Minister Schneider: Gerade das Wachgewerbe braucht fairere Arbeitsbedingungen

27. September 2012

Minister Schneider: Gerade das Wachgewerbe braucht fairere Arbeitsbedingungen

Nordrhein-Westfalens Arbeits- und Sozialminister Guntram Schneider fordert für die rund 35.000 Beschäftigten im nordrhein-westfälischen Wach- und Sicherheitsgewerbe fairere Arbeitsbedingungen. „Ich appelliere an die Arbeitgeber, gerade in dieser Branche die Qualität der Arbeit zu sichern, auskömmliche Löhne zu zahlen und unbefristete Arbeitsverhältnisse zur Regel werden zu lassen“, sagte Schneider in Essen während der Internationalen Security-Messe.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Nordrhein-Westfalens Arbeits- und Sozialminister Guntram Schneider fordert für die rund 35.000 Beschäftigten im nordrhein-westfälischen Wach- und Sicherheitsgewerbe fairere Arbeitsbedingungen. „Ich appelliere an die Arbeitgeber, gerade in dieser Branche die Qualität der Arbeit zu sichern, auskömmliche Löhne zu zahlen und unbefristete Arbeitsverhältnisse zur Regel werden zu lassen“, sagte Schneider in Essen während der Internationalen Security-Messe.

Bei einer Konferenz mit 70 Betriebsräten aus Wach- und Sicherheitsunternehmen betonte der Minister, dass gerade auch in diesen Betrieben das Prinzip der ‚Fairen Arbeit’ gelten müsse. „Leider wird dies nicht immer eingehalten“, kritisierte er. Beispiel Bezahlung: Schneider verwies darauf, dass in dem Gewerbe zwar ein gesetzlicher Mindestlohn von zurzeit 8,09 Euro gelte und parallel der Tarifvertrag in Nordrhein-Westfalen auch allgemein-verbindlich sei. Die unterste Lohngruppe liege bei 8,15 Euro. „Dies kann aber nur der erste Schritt sein“, betonte der Minister. „Auch in dieser Branche brauchen wir einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn, der bei 8,50 Euro beginnen muss“, forderte Schneider.

Beispiel Arbeitszeiten: „Mir ist bekannt, dass Zwölf-Stunden-Schichten beziehungsweise in der Spitze bis zu 300 Stunden im Monat die Regel sind“, kritisierte der Minister. „Dies sind nicht nur familienunfreundliche Arbeitszeiten, sondern auch gesundheitsschädliche Arbeitsbedingungen.“

Beispiel Arbeitsverträge: „Gerade an den Flughäfen sind unzählige befristete Beschäftigungsverhältnisse vorhanden“, sagte Schneider. Dies bestätige den Kurs der Landesregierung, prekäre Beschäftigung zurück zu drängen und das Prinzip der ‚Fairen Arbeit’ durchzusetzen. Der Minister betonte: „Gerade in diesem Gewerbe kommt es auf Sicherheit an – aber Sicherheit hat etwas mit Vertrauen und Kontinuität zu tun.“

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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