NRW entwickelt Datenbank zur Barrierefreiheit

8. März 2012

Minister Schneider: Bundesweit einzigartiger Service für Menschen mit Behinderungen / NRW entwickelt Datenbank zur Barrierefreiheit

Der NRW-Sozialminister liefert einen bundesweit einzigartigen Service für die rund 1,7 Millionen schwerbehinderten Menschen in Nordrhein-Westfalen: Hier wird ein umfassendes Verzeichnis aufgebaut, aus dem Menschen mit Behinderungen entnehmen können, ob und in welchem Umfang eine öffentliche Einrichtung barrierefrei zugänglich ist.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Der NRW-Sozialminister liefert einen bundesweit einzigartigen Service für die rund 1,7 Millionen schwerbehinderten Menschen in Nordrhein-Westfalen: Hier wird ein umfassendes Verzeichnis aufgebaut, aus dem Menschen mit Behinderungen entnehmen können, ob und in welchem Umfang eine öffentliche Einrichtung barrierefrei zugänglich ist.

„Menschen mit Behinderungen haben uns immer wieder berichtet, dass es für sie schwierig ist, außerhalb der gewohnten und bekannten Um­gebung Reisen, Wochenendaktivitäten oder auch Behördengänge zu planen. Für Menschen im Rollstuhl ist es beispielsweise eine wichtige Frage, ob sie am Reiseziel ohne fremde Hilfe den Bahnhof verlassen können“, erklärte Sozialminister Guntram Schneider in Gelsenkirchen bei einer Tagung der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohl­fahrtspflege zum Thema „Inklusion – konkret“.

Die Landesregierung habe sich das von den Vereinten Nationen formu­lierte Ziel der Inklusion auf ihre Fahnen geschrieben, so der Minister weiter: „In der inklusiven Gesellschaft leben alle Menschen – unabhän­gig, ob behindert oder nicht – gleichberechtigt zusammen. Und ganz wichtig: Wir machen Politik nicht nur für Menschen mit Behinderungen, sondern vor allem mit ihnen.“

Deshalb hat das Sozialministerium die Agentur Barrierefrei beauftragt, zusammen mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der Sozialver­bände und der Behindertenselbsthilfe ein Informationsportal zur Barrie­refreiheit von öffentlichen Einrichtungen zu entwickeln. „Die Betroffenen wissen selbst am besten, worauf es ankommt und können beurteilen, ob eine Einrichtung ihren Bedürfnissen gerecht wird“, sagte Schneider.

Für das Verzeichnis zur Barrierefreiheit wird nicht nur überprüft, ob ein Veranstaltungssaal über einen stufenfreien Zugang und Toiletten für Menschen im Rollstuhl verfügt. Es geht beispielsweise auch um Leit­systeme für blinde und sehbehinderte Menschen im Schwimmbad oder um Induktionsschleifen für Menschen mit Hörschädigung im Bürgerbüro.

Gemeinsam mit der Agentur Barrierefrei und den Verbänden werden derzeit Kriterienkataloge, Fragebögen und Verfahren erarbeitet, um In­formationen zur Barrierefreiheit zu erheben und darzustellen. Das Ziel ist eine internetbasierte Datenbank mit detaillierten Informationen, wel­che Unterstützung Menschen mit einer Gehbehinderung oder einer Sin­nesbehinderung wie etwa Blindheit oder Taubheit in einer bestimmten öffentlichen Einrichtung erwarten können. Nach der gegenwärtig laufen­den Testphase wird ab Sommer mit dem Aufbau der Datenbank begon­nen, die dann kontinuierlich erweitert werden soll.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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