Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – noch immer sind die Männer gleicher

24. März 2011

Minister Schneider: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – noch immer sind die Männer gleicher / „Equal Pay Day“ am 25. März 2011

Frauen verdienen in Deutschland durchschnittlich fast ein Viertel weniger brutto pro Stunde als Männer. „Es ist ein Armutszeugnis für unser Land, dass Frauen heute immer noch für das soziale Grundrecht gleiches Geld für gleiche Arbeit vorenthalten wird.“ Das sagte Arbeitsminister Guntram Schneider heute in Düsseldorf zum Anlass des morgigen „Equal Pay Day“.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Frauen verdienen in Deutschland durchschnittlich fast ein Viertel weniger brutto pro Stunde als Männer. „Es ist ein Armutszeugnis für unser Land, dass Frauen heute immer noch für das soziale Grundrecht gleiches Geld für gleiche Arbeit vorenthalten wird.“ Das sagte Arbeitsminister Guntram Schneider heute in Düsseldorf zum Anlass des morgigen „Equal Pay Day“.
Im Bildungssystem seien Frauen heute erfolgreich, aber am Arbeitsmarkt zahlten sich diese Erfolge noch nicht aus. So seien 56 Prozent der jungen Menschen, die im letzten Jahr in NRW die Schule mit einer Hochschulreife verlassen hätten, Frauen. „Im Beruf stoßen Frauen aber immer noch an die sogenannte ‚gläserne Decke’, der scheinbar offene Weg einer beruflichen Karriere bleibt ihnen häufig versperrt“, so Schneider weiter.

Besonders eklatant seien die Unterschiede, wenn man sich die höheren und die niedrigen Einkommen ansehe, so Schneider. Jeder vierte sozialversicherungspflichtig vollzeitbeschäftigte Mann (25,3 Prozent) hat ein Monatsbruttoeinkommen von mehr als 4.000 Euro, aber nur etwa jede zehnte Frau (10,6 Prozent). In der Gruppe mit einem Monatseinkommen unter 1.000 Euro sind die Frauen mit 68 Prozent vertreten, die Männer mit 32 Prozent.

Einige Zahlen zur Lage der Frauen auf dem Arbeitsmarkt in NRW:

• Der Frauenanteil an den Führungskräften der obersten Ebene beträgt 23 Prozent, in Großbetrieben sogar nur 10 Prozent.

• Rund 95 Prozent der Männer arbeiten Vollzeit, aber nur rund 65 Prozent der Frauen.

• Fast 70 Prozent der im Niedriglohnsektor Beschäftigten sind Frauen (69 Prozent, Zahl für Deutschland, 2008). Hinzu kommt, dass 67 Prozent der ausschließlich geringfügig Beschäftigten („Mini-Jobber“ mit einem Monatseinkommen unter 400 Euro) Frauen sind.

Der „Equal Pay Day“ wurde 2009 vom Frauennetzwerk „Business and Professional Women Germany e.V.“ ausgerufen. Heute zählen auch die Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauenbüros und Gleichstellungsstellen, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, der Deutsche Frauenrat und der Verband deutscher Unternehmerinnen zu dem Aktionsbündnis.

Die Initiatoren beziehen sich auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Danach verdienten Frauen in Deutschland im Jahr 2008 mit durchschnittlich 14,51 Euro pro Stunde 4,39 Euro weniger als Männer. Frauen erhielten brutto pro Stunde durchschnittlich 23 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Leiharbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer würden sogar bis zu 40 Prozent schlechter bezahlt als Festangestellte. Der „Equal Pay Day“ markiert den Entgeltunterschied zwischen den Geschlechtern als den Zeitraum, den Frauen über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssten, um auf das durchschnittliche Vorjahresgehalt von Männern zu kommen.

Informationen zum „Equal Pay Day“ gibt es unter www.equalpayday.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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