Minister Schneider: Der 11. September hat unsere Gesellschaft nicht gespalten

9. September 2011

Minister Schneider: Der 11. September hat unsere Gesellschaft nicht gespalten

Zehn Jahre nach den Terroranschlägen des 11. September 2001 stellte Nordrhein-Westfalens Integrationsminister Guntram Schneider fest: „Muslime und Nicht-Muslime sind in Nordrhein-Westfa­len in einem guten Dialog. Der Terrorismus hat unsere Gesellschaft nicht gespalten.“

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Zehn Jahre nach den Terroranschlägen des 11. September 2001 stellte Nordrhein-Westfalens Integrationsminister Guntram Schneider heute in Düsseldorf fest: „Muslime und Nicht-Muslime sind in Nordrhein-Westfa­len in einem guten Dialog. Der Terrorismus hat unsere Gesellschaft nicht gespalten.“ Anders als befürchtet, habe sich das Verhältnis zwi­schen Anhängern des muslimischen und christlichen Glaubens dauer­haft nicht verschlechtert. „Es gibt heute in Nordrhein-Westfalen mehr Dialog zwischen Muslimen und Nichtmuslimen als je zuvor“, so der Mi­nister.

„Wir müssen unterscheiden zwischen Islam und Islamismus. Der Islam will, wie alle Weltreligionen, das friedliche Zusammenleben aller; der fanatische Islamismus will das Gegenteil. Die Wachsamkeit gegenüber diesen extremistischen Auswüchsen, wie gerade in Berlin geschehen, ist für uns daher sehr wichtig. Sie schließt auf der anderen Seite aber einen offenen und fairen Umgang mit der übergroßen Mehrheit der Menschen mit muslimischem Glauben nicht aus, für die beides wichtig ist: Ihr Glaube und unsere gemeinsame Demokratie“, sagte der Minister.

Schneider wies pauschale Verdächtigungen gegen die Muslime ent­schieden zurück: „Heute gedenken Muslime und Nichtmuslime in Nordrhein-Westfalen gemeinsam der Opfer der Terroranschläge.“ Der Isla­mismus sei eine Bedrohung für alle zugleich. Islamisten gäben zwar vor, im Namen des Islam zu handeln, jedoch missbrauchten sie ihn für ihre politischen und ideologischen Ziele, so Minister Schneider weiter.

In Nordrhein-Westfalen leben derzeit rund 1,4 Millionen Muslime. Unter­suchungen des Landes zeigen: Die große Mehrheit fühlt sich mit unserem Land eng verbunden. Knapp die Hälfte besitzt die deutsche Staats­angehörigkeit und ist in einem deutschen Verein engagiert. Das zeigen auch die Ergebnisse der vom Ministerium für Arbeit, Integration und So­ziales in diesem Frühjahr veröffentlichten Studie „Muslimisches Leben in Nordrhein-Westfalen“.

Die Landesregierung werde den Dialog mit den Muslimen und ihren Organisationen weiter intensivieren, betonte der Minister. Ein wichtiger Schritt ist die Einführung des islamischen Religionsunterrichts in deut­scher Sprache von in Deutschland ausgebildeten Lehrkräften im Schul­jahr 2012/2013. „Damit wird muslimischen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben, mehr über ihren eigenen Glauben zu erfahren. Zudem werden sie aufgeklärt und vor extremistischem Gedankengut geschützt“, sagte Schneider.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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