Minister Schneider: Barrierefreiheit ist für Millionen Menschen ein Thema

23. September 2014

Minister Schneider: Barrierefreiheit ist für Millionen Menschen ein Thema

Menschen mit Behinderungen können sich künftig im Internet über die Barrierefreiheit öffentlicher Gebäude in NRW informieren. „Damit lässt sich feststellen, ob beispielsweise ein Rathaus für eine Rollstuhlfahrerin oder ein Theater für einen Menschen mit Hörschädigung barrierefrei nutzbar ist“, sagte Sozialminister Guntram Schneider in Düsseldorf zum Startschuss für das bundesweit einmalige Internetportal www.informierbar.de. „Barrierefreiheit ist für Millionen von Menschen ein Thema“, sagte Schneider. „Jede zehnte Bürgerin und jeder zehnte Bürger in NRW hat eine anerkannte Schwerbehinderung. Insgesamt leben hier etwa 2,5 Millionen Menschen mit Behinderungen. Aber auch Menschen, die beispielsweise mit Kinderwagen oder Rollator unterwegs sind, profitieren von Barrierefreiheit.“

Portal zur Barrierefreiheit öffentlicher Gebäude frei geschaltet

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Menschen mit Behinderungen können sich künftig im Internet über die Barrierefreiheit öffentlicher Gebäude in NRW informieren. „Damit lässt sich feststellen, ob beispielsweise ein Rathaus für eine Rollstuhlfahrerin oder ein Theater für einen Menschen mit Hörschädigung barrierefrei nutzbar ist“, sagte Sozialminister Guntram Schneider in Düsseldorf zum Startschuss für das bundesweit einmalige Internetportal www.informierbar.de.

„Barrierefreiheit ist für Millionen von Menschen ein Thema“, sagte Schneider. „Jede zehnte Bürgerin und jeder zehnte Bürger in NRW hat eine anerkannte Schwerbehinderung. Insgesamt leben hier etwa 2,5 Millionen Menschen mit Behinderungen. Aber auch Menschen, die beispielsweise mit Kinderwagen oder Rollator unterwegs sind, profitieren von Barrierefreiheit.“

Barrierefreiheit bedeute für jeden Menschen etwas anderes, so der Minister weiter. „Unser Portal stellt für jede Art der Behinderung sehr konkrete Informationen zur Verfügung.“ Erfasst wird beispielsweise, ob ein Gebäude durch Rampen für Menschen mit Gehbehinderung zugänglich ist, ob Leitsysteme oder akustische Informationen für Menschen mit Sehschädigung zur Verfügung stehen, Induktionsschleifen für Menschen mit Hörschädigung oder Informationen in „Leichter Sprache“ für Menschen mit Lernschwierigkeiten.

Das Portal stellt für jede erfasste Einrichtung deren bauliche Gegebenheiten und technische Ausstattung dar. Mit einer speziellen Suchfunktion können gezielt die Angebote für Menschen mit Bewegungseinschränkungen, Seh- oder Hörschädigungen sowie für Menschen mit Lernschwierigkeiten abgerufen werden. Über eine Themennavigation können darüber hinaus Informationen etwa über Parkplätze, Eingänge oder Toiletten angezeigt werden. Damit kann jeder Mensch die für ihn wichtigen Informationen gezielt abfragen.

Die Kriterien für die Erfassung der Barrierefreiheit öffentlicher Gebäude wurden in enger Zusammenarbeit mit der Behindertenselbsthilfe und den Sozialverbänden entwickelt. Minister Schneider: „Auch hier gilt unser Grundsatz, die Menschen mit Behinderungen als Experten in eigener Sache ernst zu nehmen und einzubinden.“

Jedes Gebäude wird von mindestens zwei Personen, die zuvor gründlich auf diese Aufgabe vorbereitet worden sind, nach einer Vielzahl von Kriterien auf seine Barrierefreiheit abgeklopft. Daran haben sich bislang Menschen mit Behinderungen, Studierende im Rahmen von Hochschulprojekten und andere Freiwillige beteiligt. Minister Schneider: „Künftig wird es darauf ankommen, weitere engagierte Freiwillige für diese wichtige Aufgabe zu gewinnen“. Koordiniert wird das vom NRW-Sozialministerium geförderte Projekt durch die „Agentur Barrierefrei NRW“.

Das Portal zur Barrierefreiheit bietet derzeit rund 200 Adressen von Verwaltungen und Behörden sowie Bürgerzentren und Kultureinrichtungen in 30 Kommunen. Erfasst sind bislang Einrichtungen in Bergisch Gladbach, Bielefeld, Bochum, Bonn, Coesfeld, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Ennigerloh, Erkrath, Gelsenkirchen, Gevelsberg, Goch, Grevenbroich, Hamm, Herne, Hilden, Köln, Menden, Moers, Mülheim/Ruhr, Oberhausen, Ratingen, Schwelm, Uedem, Weeze, Werne, Wetter/Ruhr, Witten und Wuppertal. Das Portal soll kontinuierlich ausgebaut werden. Langfristig angestrebt wird eine flächendeckende Erfassung aller öffentlichen Gebäude in Nordrhein-Westfalen.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon: 0211 855-3118.

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