Verkaufskontrollen gefährlicher Bauschäume und Dichtstoffe

3. Mai 2011

Minister Schneider: „Die Sicherheit für Heimwerker steht für uns im Vordergrund“ / Verkaufskontrollen gefährlicher Bauschäume und Dichtstoffe

Arbeitsminister Guntram Schneider hat verstärkte Kontrollen der Behörden beim Verkauf gesundheitsgefährdender Bauschäume, Kleb- und Dichtstoffe im Einzelhandel angeordnet. Die unter anderem in Baumärkten erhältlichen Materialien für Heimwerkerinnen und Heimwerker dürfen nur nach Beratung durch sachkundiges Perso­nal verkauft werden.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Guntram Schneider hat verstärkte Kontrollen der Behörden beim Verkauf gesundheitsgefährdender Bau-schäume, Kleb- und Dichtstoffe im Einzelhandel angeordnet. Die unter anderem in Baumärkten erhältlichen Materialien für Heimwerkerinnen und Heimwerker dürfen nur nach Beratung durch sachkundiges Perso­nal verkauft werden. „Im Vordergrund steht für uns die Sicherheit der Heimwerker. Wir kontrollieren, ob diese Produkte auch tatsächlich nur nach eingehender Beratung verkauft werden und sich die Kunden nicht selbst bedienen“, sagte Minister Schneider heute in Düsseldorf.

Viele dieser bei Bastlerinnen und Bastlern beliebten Artikel enthalten gefährliche Chemikalien, die Allergien auslösen können oder sogar im Verdacht stehen, krebserzeugend zu sein. Mit den Kontrollen sollen die gesetzlichen Verkaufsbeschränkungen dieser MDI-haltigen Produkte überwacht werden.

Hintergrund der jetzt von Minister Schneider angeordneten Kontrollen: Das Amt für Verbraucherschutz in Düsseldorf hat bei Stichproben in Geschäften, Bau- und Heimwerkermärkten festgestellt, dass beim Ver­kauf von MDI-haltigen Produkten mehrfach gegen die Vorschriften ver­stoßen wurde. Die nötige Sachkunde der Verkäuferinnen und Verkäufer fehlte oder die Produkte standen frei zugänglich im Regal. Verstöße gelten als Ordnungswidrigkeit und werden mit einem Bußgeld geahndet.

Seit Ende des vergangenen Jahres dürfen MDI-haltige Materialien ab einem Gehalt von 1,0 Prozent MDI im Geschäft nicht mehr frei zugäng­lich angeboten werden. Private Endverbraucher dürfen die Produkte ab einem MDI-Gehalt von 0,1 Prozent nur noch erhalten, wenn Schutz­handschuhe beiliegen und spezielle Warnhinweise aufgedruckt sind:

  • „Bei Personen, die bereits für Diisocyanate sensibilisiert sind, kann der Umgang mit diesem Produkt allergische Reaktionen auslösen.
  • Bei Asthma oder Hauterkrankungen den Kontakt mit dem Produkt vermeiden.
  • Die Ware nicht bei ungenügender Lüftung verwenden oder eine Schutzmaske mit Gasfilter (Typ A1 nach EN 14387) tragen.“

„Am sichersten ist es, MDI-freie Produkte zu kaufen. Besonders bei Bauschäumen gibt es inzwischen gute Alternativen“, riet Minister Schneider.

Hintergrundinformation: Einige Bau- oder Montageschäume enthalten als Reaktionskomponente Methylendiphenyldiisocyanat (MDI). Die krebserzeugende Wirkung kann das MDI bei Kontakt mit der Haut und beim Einatmen entfalten. Außerdem wirkt MDI reizend auf die Haut, die Augen und die Atmungsorgane sowie sensibilisierend beim Einatmen und bei Hautkontakt. Nach dem Aushärten ist das MDI nicht mehr ge­fährlich. Darüber hinaus enthalten verschiedene Klebstoffe, Dichtmas­sen oder Rostschutzprodukte MDI teilweise in Konzentrationen von mehr als 50 Prozent.

Weitere Informationen stehen unter www.arbeitsschutz.nrw.de.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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