Armutsursachen vor Ort erkennen und passgenaue Lösungen entwickeln

Porträtfoto von Minister Guntram Schneider
11. Mai 2015

Minister Schneider: Armutsursachen vor Ort erkennen und passgenaue Lösungen entwickeln

Sozialminister eröffnet landesweite Fachstelle zur Armutsbekämpfung in den Kommunen

Nordrhein-Westfalen bekommt eine Einrichtung, die Kommunen und Kreise gezielt bei der Armutsbekämpfung unterstützt. „Wir wollen den Kommunen dabei helfen, Armut und Armutsursachen vor Ort zu erkennen und passgenaue Angebote zur Vorbeugung und Bekämpfung von Armut zu entwickeln“, sagte Sozialminister Guntram Schneider in Gelsenkirchen bei der Eröffnung der Fachstelle zur sozialraumorientierten Armutsbekämpfung.

 
Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Nordrhein-Westfalen bekommt eine Einrichtung, die Kommunen und Kreise gezielt bei der Armutsbekämpfung unterstützt. „Wir wollen den Kommunen dabei helfen, Armut und Armutsursachen vor Ort zu erkennen und passgenaue Angebote zur Vorbeugung und Bekämpfung von Armut zu entwickeln“, sagte Sozialminister Guntram Schneider in Gelsenkirchen bei der Eröffnung der Fachstelle zur sozialraumorientierten Armutsbekämpfung.
 
Die Fachstelle hilft unter anderem bei der Bestandsaufnahme des Ist-Zustandes in den Stadtteilen und der Entwicklung einer strategischen Sozialplanung. Auf dieser Basis können dann Maßnahmen zur kleinräumigen Armutsbekämpfung entwickelt werden. „Denn nur wer Stärken und Schwächen eines Quartiers analysiert hat, kann konkrete Ziele definieren und wirksame Maßnahmen ergreifen“, sagte Schneider.
 
Das Angebot der Fachstelle zur sozialraumorientierten Armutsbekämpfung (FSA) ist für die Kommunen, Gemeinden und Kreise kostenlos. Das Sozialministerium fördert die Fachstelle aus Landes- und EU-Mitteln mit jährlich rund einer Million Euro.
 
Mit der Einrichtung der FSA kommt das Land den Bedürfnissen der Kommunen entgegen. Bei einer Befragung hatte sich gezeigt, dass zwar etwa drei Viertel der kreisfreien Städte sozialplanerisch tätig sind, aber nur etwa zehn Prozent der kreisangehörigen Gemeinden. Gleichzeitig hatte aber die Hälfte der Befragten den Wunsch nach Beratung und Unterstützung bei der strategischen Sozialplanung zum Ausdruck gebracht.
 
„Mit der Einrichtung der Fachstelle gehen wir einen weiteren Schritt zur Bekämpfung der Armut in NRW“, sagte Minister Schneider. Erst in der letzten Woche hatte das Sozialministerium den Projektaufruf „NRW hält zusammen – für ein Leben ohne Armut und Ausgrenzung“ gestartet und vier Millionen Euro für Projekte für einkommensarme Kinder, Jugendliche und Familien in benachteiligten Stadtteilen zur Verfügung gestellt. Bereits im Februar startete der ressortübergreifende Projektaufruf „Starke Quartiere – starke Menschen“, mit dem drei EU-Strukturfonds sowie Bundes- und Landesmittel gebündelt und bis zum Jahr 2020 insgesamt mehr als 350 Millionen Euro für die Armutsprävention mobilisiert werden.
 
Informationen zur Armutsbekämpfung in NRW: www.mais.nrw.de
 

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