Minister Schneider: Ein Schlag ins Gesicht für junge Migranten

10. November 2011

Minister Schneider: Ein Schlag ins Gesicht für junge Migranten / Staatsbürgerschaftsreform im Bundestag gescheitert

Zur im Deutschen Bundestag gescheiterten Reform des Staatsbürger­schaftsrechts erklärt der nordrhein-westfälische Integrationsminister Guntram Schneider: „Die Mehrheit von CDU/CSU und FDP hat heute die historische Chance verpasst, ein Signal zu setzen, dass Migranten­kindern deutlich zeigt: ‚Ihr gehört zu Deutschland!’“

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Zur im Deutschen Bundestag gescheiterten Reform des Staatsbürger­schaftsrechts erklärt der nordrhein-westfälische Integrationsminister Guntram Schneider: „Die Mehrheit von CDU/CSU und FDP hat heute die historische Chance verpasst, ein Signal zu setzen, dass Migranten­kindern deutlich zeigt: ‚Ihr gehört zu Deutschland!’“

Kinder ausländischer Eltern müssten sich nach wie vor bis zum 23. Lebensjahr zwischen zwei Staatsbürgerschaften entscheiden, der ihrer Eltern und der ihrer Heimat, so der Minister. „Ein Spagat, der viele zerreißt und manch einen zur Auswanderung in die Heimat seiner Vorfahren treibt. Davon habe ich mich gerade bei meinem Türkeibesuch überzeugt.“

Angesichts der ohnehin verheerenden Einbürgerungszahlen sei dies nicht nur „ein Schlag ins Gesicht für viele Jugendliche der zweiten und dritten Einwanderergeneration“. Es sei auch aus demografischen Grün­den eine Katastrophe, sagte Minister Schneider weiter. „Wir verlieren auch durch eine antiquierte Einbürgerungspraxis immer mehr Men­schen. Diese Einbürgerungspraxis taugt nicht als Integrationsmittel. Sie verhindert Integration. Weil sie unlogisch ist!“ Anders könne man sich nicht erklären, warum EU-Bürger Doppelstaatler sein können und hier geborene Kinder von hier langjährig ansässigen Migranten, beispiels­weise aus Kroatien oder der Türkei, nicht.

Minister Schneider abschließend: „Die heutige Entscheidung des Bun­destages zeigt deutlich: Die aktuelle Bundesregierung und ihre Mehrheit im Bundestag regieren an den Realitäten vorbei. Das Land Nordrhein-Westfalen wird sich aber weiterhin für die Reform der Staatsbürgerschaft einsetzen.“

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.