de, www.mais.nrw.de/integration sowie unter www.esf.de und www.wertarbeitgmbh.de zur Verfügung.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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