Minister Schneider: Benachteiligung von Frauen ist ein Skandal

14. Oktober 2013

Minister Schneider: Benachteiligung von Frauen ist ein Skandal/ Tagung „Faire Arbeit – gleicher Lohn für Frau und Mann“

Im Rahmen der Landesinitiative „Faire Arbeit – fairer Wettbewerb“ fordert NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider endlich faire Löhne für Frauen. „Es ist ein gesellschaftlicher Skandal, dass Frauen trotz bester Ausbildung auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch immer auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt werden“, sagte der Minister in Düsseldorf auf einer Tagung des nordrhein-westfälischen Arbeitsministeriums. „Frauen verdienen in Deutschland 22 Prozent weniger als Männer. Mit anderen Worten: Männer erreichen den durchschnittlichen Jahresverdienst von Frauen schon Mitte Oktober eines Jahres. Unternehmen, die faire Wettbewerbsbedingungen für sich reklamieren, dürfen dies nicht länger zulassen“, so Minister Schneider.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Im Rahmen der Landesinitiative „Faire Arbeit – fairer Wettbewerb“ fordert NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider endlich faire Löhne für Frauen. „Es ist ein gesellschaftlicher Skandal, dass Frauen trotz bester Ausbildung auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch immer auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt werden“, sagte der Minister in Düsseldorf auf einer Tagung des nordrhein-westfälischen Arbeitsministeriums.

„Frauen verdienen in Deutschland 22 Prozent weniger als Männer. Mit anderen Worten: Männer erreichen den durchschnittlichen Jahresverdienst von Frauen schon Mitte Oktober eines Jahres. Unternehmen, die faire Wettbewerbsbedingungen für sich reklamieren, dürfen dies nicht länger zulassen“, so Minister Schneider. Selbst beim statistischen Vergleich von Frauen und Männern gleichen Alters mit gleicher Ausbildung und demselben Beruf im gleichen Betrieb sei ein Lohnunterschied von 12 Prozent festzustellen, sagte Guntram Schneider. „Gerade Arbeitgeber stehen hier in der Pflicht. Sie müssen zu einer diskriminierungsfreien Lohngerechtigkeit beitragen. Das ist eine gemeinsame Verpflichtung von Betriebsleitungen und Betriebsräten.“

Carmen Tietjen, DGB-Frauensekretärin, betonte: „Frauen werden in ihrem Betrieb häufig in eine niedrigere Gehaltsgruppe eingeordnet als ihre männlichen Kollegen, auch wenn sie gleichwertige Tätigkeiten ausüben. Oftmals wissen die betroffenen Frauen gar nichts von ihrer Benachteiligung, weil die Zuordnung zu den Gehaltsgruppen nicht transparent erfolgt. Wir wollen daher erreichen, dass jedes Unternehmen seine Entgeltpraxis überprüft, offen legt und geschlechtergerecht gestaltet.“

Minister Schneider wies zudem auf den hohen Anteil prekär beschäftigter Frauen hin: 67 Prozent der Beschäftigten im Niedriglohnsektor seien Frauen. Ebenso mehr als zwei Drittel der Beschäftigten in Minijobs. „Wenn wir die Lohnspirale nach unten in diesen Arbeitsverhältnissen ändern wollen, brauchen wir dringend den gesetzlichen, flächendeckenden Mindestlohn“, so der Minister.

Veranstalter der Tagung „Faire Arbeit – gleicher Lohn für Frau und Mann“ ist das NRW-Arbeitsministerium in Kooperation mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund NRW. Gemeinsam mit Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis sollen die Ursachen und Auswirkungen ungleicher Entlohnung diskutiert und Bedingungen für Veränderungen aufgezeigt werden.

Die Tagung ist eine Veranstaltung im Rahmen der Landesinitiative „Faire Arbeit – Fairer Wettbewerb“. Mehr dazu im Netz unter: (www.landderfairenarbeit.nrw.de).

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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