Inklusion braucht Beispiele gelungener Praxis

Porträtfoto von Minister Guntram Schneider
1. April 2015

Minister Schneider: Inklusion braucht Beispiele gelungener Praxis

Inklusionskataster geht an den Start: Ratgeber für Politik, Verwaltung und Organisationen von Menschen mit Behinderungen

Nordrhein-Westfalen bekommt ein Inklusionskataster, in dem gelungene Projekte, Maßnahmen und Initiativen zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen gesammelt, dokumentiert und online abgerufen werden können.

 
Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Nordrhein-Westfalen bekommt ein Inklusionskataster, in dem gelungene Projekte, Maßnahmen und Initiativen zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen gesammelt, dokumentiert und online abgerufen werden können. „Wer die Welt verändern will, muss überzeugend argumentieren. Und für den Fortschritt bei der Inklusion ist nichts so überzeugend, wie die gelungene Praxis“, sagte Sozialminister Guntram Schneider zur Vorstellung des neuen Inklusionskatasters.


„Wir wollen damit Anregungen für die Entwicklung neuer Projekte und Initiativen geben“, so Schneider weiter. „Denn warum soll man Inklusion neu erfinden, wenn es längst gelungene Beispiele gibt, die so oder so ähnlich auch anderorts verwirklicht werden könnten!“ Darüber hinaus sei das Inklusionskataster auch eine gute Informationsquelle für Menschen mit Behinderungen, die auf der Suche nach geeigneten Angeboten sind.


Die ersten vorbildhaften Inklusionsprojekte sind jetzt online gestellt worden. Beispielsweise „Eifel barrierefrei“, eine Initiative des Deutsch-Belgischen Naturparks Hohes Venn – Eifel. Dargestellt werden mehr als 70 Angebote, mit denen Menschen mit Behinderungen den Naturpark barrierefrei erleben können. Ein anderes Beispiel ist die „Künstlergruppe Nebelhorn“ in Schermbeck (Kreis Wesel). Menschen mit und ohne Behinderungen finden hier ein offenes Atelier, in dem sie sich unter Anleitung eines Künstlers kreativ betätigen können. Und ein Garten- und Landschaftsbauunternehmen in Heek (Kreis Borken) hat mit Unterstützung des Landesprogramms „Integration unternehmen!“ eine Integrationsabteilung gegründet, in der Menschen mit und ohne Behinderungen gemeinsam als Gärtnerinnen und Gärtner tätig sind.

 

Das Inklusionskataster wird fortlaufend neue Projekte unter anderem aus den Bereichen Wohnen, Arbeit, Freizeit, Bildung, Kultur, Politik und Gesundheit aufnehmen und auf seiner Internetseite darstellen. Hierzu gibt es ein unkompliziertes Verfahren, mit dem Projekte sich online für die Aufnahme in das Kataster bewerben können.


„Die UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet uns, die Teilhabemöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen zu verbessern“, so Minister Schneider. „Oft scheitert dies ganz einfach daran, dass Verantwortliche in Betrieben, Verwaltungen, Schulen, Krankenhäusern oder Kultureinrichtungen noch zu wenig darüber wissen, wie Barrieren praktisch abgebaut werden können.“ Deshalb sei es gut, dass die Organisationen der Menschen mit Behinderungen, die Kommunalen Spitzenverbände und die Landschaftsverbände, die Regionaldirektion NRW der Agentur für Arbeit, die Wohlfahrtsverbände und viele Andere ihre Bereitschaft zur Mitarbeit am Inklusionskataster erklärt haben.


Das Inklusionskataster ist ein zentrales Projekt im Rahmen des Aktionsplans der Landesregierung „Eine Gesellschaft für alle – NRW inklusiv“. Das Kataster wird beim Zentrum für Planung und Evaluation Sozialer Dienste (ZPE) der Universität Siegen geführt.

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