Spätaussiedler: Ein prägender Teil unserer Gesellschaft

27. August 2010

Minister Schneider: „Die hier lebenden Spätaussiedler sind ein prägender Teil unserer Gesellschaft“ / Gedenktag für alle Deutschen aus Russland

Zum 69. Mai jährt sich der Tag der Unterzeichnung des Stalinschen Dekrets über die Deportation der Russlanddeutschen. „Mehr als 700.000 Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler haben über die letzten Jahrzehnte ihren neuen Lebensmittelpunkt in Nordrhein-Westfalen gefunden. Sie sind ein prägender Teil unserer Gesellschaft", sagt Integrationsminister Schneider.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Zum 69. Mal jährt sich morgen (28. August) der Tag der Unterzeichnung des Stalinschen Dekrets über die Deportation der Russlanddeutschen aus ihren Siedlungsgebieten in der Ukraine und Russlands nach Sibirien, in den Hohen Norden und nach Kasachstan. An den Jahrestag erinnerte heute Nordrhein-Westfalens Integrationsminister Guntram Schneider. Knapp eine Million Russlanddeutsche waren vom Schicksal der Deportation und den anschließenden Zwangsmaßnahmen betroffen.

„Mehr als 700.000 Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler haben über die letzten Jahrzehnte ihren neuen Lebensmittelpunkt in Nordrhein-Westfalen gefunden. Sie sind ein prägender Teil unserer Gesellschaft und haben zum wirtschaftlichen Fortschritt und kulturellen Reichtum unseres Landes beigetragen“, betonte Minister Schneider. Es zeige sich, welche großen Chancen mit einer weiter verbesserten Integration und gesellschaftlichen Teilhabe der Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler und Russlanddeutschen für Nordrhein-Westfalen insgesamt verbunden seien. „Dabei wollen wir auf eine verstärkte interkulturelle Öffnung der Regelangebote hinwirken, ohne auf zielgruppenspezifische Angebote zu verzichten“, sagte Integrationsminister Schneider.

Die Landesregierung wird ein Integrationsgesetz verabschieden, das verbindliche Normen setzt - für die Landesförderung von Integrations­angeboten und einen klaren institutionellen Rahmen für die Integration und die Beteiligung von Eingewanderten im Lande und in den Kommu­nen. Die Landesregierung setzt sich weiter offensiv für Integration und gerechte Teilhabe in Nordrhein-Westfalen ein. „Zu einer solchen Politik gehört für mich, die Anliegen der Spätaussiedlerinnen und Spätaus­siedler und Russlanddeutschen aufzugreifen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen“, erklärte Schneider. Wichtige Themen seien dabei die verbesserte Anerkennung von Bildungsabschlüssen und Ausbil­dungsgängen, Maßnahmen für mehr soziale Sicherheit sowie die Einbeziehung und Beteiligung der Deutschen aus Russland und ihrer Vertreterinnen und Vertreter an den Prozessen der politischen Ent­scheidungsfindung.

Einen Austausch über diese Fragen und Themen, über bestehende Herausforderungen ebenso wie gemeinsame Chancen, hält Minister Schneider für wichtig. „Gerne möchte ich daher den bestehenden Dialog weiter ausbauen“, betonte er. Bereits am 2. September 2010 gibt es ein Treffen mit Vertretern der Deutschen aus Russland in Nordrhein-Westfalen.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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