Sozialindikatoren mit neuesten Daten zur sozialen Lage in NRW

30. August 2011

Minister Schneider: Armut darf sich nicht vererben, Langzeitarbeitslosigkeit kein Dauerzustand sein! / Sozialindikatoren mit neuesten Daten zur sozialen Lage in NRW

Sozialminister Guntram Schneider hat in Düsseldorf die aktuellen „Sozialindikatoren NRW“ vorgestellt. Dabei wies der Minister darauf hin, dass bei einer insgesamt positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt die Zahl der Langzeiterwerbslosen im letzten Jahr angestiegen ist.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Sozialminister Guntram Schneider hat in Düsseldorf die aktuellen „Sozialindikatoren NRW“ vorgestellt. Dabei wies der Minister darauf hin, dass bei einer insgesamt positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt die Zahl der Langzeiterwerbslosen im letzten Jahr angestiegen ist.

Demnach ist die Erwerbslosenquote in NRW insgesamt gesunken. Aber, so der Minister: „Bei aller Freude über den Rückgang der Erwerbslosigkeit und bei allen Diskussionen über den beginnenden Fachkräftemangel dürfen wir die große Gruppe der Langzeitarbeitslosen nicht aus dem Blick verlieren. Denn diese hat am wenigsten vom Wirtschaftsaufschwung profitiert.“ Vor diesem Hintergrund – so Schneider weiter – sei es völlig unverantwortlich, dass die Bundesregierung in diesem Sommer das Eingliederungsbudget für Langzeitarbeitslose gekürzt hat. Für NRW bedeute dies einen Rückgang von 1,4 Milliarden Euro in 2010 auf nur noch 1,1 Milliarden Euro in 2011.
Die Erwerbslosenquote in NRW lag im Jahr 2010 bei 7,5 Prozent, im Vorjahr waren es noch 7,9 Prozent. Die Zahl der Langzeiterwerbslosen, die bereits länger als ein Jahr Arbeit suchen, ist dagegen um 3,1 Prozent gestiegen (im Jahr 2009 waren rund 306.000 Menschen langzeiterwerbslos, in 2010 rund 315.000). Mehr als die Hälfte aller Erwerbslosen (50,5 Prozent) sind damit Langzeiterwerbslose.

Die Armutsrisikoquote betrug 2010 in NRW 14,2 Prozent. Damit lag der Anteil der Menschen, die von relativer Einkommensarmut betroffen sind, in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (2009: 14,5 Prozent). Kinder und Jugendliche tragen nach wie vor ein überdurchschnittliches Armutsrisiko: 2010 lag die Armutsrisikoquote der unter 16-Jährigen bei 24,8 Prozent (2009: 25,4 Prozent), die der 16- bis unter 25-Jährigen bei 21,8 Prozent (2009: 22,4 Prozent).

„Diese Zahlen bestätigen, wie wichtig und richtig der präventive Ansatz dieser Landesregierung zur Bekämpfung von Kinder- und Jugendarmut ist. Wir wollen, dass Armut sich nicht vererbt und Kinder eine Chance auf eine gute und erfolgreiche Zukunft haben“, sagte Minister Schneider.

Als Ergänzung zu dem einmal pro Legislaturperiode erstellten „Sozialbericht NRW“ erscheinen regelmäßig Sozialindikatoren und Kurzanalysen. In der jetzt vorgelegten Analyse werden überwiegend Zahlen aus dem Mikrozensus für die Jahre 2009 und 2010 gegenübergestellt.

Die Kurzanalyse „Sozialindikatoren NRW“ im Internet: www.mais.nrw.de.

Weitere Ergebnisse der Kurzanalyse:
Das verfügbare Einkommen pro Kopf ist im Jahr 2009 als Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise erstmals seit 1991 gesunken (Rückgang um 1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Der Anstieg des Pro-Kopf-Einkommens hat im vergangenen Jahrzehnt gerade die Inflation ausgeglichen: Das preisbereinigte Pro-Kopf-Einkommen lag 2009 auf dem gleichen Niveau wie im Jahr 2000 (die Zahl für 2010 liegt noch nicht vor).

Die Zahl der überschuldeten Personen ist Creditreform zufolge in NRW von 2009 bis 2010 um rund 5 Prozent auf 1,61 Millionen gestiegen. Die Schuldnerquote beträgt demnach in NRW 10,9 Prozent (2009: 10,4 Prozent) und liegt damit über dem bundesdeutschen Durchschnitt von 9,5 Prozent.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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