Erfolgreiche Praxis­beispiele für vorbeugende kommunale Sozialpolitik

18. November 2011

Minister Schneider: Erfolgreiche Praxis­beispiele für eine vorbeugende kommunale Sozialpolitik / Minister stellt Handbuch „Moderne Sozialplanung“ vor

Bei der Eröffnung einer Fachtagung des Sozialministeriums in Düssel­dorf stellte Sozialminister Guntram Schneider ein von seinem Haus in Auftrag gegebenes Handbuch zur modernen Sozialplanung vor.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Bei der Eröffnung einer Fachtagung des Sozialministeriums in Düssel­dorf stellte Sozialminister Guntram Schneider ein von seinem Haus in Auftrag gegebenes Handbuch zur modernen Sozialplanung vor. „Wir wollen die Kommunen bei der Bewältigung der wachsenden sozialen Probleme stärken“, so der Minister in seiner Rede. „Denn der Spagat zwischen sozialpolitischen Erfordernissen und realen Finanzierungs­möglichkeiten wird für die Städte und Gemeinden immer größer“, sagte der Minister.

Forscher sprächen inzwischen von sozial gespaltenen Städten, so Minister Schneider weiter. „In den meisten Großstädten gibt es immer mehr Armutsquartiere. Wer es sich leisten kann, zieht weg, und die Dagebliebenen bleiben mit ihren Problemen unter sich. Häufig sind dies auch die Stadtteile mit den höchsten Anteilen an Kindern und Migranten. Hier müssen die Städte mit einer modernen Sozialberichterstattung und Sozialplanung ansetzen.“

Dabei soll das Handbuch „Moderne Sozialplanung“ helfen, das gemein­sam mit den Kommunalen Spitzenverbänden und kommunalen Prak­tikern erstellt wurde. Darin: viele Anregungen und Praxisbeispiele, die den Kommunen zeigen, wie sie unter anderem ihre Analyse-, Planungs- und Steuerungsprozesse optimieren und so ihre präventive Sozialpolitik verbessern können.

So hat sich zum Beispiel die Stadt Bielefeld zum Ziel gesetzt, Familien in ihrer Erziehungskompetenz zu stärken und dadurch den Anteil in Heimen untergebrachter Kinder zu verringern. Dazu erhalten Familien in besonders schwierigen Lebensverhältnissen Unterstützung durch Familienhebammen und ergänzende ambulante Hilfen zur Erziehung. Durch diese Umsteuerung zu einer präventiven Hilfe werden nicht nur Heimunterbringungen vermieden, sondern auch der städtische Haushalt um rund 50.000 Euro pro Fall und Jahr entlastet.

Zweites Beispiel: In Mülheim an der Ruhr zeigte sich bei den Schul­eingangsuntersuchungen, dass Kinder, die in einem Sportverein trainieren, bessere Voraussetzungen für die Schule mitbrachten. Deutlich schlechter gerüstet waren dagegen Kinder mit einem hohen Konsum elektronischer Medien. Zusammen mit den Sportvereinen und einer Stiftung bietet die Stadt jetzt allen Schulneulingen ein kostenloses Jahresticket für einen Sportverein ihrer Wahl. Sportlotsen unterstützen sie bei der Suche nach einem passenden Verein.

Und Drittens: Die Stadt Dortmund hat im Zuge ihrer Sozialberichter­stattung 13 von insgesamt 39 Sozialräumen der Stadt identifiziert, in denen die sozialen Probleme deutlich größer sind als im städtischen Durchschnitt. Durch den „Aktionsplan Soziale Stadt“ wurden diese Sozialräume zu Aktionsräumen. Das heißt, die sozialen Hilfen und Angebote setzen gezielt in diesen Sozialräumen an. Gleichzeitig wird Sozialpolitik als Querschnittsaufgabe verstanden, in der Politik, Verwal­tung, Organisationen und Ehrenamt zusammenwirken.

Nach der heutigen Vorstellung des Handbuchs „Moderne Sozial­planung“, das vom Sozialministerium bei der Kommunalen Gemein­schaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) in Auftrag gegeben wurde, wird die Publikation in den kommenden Wochen an die Fach­öffentlichkeit in Nordrhein-Westfalen verschickt.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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