Ausbreitung der Minijobs stoppen – mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

28. April 2011

Minister Schneider: Ausbreitung der Minijobs stoppen – mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung / 1,8 Millionen geringfügig Beschäftigte in Nordrhein-Westfalen

Arbeitsminister Guntram Schneider hat die weiterhin positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt begrüßt. Gleichzeitig wies der Minister darauf hin, dass mit einer Arbeitslosenquote von 8,3 Prozent das Ziel der Vollbeschäftigung noch lange nicht erreicht sei. Deshalb müssten die Anstrengungen zur Schaffung neuer sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze verstärkt werden.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Der nordrhein-westfälische Arbeitsminister Guntram Schneider hat die weiterhin positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt begrüßt. Gleichzeitig wies der Minister darauf hin, dass mit einer Arbeitslosenquote von 8,3 Prozent das Ziel der Vollbeschäftigung noch lange nicht erreicht sei. Deshalb müssten die Anstrengungen zur Schaffung neuer sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze verstärkt werden. In diesem Zusammenhang zeigte sich Minister Schneider über die starke Zunahme der Minijobs besorgt. „Statt Minijobs brauchen wir mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung“, sagte Minister Schneider in Düsseldorf.

Minister Schneider forderte die Unternehmen auf, weniger auf Minijobs zu setzen. „Natürlich stehen wir zu den unterschiedlichsten Formen flexibler Arbeitszeiten. Aber Ziel ist, dass unbefristete Vollzeitarbeitsverhältnisse in Deutschland die Regel bleiben“, erklärte der Minister. An die Adresse der Bundesregierung gerichtet erklärte er, sie müsse Rahmenbedingungen für eine Neuregelung der Minijobs schaffen. „Diese geringfügige Beschäftigung hat erschreckend zugenommen – die Jobs werden geradezu missbraucht, weil im Verhältnis zu der Entlohnung keine verbindliche Arbeitszeit vorgegeben ist. Das führt zum Teil zu Hungerlöhnen von unter drei Euro pro Stunde“, betonte der Minister.

Die Zahl der sogenannten 400-Euro-Stellen ist in Deutschland auf mittlerweile 7,3 Millionen gestiegen – 1,6 Millionen mehr als 2003. In Nordrhein-Westfalen gibt es mit 1,8 Millionen geringfügig Beschäftigten so viele Minijobber wie nie zuvor. „Diese Entwicklung muss dringend gestoppt werden, insbesondere werden Frauen über die Minijobs in die Altersarmut getrieben“, erklärte Schneider. Er stellte klar, dass es nicht um die Abschaffung dieser Form der Beschäftigung gehe. „Aber hier müssen unbedingt klare Regelungen der Höchstarbeitszeit her, damit am Ende auch eine faire und angemessene Bezahlung steht.“
Tabelle zur Arbeitsmarktentwicklung

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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